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Ein tolles Fest für mindestens zwei Generationen

Von: ale
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„Boiling Point”, eine talentierte Nachwuchsband aus der Eifel, verstanden es, als „Eisbrecher” beim Tollrock-Festival am Samstag in Schmidt ausgelassene Stimmung zu verbreiten. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Große Erleichterung herrschte am Samstag bei den Organisatoren des Rurseefestes in Schmidt, dass der Regen sich zurückhielt und man auf der Schönen Aussicht wieder richtig gut feiern konnte. Ungezählte Gäste belohnten den Aufwand, den das Tollrock-Team und die IG Jugend betrieben hatten.

Insgesamt beteiligten sich neun Schmidter Ortsvereine an dem Musik-Festival, vier Live-Bands und zusätzlich Musik aus der Konserve begeisterten Fans aus mindestens zwei Generationen.

„Pothead”, die Band aus Berlin, war ein Magnet, dem viele entgegen fieberten; die Anhänger ihres rockigen Sounds waren am Freitag sogar aus Köln und Bielefeld nach Schmidt gekommen. Und wie locker die Jungs drauf waren: Man konnte richtig nah rangehen, mit ihnen sprechen, Autogramme bekommen.

Beim Soundcheck am frühen Abend hörten schon einige zu, das steigerte die Vorfreude. Für Fotos lächelten Brad, Jeff und Sebastian freundlich in die Kameras. Als sie dann gegen 22 Uhr loslegten, wurde es ein Fest für die Fans: Klatschend, tanzend, singend feierte man „Pothead”, bei ihrer Zugabe, dem heiß geliebten „Indian Song” konnte keiner still zugucken. „Across the sea strange men came” dröhnte es über den Rursee.

Bunte rockige Mischung

Beim Tollrock-Open-Air am Samstag gab es eine bunte rockige Mischung. Die vier Bands, die das Tollrock-Team diesmal ausgesucht hatte, zogen massenhaft junge Leute an. Schon „Boiling Point”, die fünf frechen Jungs aus der Eifel, die als Erste dran waren, verstanden es, ausgelassene Stimmung zu verbreiten.

Jan und Markus Faymonville (Schlagzeug und Bass) aus Schmidt, Andreas Müller (Gitarre) und Nils Matusiak (Bass) aus Zülpich und ganz gewiss Daniel Heyna (Vocals) aus Lammersdorf haben eine Menge Potential. Sie hatten sich bereits im vorigen Jahr ein paar Lorbeeren verdient, als sie beim Randaleball des Rurseefestes als Live-Act auftraten.

Und jetzt boten sie eine fröhlich-forsche Performance, zollten „Incubus” Tribut mit gecoverten Stücken. „Love hurts” und „Wish you were here” gehören zu ihren Lieblingssongs, und die Fans feierten „Boiling Point” und forderten Zugaben.

„4 Backwoods” aus Köln begeisterten mit eigenen Stücken, voll rockig und wild. Es kam mehr Bewegung in die Menge, die Musikfans schoben sich nach vorne; ein paar Abendsonnenstrahlen wärmten sie.

Wilde Riffs zum „Headbangen”In den Umbaupausen hatte man Zeit, sich mit Getränken zu versorgen; dies war für die Veranstalter sehr wichtig, denn der Eintritt ist beim Tollrock-Festival bekanntlich frei.

„Nutellica” - das war ein Zauberwort für Metallica-Fans. Metallisch, knallhart und mit wummernden Bässen heizten die Jungs dem Publikum ein. Wilde Riffs zum Headbangen fetzten einem um die Ohren - so ganz nach dem Geschmack der jungen und älteren Metalfans.

Und zum Schluss „Sidewalk” - als Headliner angekündigt und zweifellos so bekannt und beliebt, dass die Musikfreunde aus allen Himmelsrichtungen angereist waren. Josh, Ida, Grotti, Steff, Christoph und Volly zogen zu sehr lauter, recht basslastiger Musik eine teils alberne, teils böse Bühnenshow ab. Aber das passte zum hammerharten Rammstein-Medley „Weiche Teile und auch harte stehen auf der Speisenkarte”, zu Ärzte-Liedern und Hosen-Songs Guano Apes, Nirvana, Krawall und Remmidemmi, das alles und noch viel mehr ließ die jungen Leute sich heiser schreien, stampfen, hüpfen, winken. Sie waren einfach völlig glücklich.
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