Konzen - Ein Stückchen gelebtes Europa im Familienwald

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Ein Stückchen gelebtes Europa im Familienwald

Von: dm
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Alfred-Jost-Flöte: Auch Oberförster Alfred Jost, gleichsam „Hausherr” im neu eröffneten „Familienwald Hohes Venn” war von den Kindern als „Flötenmacher” gefragt.

Konzen. Das Familienfest war vieles: Schatzsuche, Tierschau, Flötenkonzert, grenzenlose Begegnung, am Europatag ein Stückchen gelebtes Europa, Waldolympiade, ein Ereignis im Grünen.

Es gab gute Gründe, das Familienfest ausgiebig zu feiern: Da ist vor allem die neue Kooperation zwischen dem Familienzentrum (Kindergarten) und dem Eifelverein Konzen mit Unterstützung des Forstamtes Elsenborn mit Alfred Jost, Oberförster im belgischen Staatswald Oberweser.

Als Partner haben Kindergarten, Eifelverein und Forstverwaltung den „Kindergartenwald” am Steinley-Venn in den „Familienwald Hohes Venn” umgetauft, und hier ein kleines Natur-Paradies geschaffen. Rund 300 Kinder und Erwachsene waren am Samstag, dem Europatag, gekommen, um den neuen „Familienwald” zu eröffnen und als „Natur-Ereignis” zu feiern.

Buntes Programm

Für die Kindern und Eltern hatten Eifelverein und Familienzentrum ein buntes Programm vorbereitet. Die Waldolympiade, die Brigitte Palm, Jugendleiterin im Eifelverein, sich gemeinsam mit der Pantomimen-Gruppe ausgedacht hatte, war genau nach dem Geschmack der Kinder. Mehr als 100 Kinder waren unterwegs, um den Wald mit Händen, Füßen, Augen, Ohren und Nase zu erkunden. Alles, was die Kinder bei der Schatzsuche entdeckten, sammelten sie in einem Schuhkarton: Blätter, Moos, Tannenzapfen und anderes mehr.

Für den angebotenen Kamillentee fand ein Kind eine tolle Umschreibung: „Das schmeckt ja wie gekochte Blume.”

Flöten geschnitzt

Alle Hände voll zu tun hatten auch Reinhold Krings und Ernst Palm vom Eifelverein: Sie schnitzten aus dem Holz der Eberesche Flöten (Fuepe), so wie es die Kinder und Väter vor vielen Jahren gemacht haben.

Hermann Carl war mit seiner Waldschule ins Venn gekommen und zeigte, welche Tiere auch in den Wäldern des Hohen Venns leben. Zu den Prunkstücken der Tierschau gehört die große Wildkatze, die an diesem Tag ihren ersten „Auftritt” hatte. Das scheue Wildtier war unlängst in der Nähe von Raffelsbrand von einem Auto erfasst und getötet worden. So ein großes Wildkatzen-Exemplar habe der Präparator noch nie bearbeitet, erzählt Hermann Carl den staunenden Kindern und Erwachsenen. Die zweite Wildkatze in Hermann Carls Tierschau wurde vor Jahren auf der Straße zwischen Eupen und Mützenich überfahren.

Vom Aussterben bedroht ist im Hohen Venn der Birkhahn, das Wappentier der sensiblen wie in Westeuropa einzigartigen Moorlandschaft. Das Ergebnis der jüngsten Zählung ist beängstigend. Im rund 4500 Hektar großen Naturschutzgebiet Hohes Venn wurden nur noch acht Hähne gezählt, berichteten die beiden Förster Norbert Girges (Revier Neu-Hattlich) und Frank Dandrifosse (Revier Brachkopf-Petergensfeld) auf einer kleinen Exkursion zum „Aachener Wegekreuz” im Steinley-Venn.

Zur Eröffnung des Familienwaldes, der rund ein Hektar groß ist, freute sich Ortsvorsteher Matthias Steffens vor allem über die neue Kooperation zwischen Familienzentrum und Eifelverein, der darin einen weiteren Impuls für das Ortsleben in Konzen sah. Kreisdirektor Helmut Etschenberg lobte die „harmonische Zusammenarbeit zwischen dem Eifelverein, dem Familienzentrum und den belgischen Nachbarn. „Hier sind Nachbarn wirklich zu Freunden geworden.”

Bürgermeister Theo Steinröx erinnerte an die im Jahr 2004 vereinbarte Zusammenarbeit zwischen den Städten Monschau und Eupen, die im „Familienwald Hohes Venn” mit dem Eifelverein und dem Kindergarten unter dem „Schutzschirm von Oberförster Alfred Jost „starke Träger” habe.

Gute Arbeit geleistet

Michael Letocard, bis zur Pensionierung Forstdirektor in der Forstdirektion Malmedy, freute sich, dass der 1996 gegründete Kindergartenwald so großes Interesse finde. „Hier ist gute Arbeit geleistet worden”.
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