Ein schnelles Feuer reinigt den Struffelt

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Im vergangenen Jahr wurden Teile der Drover Heide im Kreis Düren mit einem sogenannten schnellen Feuer überzogen, um das Naturschutzgebiet zu

Nordeifel. Die Biologische Station der Städteregion Aachen plant im Frühjahr eine feuerökologische Pflegemaßnahme im Naturschutzgebiet Struffelt in der Nähe von Rott. Der endgültige Termin für die Pflegemaßnahme wird kurzfristig je nach Wetterlage festgelegt.

Seit 1986 ist der Struffelt in Roetgen-Rott als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das circa 118 Hektar große Gebiet ist naturschutzwürdig wegen der Rest-Vennflächen mit Moorheiden.

Diese im zusammenhängenden Waldgebiet verbliebene Offenlandfläche bietet Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Die Mischung machts: Kleinere und mittlere Stillgewässer, einzelne Gehölzstrukturen, Moorheidenrelikte und weitere Strukturelement sorgen dafür, dass Pflanzen wie die Glockenheide, Igelsegge, Torfmoose, Rauschbeere im Naturschutzgebiet vorkommen.

Insgesamt wurden bisher 173 Pflanzenarten im Struffelt nachgewiesen. Diese Vielfalt ist wiederum Voraussetzung dafür, dass Schwarzkehlchen, Baumpieper, Amphibien wie Grasfrosch oder Erdkröte, Libellen (Hufeisen-Azurjungfer), Tagfalter (Tagpfauenauge), Nachtfalter (Rotrand-Bär) und viele andere Tierarten am Struffelt leben können.

Leider ist dieser vielfältige Lebensraum durch die zunehmende Expansion von Adlerfarn und Pfeifengras mit Vereinheitlichung bedroht.

Deshalb sollen neben den bisher stattfindenden Pflegemaßnahmen in Kürze auf einer Fläche von circa drei Hektar auch feuerökologische Maßnahmen umgesetzt werden, um die Einzigartigkeit des Lebensraumes Struffelt zu erhalten.

An der Planung beteiligt sind das Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde als Flächeneigentümer, die Städteregion Aachen als Genehmigungsbehörde, der Heimat- und Eifelverein Rott, die Firma Working on Fire als ausführende Institution und die Biologische Station der Städteregion Aachen als Koordinator.

Erfolgreiche Maßnahme

Seit vielen Jahren werden in Heidegebieten erfolgreich Pflegemaßnahmen durch den Einsatz von gezielten Feuern umgesetzt - zum Beispiel in der Drover Heide im Kreis Düren. Dabei werden mosaikartig circa 10.000 Quadratmeter große Flächen mit einem so genannten schnellen Feuer überzogen.

Das schnelle Feuer sorgt dafür, dass die dominierenden Pflanzen (Pfeifengras und Adlerfarn) kurzzeitig zurückgedrängt werden und ein gutes Keimbett für verschiedene Arten der Zwergstrauchheiden geschaffen wird. Dadurch ist die Regeneration gefährdeter Pflanzen der Zwergstrauchheiden und die Förderung einer artenreichen Tierwelt möglich.
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