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Ein Protestzug unter Kranichen

Von: chc
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Vorfahrt für Fußgänger: 160 Menschen gingen gestern in Imgenbroich auf die Straße, um zu zeigen, dass sie gegen die weitere Nutzung von Kernenergie sind. Foto: C. Classen

Imgenbroich. Am Anfang ist es nur eine Handvoll Menschen, die auf dem Platz vor der Kirche St. Josef in Imgenbroich steht. Stetig werden es ein paar mehr. Aufmunternd nickt man einander zu. Die meisten kennen sich nicht, aber die Gewissheit, für die gleiche Sache einzustehen, verbindet.

Besser gesagt: Gegen die gleiche Sache. Ein Bürgerbündnis hat zur Teilnahme an einer Anti-Atomkraft-Mahnwache aufgerufen. In der vergangenen Woche traft man sich vor dem Monschauer Rathaus, am Montag vor St. Josef in Imgenbroich. In der vergangenen Woche waren es 70 Teilnehmer, jetzt sind es 160.

Längst stehen die Menschen vor der Kirche nicht mehr in kleinen Gruppen, dafür ist es zu voll. Sie bilden eine große Menge. Karin Schmidt steht mittendrin. Sie ist aus Huppenbroich gekommen, weil sie „öffentlich zeigen möchte, dass ich gegen Atomkraft bin.” Eigentlich sei sie sogar für zwei da, ihr Mann wäre gern mitgekommen, konnte aber nicht wegen des Jobs.

Bevor sich die Atomkraft-Gegner zum Protestmarsch formieren und so den Verkehr auf der Trierer Straße für eine Zeit zum Erliegen bringen, steigt Silvia Mertens, Vertreterin der Grünen im Monschauer Rat, auf eine Bank vor der Kirche. Sie sagt, dass sie sich freue, dass es jedes Mal mehr kämen. Mertens kündigt für die kommenden Wochen weitere Mahnwachen in Roetgen und Simmerath an.

Die Menschen applaudieren, dann schauen zum Himmel. Ein Schwarm Zugvögel fliegt vorüber, Kraniche. Karin Schmidt lächelt. Sie sagt: „In Japan gelten Kraniche als Glückssymbole.”
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