Lammersdorf - Ein letztes Aufbäumen im Altenheim

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Ein letztes Aufbäumen im Altenheim

Von: ho
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Die Theatergruppe des Heimatve
Die Theatergruppe des Heimatvereins Lammersdorf präsentierte unter Leitung von Gerd Skropke (rechts) einen turbulenten Zweiakter, bei dem das Publikum voll auf seine Kosten kam. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Wenn die Theatergruppe des Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur zum alljährlichen Theaterabend lädt, ist das Pfarrheim in der Regel ausgebucht. Dies war auch am Wochenende der Fall, als dort der Schwank „Rabatz im Altenheim” von Jürgen Seifert aufgeführt wurde.

Unter der neuen Leitung von Gerd Skropke begeisterten die Akteure und knüpften nahtlos an die vergangenen Leistungen an. Erfreulich war zudem, dass trotz EM-Fieber so viele Theaterfreunde den Weg ins Pfarrheim gefunden hatten. Mit einer geschickten musikalischen Einstimmung, die auf die allgemeinen Altersleiden aufmerksam machte („He det et wieh und do det et wieh”) kam schon vor Öffnung des ersten Vorhangs nahezu Schunkelatmosphäre im Publikum auf.

Zwei Opas in Hochform

In ihrem Zimmer im Altenheim erschienen dann die quietsch fiedelen, knurrigen und durch ihr Zimmer schlurfenden Opas Otto Schaaf und Rudi Spitz, die schon nach dem morgendlichen Erwachen von den guten alten Zeiten und den zurückliegenden Wonnen der Liebe träumten.

Gerd Skropke und der neu ins Ensemble aufgenommene Holger Günzl spielten diese Rollen so stilecht, als hätten sie bereits ein mehrmonatiges Probe-Abo im Altenheim absolviert. Als treibende Kraft bei der Planung ihres anstehenden Vergnügens stellt sich schnell Opa Schaaf heraus, der seinen zweifelnden Mitbewohner schnell überzeugt: „Auch in einer alten Kirche wird noch eine Messe gelesen.” Die Versorgung der schrulligen Großväter wird in dem Schwank von der resoluten Schwester Monika (Petra Kahl) übernommen, die zwischendurch ebenso viel Applaus erhielt wie die türkische Putzfrau Eische (Lioba Wynands-Görke).

Michael Kahl spielte den Pfleger des Altenheims und präsentierte sich in dieser Rolle, als phantasiereicher Versorger für das letzte große Liebesabenteuer.

Im Hinblick auf die anstehenden Ereignisse liefen die beiden Opas dann im zweiten Akt voller Vorfreude zur Hochform auf, wobei sie allerdings nicht wussten, dass Pfleger Helmut ihnen kurz vor dem Damenbesuch Schlaftabletten anstatt Viagra gereicht hatte. Glänzend auch der Kurzauftritt von Astrid Baltus und Christel Mießen, die als Oma Schmitt und Oma Krawuttke mit einer Flasche Eierlikör bewaffnet für Turbulenzen sorgten. Zur fachgerechten Bühnenausstattung gehörte übrigens das ausgediente Schlafzimmer von Klaus Thönnessen.

Weitere Vorstellungen des turbulenten Zweiakters finden am 16. Und 17. Juni statt.
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