Ein Busfahrticket für alle Jugendlichen

Von: hes
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Monschau. Der Grundgedanke könnte sozialer nicht sein: 780 Schüler bezahlen ein paar Euro mehr für ihre Busfahrkarte, damit 120 Jugendliche, die bislang außen vor waren, überhaupt ein Ticket zu einem erschwinglichen Preis erwerben können.

Und so beschloss der Schulausschuss der Stadt Monschau nun die Einführung des „School- & Fun-Tickets”. Dieses können die bisher nicht anspruchsberechtigten Schüler schon ab 1. Januar zum Preis von 21 Euro kaufen; für die bislang anspruchsberechtigten Jugendlichen der Sekundarstufen I und II tritt es am 1. August an die Stelle des „School-Plus-Tickets”.

Als das Land zum Schuljahr 2006/2007 die Mittel für die Schülerbeförderung drastisch kürzte, führte die Stadt das „School-Plus-Ticket” ein, für das Familien zwar einen Eigenanteil von monatlich derzeit 7,25 Euro (für das erste Kind) bzw. 5,20 Euro (zweites Kind) zahlen müssen, das dafür aber auch frei Busfahrt nach der Schule und auch am Wochenende und in den Ferien gewährt.

780 haben ein Ticket

Von derzeit rund 1600 Schülern, die die weiterführenden Monschauer Schulen besuchen, kommen mehr als 900 aus Monschau; davon haben rund 780 ein „School-Plus-Ticket”, wie die Verwaltung im Schulausschuss berichtete und ergänzend feststellte: „Das ÈSchool-Plus-TicketÇ ist sehr positiv aufgenommen worden, und der Eigenanteil wird als angemessen bewertet.”

120 Schülerinnen und Schüler aber schauten bei dieser Regelung bisher „in die Röhre”, nämlich alle, die im Umkreis von 3,5 Kilometern (Sekundarstufe I) bzw. 5 Kilometern (Sekundrastufe II) ihrer Schule wohnten. Diese Jugendlichen haben keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschuss zum „School-Plus-Ticket” und mussten bisher rund 50 Euro im Monat hinblättern, um ähnliche Mobilität zu haben wie ihre Mitschüler.

Ab dem dritten Kind frei

„Dies hat immer wieder Anlass zu - auch in unseren Augen berechtigten - Beschwerden und Kritik gegeben”, so Bürgermeisterin Margareta Ritter. Deshalb habe man mit dem Aachener Verkehrs-Verbund vereinbart, das im übrigen AVV-Gebiet bereits sehr erfolgreiche „School- & Fun-Ticket” auch auf die Monschauer Schüler zu übertragen. Dieses Ticket kostet für das erste Kind 12 Euro im Monat, für das zweite Kind 6 Euro und ist ab dem dritten Kind frei.

Für knapp 800 Schülerinnen werde es zwar etwas teurer, doch sei dies „der richtige Weg”, meinten Brigitte Olschewski (SPD) und Bernd Händler (Grüne). Auch Micha Kreitz (CDU) begrüßte die Regelung, regte aber „in einem zweiten Schritt die noch gerechtere Lösung” an, nämlich „alle gleichzustellen und den gleichen Tarif für alle zu ermöglichen”.

Zunächst aber wartet man nun die Resonanz bei jenen Schülern ab, die bislang weitaus mehr für ihre Mobilität in der Freizeit zahlen mussten.
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