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Eifelwinter: Lastwagen bleiben reihenweise stecken

Von: ag
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Am Kreisverkehr am neuen Bushof in Imgenbroich hatte sich dieser Lkw festgefahren. Dadurch wurde der Verkehr an dieser Stelle mehr als zwei Stunden lang beeinträchtigt. Foto: A. Gabbert
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Verkehrsbehinderungen gab es auch am Kreisverkehr am Bushof in Simmerath. Hier stand ein Bus quer. Foto: psm

Nordeifel. Die winterlichen Verhältnisse haben auch am Freitagmorgen für Rutschpartien, Verkehrsbehinderungen und einige kleinere Unfälle gesorgt, bei denen aber nach Angaben der Polizei niemand verletzt wurde. Für die Abschleppunternehmen war es ein arbeitsreicher Tag in der Eifel. In der Nacht waren rund 15 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Gegen zwei Uhr hatte der Schneefall eingesetzt. Gegen sechs Uhr wurden der Polizei mehrere querstehende Lastwagen auf der Landesstraße 166 zwischen Rurberg und Kesternich gemeldet. Ein weiterer querstehender Lastwagen auf der Bundesstraße 266 zwischen Einruhr und Kesternich wurde um 6.15 Uhr gemeldet.

Zu Verkehrsbehinderungen kam es auch im Kreisverkehr am Bushof in Simmerath. Dort war ein Gelenkbus weggerutscht und musste von einem Abschleppunternehmen wieder auf die Fahrbahn gebracht werden.

Ab etwa 7.15 Uhr beeinträchtigte am Kreisverkehr am neuen Bushof in Imgenbroich ein Lastwagen mehrere Stunden den Verkehr. Die Polizei war vor Ort, um den Verkehr zu regeln, bis der Lastwagen von einem Abschleppunternehmen befreit wurde.

In Roetgen hatte ein Lastwagen im Neubaugebiet Greppstraße III die Kurve nicht bekommen und musste ebenfalls von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Zwischen Strauch und Schmidt hing ein Transporter in einer Schneewehe fest. Auch hier war ein Abschleppunternehmen im Einsatz.

Vergnüglichere Rutschpartien erlebten die Kinder auf den Rodelhängen in der Region. Schon am Donnerstag reichte der Schnee im Wintersportzentrum in Rohren knapp zum Rodeln. Auch am Freitag waren die Kinder dort mit ihren Schlitten unterwegs. „Zum Skifahren ist aber noch zu wenig Schnee auf dem Übungshang“, sagt Betreiber Manfred Stein. Sollte noch etwas Schnee dazu kommen, will Stein am Samstag den kleinen Lift in Betrieb nehmen.

Der große Lift wird in diesem Winter überhaupt nicht zum Einsatz kommen. Er wurde gar nicht vom Sommer- auf den Winterbetrieb umgerüstet. In den vergangenen vier Jahren sei lediglich in zwei Wintern insgesamt vier bis fünf Tage in Betrieb gewesen. „Das rechnet sich nicht. Man kann damit zwar etwas Umsatz machen, aber wenn man die Arbeitsstunden für den Umbau einrechnet, zahlt man am Ende drauf“, sagt Stein. Hinzu komme, dass die Stadt Monschau die Fremdenverkehrsabgabe für die Skilifte circa um das Zwölffache angehoben habe. „Das ist nicht gerade förderlich. Das hätte man auch anders lösen können“, sagt Stein.

Zunächst war auch mehr Schnee für die Nordeifel angekündigt, der ging aber 50 Kilometer weiter westlich nieder. „Wie lange der Winter noch in der Eifel bleibt, ist momentan nicht absehbar“, sagt unser Wetterexperte Andy Holz aus Vossenack.

Seiner Einschätzung nach erwartet uns von Sonntag auf Montag eine starke Abkühlung. „Die Temperatur kann dann auf -10 bis -15 Grad runtergehen. Vielleicht bleibt uns der Winter so noch etwas erhalten“, sagt Holz. Die Wettermodelle sehen aber noch eine andere Möglichkeit. „Der ehemalige Tropensturm Alex über dem Ost-Atlantik könnte auch Einfluss auf uns haben, dann wird es hier schnell wieder sehr mild und der Winter wäre erstmal wieder Geschichte“, erklärt der Wetterexperte.

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