Roetgen - Eifelverein: Vandalismus im Struffelt bleibt ein Thema

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Eifelverein: Vandalismus im Struffelt bleibt ein Thema

Von: heg
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Geschäftsführer Herbert Steffens (l.) und der Vorsitzende Rolf Vogel, die jetzt beide nach über 50 Jahren aus dem Vorstand des Roetgener Eifelvereins ausgeschieden sind, hatten sich mit ihren Vorstandskollegen jahrelang für den „Genagelten Stein“ eingesetzt, ihnen galt bei der Einweihung des Kulturdenkmals im vergangenen Jahr der Dank der Gemeinde durch Bürgermeister Manfred Eis (r.). Foto: Helga Giesen

Roetgen. Auf der Mitgliederversammlung der Roetgener Eifelvereins-Ortsgruppe standen kürzlich neben den Neuwahlen des Vorstandes, die nach fast 40 Jahren eine Wachablösung an der Spitze brachten, auch die Berichte der Fachwarte auf der Tagesordnung. Die vielfältigen Aktivitäten zeigten, dass der neue Vorsitzende Hubert Baumsteiger einen gesunden Verein übernehmen kann.

„Die Bemühungen des Vorstandes und der Wanderführer um attraktive Wanderungen und Veranstaltungen tragen Früchte“, freute sich Rolf Vogel im letzten Bericht seiner 38-jährigen Amtszeit als Vorsitzender.

Die Ortsgruppe zählte zum Jahresbeginn 148 erwachsene und 55 jugendliche Mitglieder. Die Beteiligung an besonderen Veranstaltungen wie zwei Tagesfahrten und einer Wanderwoche, einem Grillfest mit Filmvorführung und der Adventsfeier mit Ehrung der Meistwanderer sei erfreulich gestiegen.

Zu den besonderen Ereignissen des vergangenen Jahres zählte vor allem die nach langen Querelen und Vorarbeiten endlich erfolgte Einweihung des Kulturdenkmals „Genagelter Stein“. Der am Grölisbach gelegene Vennwacken, der mit drei eingeschlagenen Nägeln die Grenze zwischen dem Herzogtum Limburg, der Abtei Kornelimünster und dem Herzogtum Jülich markierte, war lange in Vergessenheit geraten. Er wurde restauriert und zugänglich gemacht.

Neben der Veranstaltung des Kulturwandertages für die Bezirksgruppe Monschauer Land wurden von Wanderführern der Ortsgruppe auch Touren für eine Wandergruppe aus dem Schwarzwald geführt.

Das positive Fazit des Vorsitzenden konnte Wanderwartin Helga Giesen bestätigen. Auch wenn die Zahlen aus dem Rekordjahr 2012 nicht ganz erreicht wurden, was wohl auch an den teilweise miserablen Wetterbedingungen gelegen hat, war die Teilnahme an den 26 Kurz-, Tages- und Radwanderungen am Sonntag sowie den zwölf Seniorenwanderungen am Mittwoch im vergangenen Jahr mit 843 Wanderfreunden sehr erfreulich.

Sieben Wanderer erfüllten die Bedingungen für das Deutsche Wanderabzeichen, indem sie mehr als 200 Kilometer zurücklegten. Die Beteiligung an den bisherigen Wanderungen sei schon jetzt „rekordverdächtig“, konnte die Wanderwartin einen sehr erfolgreichen Start in das neue Wanderjahr registrieren.

Dank der Unterstützung des jetzt neu gewählten Medienwartes Dietmar Bothe konnte schon im vergangenen Jahr die Internetseite der Ortsgruppe aktueller und attraktiver gestaltet werden, berichtete Helga Giesen weiter. Auf www.eifelverein-roetgen.de steht jetzt unter anderem der Wanderplan als Download zur Verfügung.

Wegewart Hubert Baumsteiger berichtete, dass im Bereich der örtlichen A-Wanderwege zahlreiche Bäume gefällt wurden und damit auch die Wegemarkierungen verschwunden sind.

Ein leidiges Thema vor allem im Bereich der Struffelt-Route bleibe der Vandalismus. Bei der Gemeinde wurde erneut eine Instandsetzung des Eifelsteigs im Bereich der „Segeln“ angemahnt. Kulturwart Bruno Klinkenberg konnte mitteilen, dass an einem unweit des Genagelten Steins gelegenen Grenzstein aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der die Inschrift „Beirbvm“ (Birnbaum) sowie das Korneliushorn trägt, eine Infotafel aufgestellt wurde. Da der namengebende Baum verschwunden ist, wurde eine neue Wildbirne gesetzt.

Naturschutzwart Rolf Berger informierte ausführlich über Wildkatzen, die in Deutschland in der Eifel und im Hunsrück mit jeweils geschätzten 500 bis 1000 Exemplaren das Hauptverbreitungsgebiet haben. Er berichtete über Forschungsarbeiten des BUND in Zusammenarbeit mit den biologischen Stationen und bat die Wanderfreunde um Unterstützung der Projekte „Rettungsnetz Wildkatze“ und „Wildkatzensprung“.

Die Aktivitäten der Jugendgruppe stellten Jugendwart Hartmut Giesen und Petra Knittel vor. Die Deutsch-französisch Begegnung mit der Partnergruppe aus Laval in Südfrankreich und das traditionelle Zeltlager bei Prüm waren auch im vergangenen Jahr mit je ca. 50 Teilnehmern ausgebucht. Im Rahmen wöchentlicher Gruppenstunden erarbeitete die Theaterpädagogin Petra Knittel bereits zum sechsten Mal ein Projekt mit den Jugendlichen. Das Straßentheater „Chairs“ fand große Resonanz, unter anderem erhielten die Mädchen auch eine Einladung zum Monschauer Wirtschaftstag.

Als nächstes Schwerpunktprojekt sollen mit der neuen Familienwartin Jenny Kreiten Angebote für Familien mit jüngeren Kindern gemacht werden, um Nachwuchs „von unten herauf“ über die Jugendgruppe bis zur Ortsgruppe heranzuziehen.

Über die solide finanzielle Lage der Ortsgruppe gab Kassenwartin Doris Berger Auskunft, die Kassenprüfer Achim Gebler und Hans-Peter Breiten zollten ihr großes Lob für ihre vorzügliche Arbeit und somit stand der einstimmigen Entlastung und den anschließenden Neuwahlen nichts im Wege.

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