Eicherscheid - Eifelverein: Schilder, Wege und Traditionspflege

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Eifelverein: Schilder, Wege und Traditionspflege

Von: M. S.
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„Never change a winning team!“: Eingedenk dieser probaten Sportlerweisheit wählte Eicherscheids Eifelvereins-Ortsgruppe ihren bisher bewährten Vorstand für weitere zwei Jahre. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Bewährte Nordeifeler Wander– und Naturfreunde gehen über Grenzen: In der für neue Interessenten stets offenen Eicherscheider Eifelvereins–Ortsgruppe sind derzeit auch Freunde aus Simmerath, Steckenborn und Paustenbach inmitten der insgesamt rund 100 Mitglieder erfrischend aktiv.

Im Eicherscheider Pfarrheim begrüßte Vorsitzender Herbert Franzen zur Hauptversammlung Freitagabend 20 von ihnen. Geschäftsführer Manfred Schreiber hielt einen bemerkenswerten Rückblick auf das an kulturell interessanten Erkundungen, Exkursionen und sportlichen Höhepunkten reiche Vereinsjahr 2013. Er rief vereint absolvierte 21 Tages– und Halbtageswanderungen ins Gedächtnis seiner Zuhörer, hinzu kamen Ausflüge im Bikersattel und Mehrtagestouren. Fast 300 Teilnehmer, so Schreibers Bilanz, nahmen eine Strecke von rund 260 Kilometern unter die Schuhsohlen. Überdies wurden mehr als tausend Kilometer auf Pneus bewältigt.

20 erneuerte Wegekreuze

„Vereinshandwerker“ Gustav Schröder legte auf Vorstandswunsch eine Liste der von ihm in und rund um sein Heimatdorf restaurierten oder komplett erneuerten 20 Wegekreuze vor. Überdies bessert der emsige Tüftler Schröder Flurnamenschilder, Wegweiser und Sitzgruppen an Wanderer–Rastplätzen ständig aus.

Die Gemeinde Simmerath, registrierte der Geschäftsführer mit Dank, „unterstützte unseren Einsatz mit einem Anerkennungshonorar“. In Partnerschaft mit den Freunden des Alsdorfer Eifelvereins wurde die Sitzgruppe am „Alsdorfer Kreuz“, Mahnmal an eine schlimme Katastrophe im „Aachener Revier“, vorbildlich unter Ägide von Schreinermeister Reiner Offermann instand gesetzt. Simmeraths Bürgermeister Karl–Heinz Hermanns erbat eine Auflistung der von Ortsgruppen–Angehörigen im Berichtsjahr ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden; es waren total 253.

Die Versammelten gedachten in wertschätzender Erinnerung ihrer unlängst verstorbenen Mitglieder Marlies Strick und Robert Offermann.

Mit einem Hinweis auf die schier magische Anziehungskraft des Eicherscheider Bauernmuseums von Josef und Anneliese Arnolds schloss Schreiber seine Ausführungen. Die Dauerausstellung in der alten Scheune zum Leben Nordeifeler Vorfahren lockte demnach im vergangenen Jahr mehr als 800 Besucher an. Zusätzlich, folgerte Schreiber, „wurden über 200 Nutzer unserer Eicherscheider Wanderwege spontan zur Besichtigung historischer Zeitzeugen Eifeler Lebens und Schaffens bei Jupp und Anni ermuntert“.

Wegewart Alfred Corda beschrieb zehn in 2013 vollendete, gemeinnützige Projekte, darunter die vor wenigen Tagen von zehnköpfiger Arbeitskolonne durchgeführte Reinigung des 25 Kilometer langen Wanderwegenetzes rund um Eicherscheid. Weitere erfolgreich gemeisterte Aufgaben: Seit Jahren realisierte Erstellung von mehr als 60 Hinweisschildern mit alten Flurnamen, Restaurierung hundertjähriger Naturdenkmäler wie Viehtränken, Sanierung von Stegen und Brücken über Eifelbäche, Anlage, Wartung und Erhalt des gemeindeeigenen Dorfrundganges, nicht zuletzt die akribische Sicherung des Zuganges zum touristischen Anziehungspunkt „Weisses Kreuz“. Ab sofort, kündigte Corda an, „haben wir vom Dürener Hauptverein den Auftrag, den Hauptwanderweg von Grünental nach Dedenborn in bestem Zustand zu erhalten“.

Einen Höhepunkt zur Hauptversammlung bildet stets die Ehrung der Vielfachwanderer und -radler. Regina Reder nahm an 19 organisierten Ausflügen und Reisen teil, sie absolvierte dabei 226 Fußkilometer und 43 auf dem Velo. Zweite und Dritte: Herbert und Anita Franzen mit gleicher Anzahl Einsätze, gefolgt von Reiner und Ulla Offermann, Maria Miller, Hildegard Mohren, Christel Hermanns, Edith Braun und Ingrid Boshof.

Während Ortsvorsteher Günter Scheidt den 15 eingesetzten Wanderführern mit einem, guten Tropfen Rebensaft deren oft jahrelanges Engagement pro Eifelverein anerkannte, blätterte Vorsitzender Franzen in seiner „ewigen“ Statistik. Sie weist insgesamt 3126 marschierte Kilometer aus, ein Hit im Angebot diesmal die Moseltour (30 Mitfahrer). Weitere Teilnehmermagnete: Adventswanderung und „Abendstimmung“.

Kassiererin Anita Franzen meldete einen erklecklichen Finanzüberschuss. Das Revisorenduo Christel Hermanns und Hildegard Mohren attestierten der Schatzmeisterin „absolut korrekte Buchungen“. Edith Braun wurde neu ins Prüfergespann berufen.

Unter Leitung Günter Scheidts ging es an Vorstandswahlen. Er bekundete einleitend „an dieser kleinen, feinen Truppe meinen Spaß“ zu haben. Eicherscheid brauche Ehrenamtler wie im Eifelverein, dessen permanent unterbreitetes gutes Freizeit– und Aktionsangebot komme der Region zugute.

Herbert Franzen wiedergewählt

Die Wahlen ergaben ein exakt personelles Spiegelbild des Vorjahres. Herbert Franzen bleibt an der Spitze und fungiert zusätzlich als Wanderwart, vertreten von Vizevorsitzender Vroni Scheidt. Sie ist zugleich für das Ressort Kultur zuständig. Seit 33 Jahren amtiert Geschäftsführer Manfred Schreiber; „Mr. Eifelverein“ wurde ebenfalls im Amt bestätigt. Einstimmig wiedergewählt auch Schatzmeisterin Anita Franzen. Alfred Corda trägt in Personalunion gleich dreifach Verantwortung, und zwar als Wege-, Jugend– und Naturschutzwart. Sein Vertreter und zweiter Beisitzer heißt Manfred Scheidt.

Zum Abschluss des offiziellen Versammlungsteils ging der Blick nach vorn auf zwei Veranstaltungen: Am 1. Juni geht es „kreuz und quer durch Köln“, und am 12. September ist Start zur mehrtägigen Radwanderung über den „Kraut– und Rübenweg“ in der dann herbstlich bunten Pfalz.

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