Eifelverein Roetgen zu Besuch in den „Gerolsteiner Dolomiten“

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Während des Wanderwochenendes in Gerolstein statteten die Mitglieder des Roetgener Eifelvereins auch der römischen Villenanlage in Duppach einen Besuch ab. Hier wurde unter anderem in einem Gräberfeld die vollständig erhaltene Skulptur eines Greifenkopfs gefunden. Foto: Klaus Heidtmann

Roetgen. Gleich zwei besondere Veranstaltungen standen im September für die Mitglieder der Eifelvereins-Ortsgruppe Roetgen auf dem Programm. Zunächst ging es zum Wanderwochenende nach Gerolstein.

Ziel der 25 Teilnehmer unter der Leitung von Hubert und Elfriede Baumsteiger war der kleine, beschauliche Ortsteil Michelbach. Im Mittelpunkt des dreitägigen Programms stand eine Wanderung auf dem Felsenpfad in den „Gerolsteiner Dolomiten“. Vor dem Start war aber in Gerolstein noch ein faszinierendes Kleinod zu besichtigen. Als 100. und letzte vom Berliner-Kirchbau-Verein finanzierte Kirche wurde die evangelische Erlöserkirche in den Jahren 1911 – 1913 erbaut und von Kaiser Wilhelm II. persönlich eingeweiht.

Ungewöhnlich prachtvoll ist die Innenausstattung mit Millionen von vergoldeten Mosaiksteinen. Bei der Wanderung über das Kalksteinplateau waren am Wegesrand die keltisch-römische Tempelanlage Juddekirchhof und die imposanten Überreste der Kasselburg zu besichtigen. Ein Zeugnis des Vulkanismus war unter anderem das Trockenmaar Papenkaule. In der Buchenlochhöhle fanden schon Steinzeitmenschen Zuflucht. Zum Abschluss konnte noch einmal ein beeindruckender Panoramablick von der Munterley über Gerolstein und das Kylltal genossen werden.

Auf der Rückfahrt wurde noch ein Stopp an der römischen Villenanlage in Duppach eingelegt. Eine Führung durch den Ort Steffeln und den Vulkangarten endete, nachdem die Wanderer bisher durch schönstes Spätsommerwetter verwöhnt worden waren, in einem heftigen Gewitterschauer.

Schon zwei Wochen später stand mit der jährlichen Städtefahrt ein weiterer Höhepunkt an. Mit der belgischen Bahn ging es von Eupen nach Namur. Die Geschichte der Bischofs- und Universitätsstadt am Zusammenfluss von Maas und Sambre lässt sich bis in vorkeltische Zeit zurückverfolgen. Im Zentrum fanden gerade die Feierlichkeiten der Wallonischen Region statt, die jedes Jahr mit viel Folklore an die Beteiligung der Wallonen an der belgischen Revolution 1830 erinnern, so dass neben den baulichen Sehenswürdigkeiten, die Kulturwartin Diana Hofmann den 30 Wanderfreunden auf einem Rundgang vorstellte, auch ein buntes, regionaltypisches Jahrmarkttreiben mit viel Livemusik auf die Besucher wartete.

Zum Abschluss wurde ein Aufstieg auf die Zitadelle mit einem guten Rundumblick auf die Stadt und die Flusstäler belohnt.

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