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Eifelsteig-Sanierung ein „Schildbürgerstreich“

Von: Günther Sander
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Lückenhaft: Brückenbürgersteig endet abrupt. Weiter geht es über einen Grasstreifen oder über die Straße. Foto: Günther Sander

Roetgen. Der Eifelsteig ist mit Sicherheit eine tolle Sache, was man von der Sanierung nicht unbedingt behaupten kann. Das kam in der Sitzung des Gemeinderats in der Fragestunde für Einwohner zum Ausdruck.

Für den verhinderten Bernd Kubiak brachte Günther Severain (parteilos) dessen Beschwerden zur Sprache. Über die lange schon fällige Instandsetzung des Eifelsteigs auf der Strecke zwischen unterem und oberem „Segel“, könnten sich Wanderer und Roetgener Spaziergänger freuen. „Allerdings ist der Freude eine ungläubige Ernüchterung gefolgt mit völligem Unverständnis über die Ausführung, das grenzt an einen realen Schildbürgerstreich“, moniert Bernd Kubiak scharf.

Tonnenweise seien Steine, Schotter und Kies bewegt worden, Wege geplättet, um dann – aus absolut unverständlichen Gründen – die morastigen und unpassierbarsten Teilstücke auszulassen. Davon sind jeweils zwei Passagen zwischen unterem und mittleren „Segel“ und zwischen mittlerem und oberem „Segel“ betroffen.

Kubiak stellt fest: „Bei dieser Ausführung hätte man sich den gesamten Aufwand und die Kosten sparen können.“ Fakt sei: Man habe sogar zum Schluss jede Menge Steine und Kies wieder abtransportiert.

Fußgänger auf dem Grasstreifen

Jeder Eifelsteigwanderer, der in den Herbstferien den Weg nutzen möchte, werde am Ende aufs Höchste „erfreut“ sein, sah Kubiak voraus. Er fügt hinzu: „Keine Frage, die Brücke in der Schwerzfelderstraße hatte es dringend nötig.“ Dass ein Brückenbürgersteig gebaut wurde, findet Kubiak sehr gut.

Dass dieser aber danach in der unübersichtlichen gefährlichen Kurve nicht ein paar Meter weiter geführt wurde, um an den vorhandenen schmalen Bürgersteig anzuschließen, sei geradezu „fahrlässig“. Nach einem kurzen Stück sei Schluss, Fußgänger landen auf einen Grasstreifen.

Auch dass dort jeden Morgen Kinder im Dunkeln die Straße heruntergehen müssen, daran bei der Planung und Vergabe der Arbeiten mit Sicherheit niemand gedacht, vermutet Kubiak und ergänzt abschießend: „Das einzig Gute an dieser Situation ist: Sie könnte blitzschnell nachgebessert und nachgeholt werden.“

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