Eifeler Wetter-Rückblick: Herbststart besser als der Sommer

Von: kjl
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An vielen schönen Sonnentagen
An vielen schönen Sonnentagen döste auch das Rotwild im Tierpark Hellenthal in der Sonne und ruhte sich aus für die aufregende Brunftzeit, die man auch im Wildfreigehege derzeit beobachten kann. Foto: H. Schepp

Nordeifel. Die spätsommerliche Tendenz des letzten Sommermonats August setzte sich auch im September fort. Die Witterung war insgesamt sehr freundlich, und es blieb in den Niederungen des Aachener und Dürener Landes extrem trocken.

Mit rund 12,7 Grad Mitteltemperatur in Simmerath (Kalterherberg 10,7 Grad) blieb der Monat rund um Monschau fast normal. Bis zum 10. September zeigte sich der Spätsommer noch einmal von der besten Seite, und mit 25 bis 29 Grad kam man am 9. September ganz schön ins Schwitzen. Schon recht bald danach sanken die Temperaturen auf typische Septemberwerte. Nachtfröste gab es aber nur in den höheren Tallagen.

Am 30. September erreichte die Wetterstation Kalterherberg den ersten Luftfrost der Herbstmonate im Kreis Aachen: -0,9 Grad (am Boden -4,6 Grad). Auch in Höfen sanken die Frühwerte in zwei Meter Höhe bis auf -0,6 Grad.

Leicht überdurchschnittlich waren die Sonnenstundensummen im Kreisgebiet, vor allem in den Höhengebieten. Mit einem Plus von fünf bis zehn Prozent konnten die Zuckerrüben noch einmal an Süße zulegen, und die Sonnenkollektoren sammelten fleißig Strom. Hier die Stationen und ihre Messungen: Alsdorf-Warden 190 Stunden, Schöneseiffen 185, Kalterherberg 173 und Aachen-Orsbeck 159 Stunden.

Tiefdruckgebiete hatten nur kurz eine Chance, bis in unsere Region vorzudringen. Der Herbststurm „Karin” erreichte am 24. als Einziger die Sturmstärke 8 in allen Höhenlagen. Im Monschauer Höhengebiet wurden mit 85 km/h sogar die heftigsten Windböen in NRW beobachtet.

Sehr beeindruckend waren die riesigen Staubwolken bei der Kartoffelernte oder der Feldbestellung im Aachener Bördenraum. Zwischen Düren und Aachen wurden die geringsten Regenmengen deutschlandweit notiert (25 bis 30 Prozent des Normalwertes 1981 bis 2010). Folgende Monatssummen zeigen den Anstieg der Regensummen in Richtung Nordeifel: Aachen 28 l, Eschweiler 29 l, Mützenich 32 l, Rurberg 33 l, Windpark Schöneseiffen 36 l, Perlenbachtalsperre 39 l, Simmerath-Strauch und Kalterherberg 40 l, Roetgen 41 l und in Höfen 45 Liter pro Quadratmeter.

Nach einem warmen Oktoberstart sanken die Höchstwerte am ersten Oktoberwochenende auf herbstliche 8 bis 13 Grad und der typische Herbststurm trieb die Windräder bis auf 70 km/h.

Winter steht vor der Tür

Nach einer erneuten kurzen Wärmephase steht nun am letzten Oktoberwochenende schon der Winter vor den Hocheifeltüren. Mögliche Schneefälle und Fröste erfordern jetzt unbedingt das Aufziehen der Winterreifen.
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