Eifeler Wetter-Rückblick: Gefühltes Maiwetter im April

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Der April 2014 ging in die Eifelwetterbilanz als überwiegend freundlicher, warmer und niederschlagsarmer Frühlingsmonat ein. Wie hier am Weißen Sonntag (27.) in Imgenbroich (fotografiert von der Feuerwehr-Drehleiter aus in Richtung Himo und Konzen) dominierten Schönwetterwolken. In der Bildmitte ist in der Ferne die Konzener Pfarrkirche zu erkennen, links die Baustelle zum neuen Kreisverkehr/Bushof. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Was ist nur los mit den Aprilmonaten? In den letzten sieben Jahren wurden die vier wärmsten Temperaturmittel der letzten 150 Jahre gemessen.

Der gerade zu Ende gegangene April lag mit einer Durchschnittstemperatur von 10,7 Grad in Strauch auf Platz drei. Die Abweichung gegenüber dem Normalmittel betrug dort +4,4 Grad! Noch etwas wärmer waren nur die Aprilmonate der Jahre 2007 und 2011.

Die Tendenz der letzten Monate setzte sich auch im April fort, nämlich viel zu trocken und außergewöhnlich warm. Südwind brachte zum Monatsbeginn und im letzten Monatsdrittel frühsommerliche Temperaturen und sogar Saharastaub in die Nordeifel und das Aachener Land. Hier einige Spitzenwerte vom 25. des Monats: Kalterherberg 21 Grad, Roetgen 21,9 Grad, Höfen 23,4 Grad und Eschweiler 23,5 Grad. Etwas kühler war der April nur zur Monatsmitte (13. bis 18. April).

Die einzigen Frostwerte in allen Höhenlagen wurden am 16. und 17. (örtlich auch am 12. noch) in den Frühstunden registriert. Nur das Rurtal bei Kalterherberg konnte vier Frostnächte aufweisen. Die niedrigsten Werte meldeten Elsenborn (-4,0 Grad) und Kalterherberg (-3,4 Grad); am Erdboden erreichten die Stationen im Rurtal -7 Grad.

Obwohl die Natur ihrer Zeit gut drei Wochen voraus war, gab es zur Monatsmitte nur wenige Frostschäden. Wie stark die Apfelbäume in Tallagen betroffen waren, wird sich bald zeigen.

Weiterhin zu wenig Niederschlag

Trotz der geringen Niederschläge blieb die Sonnenstundenzahl rund um Monschau und Aachen nur durchschnittlich. Die Summen blieben bei deutlich längerer Helligkeit sogar niedriger als die Märzwerte. Hier einige Vergleichszahlen: Windpark Schöneseiffen 170 Stunden, Kalterherberg 160 Stunden, Aachen 161 Stunden und Alsdorf-Warden 186 Stunden.

Die Natur erhielt vor allem in der Nordeifel und Teilen der Vulkaneifel viel zu wenig Regen. Es fielen durch den häufigen Hochdruckeinfluss gerade mal 25 Prozent der üblichen Regenmenge (Mont Rigi nur 23 Prozent bei 21 l/qm). Die meisten Wetterstationen meldeten 17-25 l/qm. Besonders wenig war es in Aachen-Orsbeck mit 13 Litern und in Mützenich und Höfen mit 18 Litern je Quadratmeter; in Roetgen dagegen fielen 36 Liter.

Trotz einiger Gewitter konnte nach Ostern das Regendefizit nicht mehr aufgefüllt werden.

Bis zum 20. Mai soll es relativ kühl und nass bleiben, frühsommerliches Wetter ist erst im letzten Monatsdrittel in den Prognosekarten zu finden.

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