Monschau - Eifeler Jecken unter einer Narrenkappe

Eifeler Jecken unter einer Narrenkappe

Von: hes
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Reichlich blaues Blut scharte sich am Freitag in der Sparkassenhalle zum Gruppenfoto zusammen. Alle acht Eifeler Karnevalsgesellschaften waren gekommen und hatten ausnahmslos ihre kleinen und großen Tollitäten mitgebracht. Unser Bild zeigt die erlesene Runde mit Vertretern der drei Kommunen und den Gastgebern der Sparkasse. Foto: H. Schepp

Monschau. Was die Politik nicht auf die Reihe bekommt, ist für die Jecken kein Problem. Und so feierten jetzt acht Karnevalsgesellschaften aus allen drei Eifelgemeinden gemeinsam beim schon traditionellen Prinzenempfang der Sparkasse in Monschau und verwandelten die Schalterhalle in einen bunten Fastelovendssaal.

Alle waren sie gekommen, die Prinzen, Prinzenpaare und Dreigestirne, die Kindertollitäten und deren Hofstaat, begleitet von Tanzgarden, Mariechen und fröhlichem Gefolge. Jede Gesellschaft durfte eine oder zwei Darbietungen zum fröhlichen Treiben beitragen, und so schufen Tanz, Gesang und die unvermeidlichen Ordensüberreichungen echte Prunksitzungsatmosphäre.

„Gute Geister” der Sparkasse ließen Freibier und andere Getränke in Strömen fließen, dazu mundeten echte „Mutzen”. In so lockerer Stimmung hatten die Simmerather Sonnenfunken keine Probleme, das Eis zu brechen und präsentierten das singende Kinderprinzenpaar und ihr quirliges Mariechen Mona.

Ihnen folgte die KG aus Roetgen, die gleichfalls mit Tanzdarbietungen vertreten war und für ihr ausdrucksstarkes Jugendmariechen Jana viel Beifall bekamen. Für die Rollesbroicher Klev Botze ging die Jugendgarde an den Start, und stolz präsentierte die KG das an diesem Nachmittag jüngste Kinderdreigestirn in der alt-ehrwürdigen Schalterhalle.

Gleich zwei Mariechen hatten die Kester Lehmschwalben mit nach Monschau gebracht, und auch Simone und Janina sammelten viele Sympathiepunkte. Ehe die Garde der Ruuscher Breybobbele es auf der Bühne krachen ließ und die KG aus Einruhr bewies, dass man auch ohne Prinz und Kindertollität gut feiern kann, spielte Sparkassen-Gebietsdirektor Manfred Jansen genau zwei Monate nach Weihnachten noch mal Christkindchen: 6000 Euro hatte der im positivsten Sinne karnevalsjecke Finanzchef in der Tasche, um den stolzen Betrag für die Brauchtumspflege in den acht Vereinen zu unterstützen.

„Hück weed et joot!” sang nach Pause und Pressefoto das Prinzenpaar vom Rursee, und Martin II. und Anke I. sorgten in der Halle noch einmal richtig für Stimmung. Für die Karnevalsfreunde Lammersdorf legte Nadine einen sauberen Tanz aufs Parkett, und der Laimischter Kinderprinz Julian sang mit seinen drei treuen Begleitern den „Stammbaum”.

Sozusagen als Heimmannschaft war den Höfener „Biebesse” der Schlusspunkt überlassen, und der hatte es noch einmal in sich: Erst fegte Kindermariechen Nora über die Bühne, dann setzten die Gardetänzerinnen „Twisters” einem kurzweiligen Nachmittag das Sahnehäubchen auf.

„Es ist vor allem deshalb eine so schöne Veranstaltung, weil wir sonst immer gleichzeitig, aber nie gemeinsam feiern können”, sprach Kiescheflitscher-Präsident Bruno Nellessen allen vertreten Gesellschaften aus der Seele und bedankte sich herzlich bei Manfred Jansen und dessen fleißiger Sparkassen-Mannschaft.
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