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Eifeler A-Ligisten bereiten sich mit Zuversicht auf die Rückrunde vor

Von: Kurt Kaiser
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Beim TV Konzen hofft Trainer Frank Thielen (r.) und Co-Trainer Patrick Drösch (2. v. l.) in der Rückrunde auf eine bessere Abschlussquote als in der Hinrunde. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Nach dem Aufstieg des FC Roetgen ist der TV Konzen in dieser Spielzeit in der Aachener Kreisliga A als einziger Nordeifelvertreter übriggeblieben. Sicherlich denkt man bei den Schwarz-Gelben gerne an die erfolgreichen Zeiten in den 1990er Jahren in der Bezirksliga zurück.

In die dritte Liga auf Verbandsebene möchte der TV auch wieder zurück, allerdings wird er dabei seiner Linie treu bleiben und in erster Linie auf eigene Kräfte setzen. Größere monetäre Ausgaben, um Spieler aus höheren Ligen zu verpflichten, wird es beim TV nicht geben. „Ich finde den Weg, den wir hier in Konzen gehen, richtig, alles andere ist meistens nicht von langer Dauer“, sagt Trainer Frank Thielen und identifiziert sich damit ganz mit der Vereinsphilosophie.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Trainer zwar zufrieden, obwohl er weiß, dass bei konsequenterem Torabschluss mehr möglich war als der aktuelle sechste Tabellenplatz. „Wir haben zu viele Torchancen liegengelassen und deshalb zu oft nur Unentschieden gespielt“, bemängelt der Coach sechs Punkteteilungen. Viermal trennten die Schwarz-Gelben sich 0:0 zweimal 1:1. „Wenn wir in den Spielen unsere Torchancen genutzt hätten, ständen wir viel besser da“, so, der Coach, der seiner Mannschaft vorrechnete, dass man mit ein paar Punkten mehr auf dem aufstiegsrelevanten zweiten Tabellenplatz stehen könnte.

Eine lange Winterpause gab es bei den Konzenern nicht, direkt nach dem Altkreispokal in der Halle in Monschau begann für die Mannschaft am 10. Januar die Vorbereitung auf den zweiten Saisonabschnitt. Drei bis vier Vorbereitungsspiele hat Frank Thielen eingeplant, diese werden aber je nach Wetterlage kurzfristig angesetzt. Personelle Veränderungen gibt es bei den Schwarz-Gelben in der Winterpause nicht. Direkt im ersten Spiel nach der Winterpause haben die Konzener bei Ligaprimus FSV Columbia Donnerberg Termin.

Immerhin waren die Nordeifeler die einzige Mannschaft, die den Tabellenführer in der Hinrunde besiegen konnte. Eine Woche später ist der Tabellenvierte SG Stolberg in Konzen zu Gast. Nach dem „Hammerauftakt“ wissen die Schwarz-Gelben, wo sie stehen. „Wenn wir die Balance finden, vorne unsere Torchancen nutzen und in der Abwehr wie bisher wenig zulassen, ist noch einiges möglich“, meint der Trainer, der mit seiner Mannschaft den zweiten Tabellenplatz noch nicht aus den Augen verloren hat.

Kreisliga A Düren

In der Dürener Kreisliga A war in der vergangenen Saison kein Verein aus der Nordeifel vertreten. Durch den Abstieg des TuS Schmidt und den Aufstieg der SG Vossenack/Hürtgen spielen in dieser Spielzeit wieder zwei Vereine aus der Region in der A-Liga. Zwei Spielzeiten quälte der TuS Schmidt sich durch die Bezirksliga und war nach der vergangenen Saison froh, dass er absteigen durfte. Dass eine riesige Herausforderung auf den neuen Trainer, Georg Bauer, warten würde, darüber war er sich bei seinem Amtsantritt im Klaren. Nach 17 absolvierten Spielen, aus denen man 19 Punkte holte, fiel die Zwischenbilanz zur Saisonhalbzeit nicht gerade euphorisch aus: „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können, aber die Hinrunde verlief leider nur durchwachsen für uns.“

Der Coach ärgerte sich, dass nach einem erfolgreichen Saisonauftakt mit zwei Siegen und einer Punkteteilung eine Saure-Gurken-Zeit folgte. Aus den nächsten sechs Spielen holte man nur noch einen Zähler. Der TuS rutschte in die ungeliebten Tabellenregionen ab, die man aus Bezirksligazeiten bestens kannte. Versöhnlich für Trainer und Fans stimmten dann noch die beiden letzten Spiele des Jahres, bei der SG Vossenack/Hürtgen und in Jülich, aus denen die Schwarz-Gelben noch vier Zähler ergattern konnten und sich damit auf Tabellenplatz elf verbesserten.

Dass es nicht immer wunschgemäß lief, führt Georg Bauer auch auf die bescheidene personelle Situation zurück. Schon nach wenigen Spieltagen zog Max Hentschel sich einen Achillessehnenriss zu und fiel aus. „Er ist ein absoluter Leistungsträger und nicht zu ersetzen“, so sein Trainer. Hentschel steht auch im zweiten Saisonabschnitt nicht zur Verfügung, dafür kann der Trainer wieder auf Marek Breuer zurückgreifen. In der Winterpause wurde der viel zu kleine Kader noch etwas aufgerüstet. Vom Aachener B-Ligisten TuS Lammersdorf wechselten Sven Ewald, für den Offensivbereich, und Aldin Gegic, der im Mittelfeld eingesetzt werden soll, zur Eichheckstraße.

Für den 27. Januar hat Georg Bauer die erste Trainingseinheit nach der Winterpause angesetzt. Ein Trainingswochenende in der Sportschule Bitburg wartet auf die Schmidter vom 3. bis 5. Februar. Neben den Trainingseinheiten stehen Testspiele gegen Blau-Weiß Aachen, Zülpich und die Zweite des FC Roetgen auf dem Vorbereitungsplan. Danach, so hofft der Coach, ist die Mannschaft gerüstet für eine zweite Saisonhälfte, die besser verlaufen soll als die erste: „Unser Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Der sollte auch möglich sein, denn in der Hinrunde haben wir gesehen, dass noch Luft nach oben ist.“

Gute erste Saisonhälfte

Beim neuen Ligakonkurrenten des TuS, der SG Vossenack/Hürtgen, machten sich nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen FC Düren 77 an den folgenden vier Spieltagen Akklimatisierungsprobleme breit. Nach drei Niederlagen und einer Punkteteilung war der Aufsteiger aber in der neuen Umgebung angekommen. „Wir hatten in der Hinrunde Verletzungspech und mussten zeitweise neun Spieler ersetzen“, sagt Trainer Nils Degenhardt, der einige Aufstellungssorgen hatte.

Die Personalnot war so groß, dass der Coach oft genug von der Trainerbank in die kurzen Hosen musste. Weniger schmeckten dem Liganeuling im weiteren Saisonverlauf die beiden lokalen Vergleiche gegen Germania Burgwart und den TuS Schmidt. Nach einer 1:2-Niederlage bei der Burgwart startete die Mannschaft eine Erfolgsserie, in der sie 14 Punkte verbuchte und sich auf Tabellenplatz acht etablierte. Vorläufig beendet wurde der Höhenflug der Rureifeler am letzten Spieltag durch eine 1:2-Derbyniederlage gegen den TuS Schmidt.

„Wir sind zwar nicht gut aus den Startlöchern gekommen und haben vier, fünf Spiele gebraucht, um uns zurecht zu finden, dann haben wir aber eine gute Rolle in der Liga gespielt“, sagt Nils Degenhardt im Rückblick auf eine gut verlaufene erste Saisonhälfte. Personelle Veränderungen wird es in der Winterpause bei der SG keine geben. „Die Signale stehen gut, dass unsere Langzeitverletzten wieder dazu kommen, dann brauchen wir keine Neuzugänge“, so Coach.

Nach zwei Hallenturnieren in Jülich und Schleiden startet die Spielgemeinschaft am 24. Januar mit der Vorbereitung auf die Rückrunde. In den Vorbereitungsspielen gegen den Landesligisten Alemannia Straß, den Bezirksligisten Sportfreunde Düren und den Aachener A-Ligisten Teutonia Weiden will Degenhardt letzte Justierungen für den zweiten Saisonabschnitt vornehmen. „Wir sind gut in der Liga angekommen. Ich hoffe, dass wir eine gute Rückrunde spielen und am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen.“

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