Monschau - Eifel und Hohes Venn im Fokus der Kunst

Eifel und Hohes Venn im Fokus der Kunst

Von: ag
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Die Eifel und das Hohe Venn im Fokus der Kunst: Nadine Streicher (Museumspädagogin IKOB), Francis Feidler (Direktor IKOP) und Dr. Nina Mika-Helfmeier (Kulturreferentin des Kreises Aachen) laden ein, einige Künstler, die von großer Bedeutung für die Region sind, wieder zu entdecken oder kennen zu lernen. Foto: Andreas Gabbert

Monschau. Mit alten Vorurteilen aufräumen und das künstlerische Potential der Eifel aufzeigen will die Ausstellung mit dem Titel „Eifel-HohesVenn-Collection”, die am Samstag um 16 Uhr im Kunst- und Kulturzentrum (KUK) in Monschau eröffnet wird.

Eine Zusammenarbeit zwischen dem KUK und dem IKOB (Museum für Zeitgenössische Kunst Eupen) soll Aufschluss über das künstlerische Schaffen geben, das von Eifel und Hohem Venn ausgeht, wobei die Ausstellung eine erste Auswertung darstellt.

Die Idee ist es, Werke von Künstlern vorzustellen, die in der Region gelebt und oder sich mit ihr auseinander gesetzt haben.

Die besondere Atmosphäre der Eifel und des Hohen Venns nutzten bzw. nutzen zahlreiche Künstler als Inspiration kreativen Schaffens, insbesondere seit der Wiederentdeckung der Region im 19. Jahrhundert.

Dazu trugen u.a. Künstler wie Andreas Achenbach, Jean-Nicolas Ponsart oder auch Fritz von Wille und später auch Alfred Holler bei: Sie befreiten die Region vom Ruf als „preußisches Sibirien”.

Lange vergessen

Zahlreiche der Künstler, die der Eifel durch romantsiche und pittoreske Auseinandersetzungen mit der Natur zu neuem Aufschwung verholfen haben, sind lange in Vergessenheit geraten. Andere Künstler wiederum, die ihre Kreativität aus der Eifelregion geschöpft haben, werden kaum oder gar nicht erst mit der Eifel in Verbindung gebracht, beispielsweise Guillaume Apollinaire, Raoul Ubac, Georges Le Brun, André Blank oder auch Wolfgang Nestler.

Im Rahmen der Ausstellung wollen Dr. Nina Mika-Helfmeier , Kulturreferentin des Kreises Aachen und der Direktor des IKOB in Eupen, Francis Feidler, die Eifel und das Hohe Venn als künstlerische Quelle der Öffentlichkeit präsentieren.

Im Kuk ist nun der erste, auf 15 Künstler begrenzte Teil der Ausstellung zu sehen, weitere Künstler sollen folgen.

Bevölkerung soll Namen nennen

Auch die Bevölkerung soll in dieses von der EU geförderte Projekt eingebunden werden: Die Menschen sind aufgerufen, Namen zu nenen, die ihnen wichtig erscheinen und so das Puzzle zu erweitern.

Zu diesem Zweck wird ein Buch ausliegen, in das man sich eintragen kannn. „Wir wollen all die kleinen Mosaiksteinchen zusammenfügen und sehen, was die Region den Künstlern und der Kunst gebracht hat”, erklären Mika-Helfmeier und Feidler.

Dazu haben sie sich schon auf Spurensuche begeben und einige interessante Aspekte zu Tage gefördert, so zum Beispiel die Geburtsurkunde der Mutter von Ludwig Mies van der Rohe, die in Monschau geboren wurde.

In einem länger angelegten Projekt, soll die historische Vergangenheit bis in die jüngere Kunstgeschichte beleuchtet werden.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Juli im KUK zu sehen und vom 2. August bis zum 20. September in Eupen im IKOP.
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