Eifel rückt näher an Aachen heran

Von: heg
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Roetgen. Mit dem nächsten Fahrplanwechsel rückt die Eifel ein Stückchen näher an Aachen heran. Bei den Busverbindungen ergibt sich eine ganze Reihe von Verbesserungen.

Über Einzelheiten der geplanten Maßnahmen berichteten jetzt im Roetgener Hauptausschuss die Vertreter der Verkehrsverbände RVE und AVV, Karlheinz Huppertz und Birgit Krücken.

Im November 2008 hatten CDU und Grüne einen von den anderen Fraktionen unterstützten Antrag gestellt, dass sich die Verwaltung um Optimierungen auf der Schnellbuslinie SB63 bemühen solle. Insbesondere waren die zu geringen Kapazitäten angesprochen worden, viele Fahrgäste mussten zu den Hauptverkehrszeiten auf der gut halbstündigen Verbindung Aachen-Roetgen mit Stehplätzen vorlieb nehmen.

Da sich aufgrund des erhöhten Verkehrs- und Fahrgastaufkommens die kalkulierten Fahrzeiten auf den Linien SB 63 und 166 als zu knapp erwiesen haben, werden diese im neuen Fahrplan an die Praxis angepasst, so dass sich die Fahrzeiten zwischen Aachen Bushof und Roetgen Post auch auf dem Papier um 3 bis 5 Minuten erhöhen. Die Umsteigemöglichkeiten zwischen den Linien SB 63, 166 und 68 bleiben erhalten.

Nicht nur die Schüler der weiterführenden Schulen in Aachen werden es begrüßen, dass künftig auf dem Streckenabschnitt Aachen-Roetgen von 12.10 bis 18.10 Uhr ein durchgehender 30-Minuten-Takt angeboten wird. In Verbindung mit der Linie 166 wird an Schultagen auch die Linie 67 ab Walheim zwischen 13.15 Uhr und 16.45 Uhr halbstündlich über Rott nach Roetgen fahren. Die Fahrten über Rotterdell und die innerörtlichen Verbindungen in Roetgen bleiben im bisherigen Umfang erhalten.

Zusätzliche Abendfahrten

Eine deutliche Verbesserung des Angebots ergibt sich in den Abendstunden. Zwar werden die Fahrten der Linie 166 Aachen-Walheim um 20.30 Uhr und 21.45 Uhr nicht mehr durchgeführt, weil hier die Linie 35 den Streckenabschnitt fast zeitgleich befährt und die gewohnten Umsteigemöglichkeiten in die Eifel bietet. Dafür werden um 20.30 Uhr und 21.30 Uhr zwei weitere Fahrten der SB 63 von Aachen nach Simmerath sowie um 22.30 Uhr nach Roetgen Süd angeboten.

Besonders gern wird man seitens der Verwaltung gehört haben, dass RVE bereit ist, die Mehrkosten zu übernehmen. Immerhin werden 50000 Fahrplankilometer mehr angeboten, zusätzlich entstehen in gleichem Umfang Leerfahrten durch eine stärkere Ausrichtung auf die jeweils mehr frequentierte Fahrtrichtung.

Natürlich hegt man dabei die Hoffnung auf mehr Fahrgäste; Zählungen vor Beginn der Umstellung sowie nach einem Jahr Betriebszeit sollen hier Aufschluss geben. Sollte sich das Konzept nicht bewähren, müsste mit den beteiligten Kommunen und dem AVV über eine Reduzierung des Angebots oder eine Kostenbeteiligung verhandelt werden, erklärte Karl-Heinz Huppertz.

Unabhängig von der Fahrplanumstellung will RVE im Laufe des Jahres fünf zusätzliche Gelenkbusse anschaffen - ein Volumen von immerhin 1,5 Millionen Euro -, um das erhöhte Fahrgastaufkommen zwischen Roetgen und Aachen zu bewältigen. „Wir werben offensiv für die Einführung von Job-Tickets - da müssen wir den Fahrgästen auch Komfort bieten”, betonte Huppertz.

Nach diesen Ausführungen konnte Bürgermeister Manfred Eis in „rundum zufriedene Gesichter” blicken. Eine so schnelle Umsetzung ihrer Vorschläge hätten sie sich nicht träumen lassen, freuten sich Michael Seidel (CDU) und Gerd Pagnia (Grüne). „Da passte vieles zusammen”, machte Huppertz deutlich, dass man sich seitens des RVE schon vorher Gedanken über neue Konzepte gemacht hatte. Nun hoffen alle, dass es sich auch rechnet.
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