Nordeifel - Eifel-Landwirte zur Protestfahrt nach Brüssel aufgerufen

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Eifel-Landwirte zur Protestfahrt nach Brüssel aufgerufen

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Nordeifel. Die Lage der Milchbauern in ganz Europa ist dramatisch. Viele hoffen, dass sich der Milchpreis spätestens 2010 erholt. Mindestens ebenso wahrscheinlich jedoch ist die Befürchtung, dass die jetzige Situation ohne aktives Eingreifen der Landwirte über mehrere Jahre andauern kann.

„Die effektivste, kostengünstigste und schnellste Verbesserung unserer Lage kann nur erreicht werden, wenn sofort europaweit eine mindestens fünfprozentige Milchmengenreduzierung erfolgt. Das wäre auch der erste wichtige Schritt hin zu einer flexiblen Mengensteuerung durch die Milcherzeuger”, heißt es dazu in einem Aufruf der Landwirte.

Man sei diesem Ziel durch die bisherigen Aktivitäten ein großes Stück näher gekommen, verweisen die Bauern darauf, dass die Milchproblematik auch während des Treffens der EU-Regierungschefs am 18./19. Juni in Brüssel beraten werden soll.

„Wir fordern deshalb alle fortschrittlichen Milchbauern in Europa auf, sich aus diesem Anlass mit ihren Traktoren auf den Weg zu machen und sich zu einem europäischen Milchbauerntreffen in Brüssel einzufinden. Dort werden wir unsere überlebensnotwendigen Forderungen an die Politik endlich gemeinsam durchsetzen”, heißt es in einem kämpferischen Aufruf an die Landwirte. Man sei fest entschlossen, „die letzten Tage vor der Ernte zu einer eindrucksvollen Demonstration unserer Stärke und Geschlossenheit zu nutzen”, heißt es weiter darin.

Auch wenn die Teilnahme an einer solchen Aktion für viele Betriebe eine große Belastung sei, könne man nur so etwas erreichen, so die Sprecher der Landwirte. „Schluss mit den Plauderrunden, wir verlangen sofort Lösungen, die uns das Überleben ermöglichen.”

Die teilnehmenden Landwirte sollen die Forderungen deutlich lesbar an den Schleppern und Anhängern anbringen und auch Solidarität der Geschäftspartner einfordern, heißt es da: „Sprecht mit Lohnunternehmern, Landmaschinenhändlern, Landhändlern und anderen Betrieben, die von uns leben. Fordert deren Unterstützung und Solidarität ein. Nutzt die vorhandenen Kontakte in andere Regionen und EU-Länder, motiviert Eure Berufskollegen.”

Ansprechpartner für die Landwirte aus dem Bereich Nordeifel sind Georg Tournay 0157/71426206, Hubert Frohn 0171/9929291 und Josef Thomas 0151/16521335.
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