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Eicherscheid: Mit Luftballons in die Champions League

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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Eicherscheid Ortsvorsteher Günter Scheidt, Ortskartellvorsitzender Winfried Löhrer und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns unterzeichneten beim Abschlusstreffen in der Tenne die Bewerbung des Bundesgolddorfes Eicherscheid am Europäischen Dorferneuerungspreis. Foto: Stollenwerk

Eicherscheid. Ob die rund 30 Luftballons, die von der Eicherscheider Tenne aus in den blauen Winterhimmel aufstiegen, ihr Ziel Wien tatsächlich erreichen, ist höchst fraglich, aber als äußeres Zeichen dafür, dass Eicherscheid nun auch in höhere Gefilde aufsteigen möchte, war die kleine Aktion aber ein durchaus passendes Signal.

Die gelben Ballons mit einem „Eifel-e” bildeten den symbolischen Abschluss eines langen und intensiven Verfahrens zur Teilnahme Eicherscheids für den Europäischen Dorferneuerungspreis. Nachdem Eicherscheid im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” im Jahr 2007 die Goldmedaille errungen hatte, fühlte man sich stark genug, um jetzt auch in der Champions League an den Start zu gehen. Ortsvorsteher Günter Scheidt und sein Team nahmen die Herausforderung gerne an: „Die Goldmedaille hat bei uns soviel Energie freigesetzt, dass wir uns fit für Europa fühlten”.

Zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens kamen die Beteiligten und einige Bürger jetzt noch einmal in der Tenne zusammen, um das 34 Seiten umfassende Bewerbungsschreiben, gemeinsamen mit einer umfangreichen Präsentation und Informationsmaterial nach Wien zu schicken.

Ortskartellvorsitzender Winfried Löhrer hat umfangreiches Bildmaterial über seinen Heimatort zusammengetragen, Karten, Pläne und Eckdaten vervollständigen das Werk. Der 8. Februar ist der letzte Abgabetermin für die Unterlagen. Eicherscheid ist das einzige Dorf aus Nordrhein-Westfalen, das am Europa-Wettbewerb teilnimnmt und dafüär volle Unterstützung vom Düsseldorfer Umweltministerium erhalten hat.

Günter Scheidt bilanzierte kurz die Arbeit der zurückliegenden beiden Jahre. 10 Mal habe sich das Planungsteam getroffen, um die Bewerbung vorzubereiten, um dem Motto des Europa-Wettbewerbs „Neue Energie für eine starkes Miteinander” auch gerecht zu werden. Dass Eicherscheid in diesem Punkt vorbildlich aufgestellt ist, unterbaute der Ortsvorsteher mit einigen Zahlen. Über 20 Photovoltaikanlagen und ebenso viele Solarenergieanlagen gibt es inzwischen im Dorf, dazu 13 Erdwärmeanlagen.

Punkten will auch Eicherscheid auch mit dem Rohstoff Holz als Heizmaterial unter dem Gedanken „Neue Energie aus alten Hecken.” Der hervorragende Zusammenhalt im Dorf, und nicht zuletzt rund 30 denkmalgeschützte Häuser sind weitere Besonderheiten, die der Europa-Jury bei ihrer Bereisung im Mai/Juni 2010 bestimmt nicht entgehen werden.


Noch typisch dörfliche Strukturen findet man in Eicherscheid, das exakt 1281 Einwohner zählt. 170 Arbeitsplätze in 95 Klein- und Kleinstbetrieben (davon 95 in Handwerk und Gewerbe und 21 in der Landwirtschaft) gibt es im Dorf selbst. Dennoch liegt die Zahl der Auspendler mit 428 deutlich höher.
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