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Ehrensteinley: Neues Kreuz von Wanderern für Wanderer

Von: V.M.
Letzte Aktualisierung:
Im Beisein von Monschaus Ortsv
Im Beisein von Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen, Initiator Erich Grefen und seiner Familie und rund 50 Wanderfreunden des Eifelvereins wurde nun das neue Kreuz auf der Ehrensteinley von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels eingesegnet. Foto: V. Monterey

Monschau. „Es gibt wohl keinen schöneren Platz”, schwärmte Ortsvorsteher Georg Kaulen, „um ein Kreuz aufzustellen”. Hoch über dem schluchtartigen Kerbtal der Rur, zwischen Dreistegen und der Fischerhütte, thront nun ein Kreuz auf der Ehrensteinley, das am vergangenen Samstag durch Pfarrer Karl-Heinz Stoffels feierlich eingesegnet wurde.

Rund 50 Wanderer des Eifelvereins, allen voran Klaus Hilgers als erster Vorsitzende der Ortsgruppe Monschau und eine Abordnung aus dem Vorstand sowie der Initiator und Wanderfreund Erich Grefen, Heribert Theissen und dem Ortsvorsteher, in Vertretung der Bürgermeisterin Margareta Ritter trafen sich nach einer knapp einstündigen Wanderung vom alten Bahnhof Monschau über den neuen Ravel-Fahrradweg bei der markanten Felsklippe in 507 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Ortsvorsteher Georg Kaulen, der sich für die „Initiative aller Beteiligten” bedankte, übernahm Heribert Theissen das Wort.

Ein großes Dankeschön ging an den Initiator und Spender Erich Grefen und an seine Frau Doris. „Die Idee kam mir während einer Urlaubsreise in Südtirol”, erläuterte der Initiator. Sein Sohn Peter Grefen habe das über drei Meter hohe Kreuz aus Stahlrohr in seiner Schlosserwerkstatt dann hergestellt.

Problematisch war allerdings der Transport und die Aufstellung des rund 90 Kilo schweren Kreuzes. „Da mussten die vier kräftigsten, stärksten Männer ran”, so Theissen. Mit einem Traktor wurde das Kreuz über die Wiesen so weit wie möglich herangebracht. Die letzten 400 Meter hieß es schleppen.

Der zwischenzeitliche Versuch, dem harten Fels mit Hammer und Meißel beizukommen, endete kläglich. Schließlich erhielt man die Erlaubnis, das betriebseigene Kernbohrgerät von Bernd Maaßen zu nutzen und so konnten Peter und Ralf Grefen ein 60 Zentimeter tiefes Loch mit einem Durchmesser von 16 Zentimetern in den Fels treiben. So konnte das Kreuz endlich aufgerichtet, mit schnell bindendem Beton befestigt und mit einem aus Reststeinen gemauerten Sockel umgeben werden.

Von „Wanderern für Wanderer” wurde das Kreuz schließlich von Pfarrer Karl-Heinz Stoffels geweiht, „auf dass es das Monschauer Land beschützen möge”.

Nach dem gemeinsamen Gebet wurde mit Sekt angestoßen und zu Franz-Josef Lauschers Ziehharmonikaspiel das „Tiroler Lied” von K. Felderer gesungen. Man bestaunte die grandiose Aussicht von dem natürlichen Felsplateau mit Schutzhütte und Bank (letztere ebenfalls gebaut und gespendet von der Familie Grefen), das auf dem vom Eifelverein im Jubiläumsjahr initiierten Jahrhundertweg und parallel zur Kloster-Route liegt.

Man blickt von oben auf das wilde, schmale Schluchttal der Rur, die ihr Quellgebiet im Wallonischen Venn in Belgien hat. Unterhalb der Ehrensteinley wird die Talsohle kleinflächig von Grünland eingenommen. Die steilen Hänge sind größtenteils mit alten Fichten bestockt, eingestreut mehrere Kahlschlagflächen, die mit Buchenmischbeständen aufgeforstet wurden, in den sonnigen Lagen zwischen den Felsen wuchern.

Im Schutzgebiet

Heide, Nordischer Streifenfarn und Besenginster sind hier heimisch, gegenüber der Ehrensteinley sind es Weiden und Ahorn. Das ganze Gebiet „Oberes Rurtal mit den Felsbildungen der Ehrensteinley” gehört zum FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) Rureifel mit Teilbereichen innerhalb des Naturraumes Hohes Venn und umfasst auch schon bestehende Schutzgebiete nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Hier am natürlichen Mittelgebirgsfluss mit wertvollen Auenlandbereichen leben neben Wasseramsel und Gebirgsstelze noch Eisvogel, Mehlschwalbe und Grasfrosch. Auch die Flussperlmuschel soll noch zu finden sein. „Ein traumhafter Blick”, bestätigte auch Pfarrer Stoffels und auch „genau das richtige Einweihungswetter”.
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