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Ehrenamtler für Senioren-Beratungsstellein Roetgen gesucht

Von: Robert Baumann
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Der vielfach in der Öffentlichkeit diskutierte „demografische Wandel” in der Gesellschaft war jetzt auch Thema bei der jüngsten Sitzung des Bildungs,- Jugend-, Sozial-, und Sportausschusses im Roetgener Rathaus.

Auf der Tagesordnung stand ein Antrag der CDU-Fraktion zur Einrichtung einer zentralen Anlauf- und Beratungsstelle für Seniorinnen und Senioren in der Gemeinde Roetgen.

„Unsere Gesellschaft wird immer älter. Wir brauchen eine Einrichtung und damit einen Fixpunkt für ältere Menschen, wo sie Beratung und Unterstützung erfahren”, unterstrich Antragsstellerin Wiltrud Strunk die Notwendigkeit einer Beratungsstelle. So gebe es bereits beispielsweise in Herzogenrath und Stolberg gute Erfahrungen mit Senioren-Anlaufstellen. Keinesfalls wolle man damit ein konkurrierendes Angebot zum Sozialamt anbieten, sondern die Verwaltung entlasten.

„Die neue Tätigkeit soll von einem Ehrenamtler geleistet werden”, betonte Strunk. Derzeit habe man aber noch niemanden im Blick, der die Arbeit von Dirk Recker vom Sozialamt unterstützen könne. „Die Seniorenarbeit wird immer wichtiger und notwendiger”, sagte der Ausschussvositzende Ronald Borning (CDU). „Allerdings muss der Ehrenamtler auch ausreichend qualifiziert sein. Dann wäre die Beratungsstelle für unsere Gemeinde ein großer Vorteil.”

Die Kritik, der Begriff Sozialamt würde viele ältere Menschen abschrecken, konnte Bürgermeister Manfred Eis nicht nachvollziehen. „Ältere Menschen haben keine Hemmschwelle auf die Mitarbeiter der Verwaltung zuzugehen. Und wir können in fast allen Fällen auch helfen.” Für eine Arbeitsentlastung der Verwaltung ist Eis aber dennoch offen. „Wenn Sie jemanden kennen, der bereit ist, sich das nötige Hintergrundwissen anzueignen, bin ich auch bereit, denjenigen anzuleiten”, versprach der Bürgermeister den Ausschussmitgliedern und hofft auf den einen oder anderen engagierten Roetgener Bürger. Zunächst wurde der Antrag der CDU auf die nächste Ausschussitzung vertagt, in der Hoffnung, dass sich bis dahin ein Ehrenamtler für eine Senioren-Beratungsstelle gefunden hat.

Kleine Hilfe für die AWO

Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit einem Antrag der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kreisverband Aachen-Land. Diese beantragte einen Zuschuss in Höhe von 150 Euro für ihre Familienberatungsstelle, die seit über 20 Jahren professionelle und kostenlose Hilfe rund um die Themen Schwangerschaft, Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung anbietet. „Die AWO leistet eine hochqualifizierte Arbeit, die eine hohe Anerkennung verdient. Dieser Zuschussantrag ist nicht diskussionswürdig, so eine Einrichtung muss man unterstützen”, betonte Ronald Borning (CDU).

Das sahen einzelne Ausschussmitglieder aber anders. „Die Arbeit der AWO ist wichtig und gut. Auch wenn der Betrag gering ist, wollen wir dem Antrag nicht folgen. Es gibt viele andere Beratungseinrichtungen, die Gelder benötigen. Die Gleichbehandlung ist nicht gegeben”, machte Ingrid Karst-Feilen (Grüne) ihren Standpunkt klar. Am Ende kam der Antrag der AWO aber durch - mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.
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