„Eat Art”: Gurken als Kunstwerk angerichtet

Von: P. St.
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Kunst zum Aufessen bildete den
Kunst zum Aufessen bildete den Projektabschluss der Klasse 4a an der Grundschule Steckenborn. Kunstpädagoging Ingrid Peinhardt-Franke (li.) und Klassenlehrerin Anke Burchhardt-Sanchez begleiteten die Kinder drei Jahre lang. Foto: P. Stollenwerk

Steckenborn. So viel junges Gemüse sieht man selten in einer Schulklasse: Wenige Tage vor dem Beginn der Sommerferien drehte sich jetzt in der Klasse 4a der Grundschule Steckenborn alles um das Thema Essen - gesundes Essen versteht sich.

Auf den Schultischen waren diesmal nicht Bücher und Hefte ausgebreitet, stattdessen durften sich Kinder an Salaten, Gurken, Radieschen und Obst erfreuen. Die reichlich gedeckten Pulte bildeten den Abschluss des Projektes „Eat Art”. Dies bedeutet nichts anders als Kunst zum Aufessen, und dafür muss man der englischen Sprache wirklich nicht mächtig sein. Aus Obst und Gemüse naturalistische Kunstwerke herzustellen, ist eigentlich eine einfache Geschichte. Orangenscheiben dienen als Mondgesicht, zwei Weintrauben bilden die Augen, ein Möhre ist für ein rote Nase wie gewachsen. Wenn die Kínder dann noch die entsprechende Anleitung erhalten, dann sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Den pädagogischen Part beim Projekt „Eat Art” hatte die Journalistin und Kulturpädagogin Ingrid Peinhardt-Franke übernommen, die mit den Schülern an der Grundschule Steckenborn schon bestens vertraut ist. Sie brachte die Kinder in den Genuss von Unterrichtstunden der besonderen Art - also nicht nur Eat Art. Drei Schuljahre lang setzte sie vor Ort das Modell „Kultur und Schule NRW” um. Mit vielen Erfahrungen, die sie im normalen Unterricht nicht gemacht haben, treten die Kinder nach den Sommerferien nun den Weg auf weiterführende Schulen an.

Bei den zum Teil sehr aufwendigen Projekten ging es in erster Linie darum, die Themen Literatur und Geschichten mit Leben zu erfüllen. Dazu gehörten auch das gemeinsame Erleben von kleinen nächtlichen Abenteuern in der Natur. „Damit kann man die Sinneswahrnehmung schräfen”, erläutert Ingrid Peinhardt-Franke.

Als Produkt entstand so zum Besipiel ein Fantasy-eBook. Die Geschichte spielt am Rursee und trägt den Titel „Das Geld im Grab,” nachzulesen ist die abenteuerliche Story auf der Internetseite des KuK Monschau.

Bei den Kindern landete die Kulturpädagogin damit einen Volltreffer. Der zehnjährige Eric ist jetzt noch begeistert: „Wir waren nachts auf dem Friedhof. Ich konnte mir alles so gut vorstellen, was im Buch passiert.” Und Dylan hat während der Produktion den „Sommer-Asi” erfunden, der selbstverständlich als Romanfigur im Buch nicht fehlen darf.

Zu richtig nachhaltiges Wirkungen hat das Buchprojekt bei Oli geführt. Er entdeckte das Schreiben und Formulieren als seine große Leidenschaft und Stärke. In den Sommerferien wird er auch deshalb an einem Nachwuchs-Schrifsteller-Kurs im Sauerland teilnehmen.

„Das Geld im Grab” wurde auch in der Mayrischen Buchhhandlung in Aachen vorgestellt und stieß auf große Resonanz.

In diesem Jahr beschäftigten sich die Schüler nun mit drei Zeitreisegeschichten von Steckenborn aus zu den Pyramiden im alten Ägypthen. „Mit Action auf der grünen Wiese” schließlich bot die Gelegenheit, spontane Prozesse in der Malerei kennenzulernen.

Den Abschluss aller Projekte, verbunden mit dem Abschied von der Grundschule und auch von Klassenlehrerin Anke Burchhardt-Sanchez, bot wie die Kunst zum Aufessen - ein schmackhafter Ausklang.
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