DSL fürs Gewerbegebiet kommt

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Die schnelle Verbindung ins World Wide Web kommt 2011: Die Gemeinde stellt einen Förderantrag für das Gewebegebiet Rollesbroich. Foto: S.M. Berners

Rollesbroich/Simmerath. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die DSL-Versorgung im Gewerbegebiet Rollesbroich zu verbessern”, betont Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde entschieden, nicht sofort tief in die eigene Tasche zu greifen, sondern auf ein mögliches Förderprogramm zu warten.

„Wir wollten nicht vorschnell eigene Mittel investieren. Finanzielle sind wir ja ohnehin eher schwach dran”, so Hermanns. Eine begründete Hoffnung, denn die Bundesregierung habe damals im Koalitionsvertrag vereinbart, dass sie den DSL-Ausbau in ländlichen Gebieten vorantreiben werde.

Rund zwei Dutzend Betriebe sind im Gewerbegebiet angesiedelt, die Bedeutung eines schnellen Internets für ihre Arbeit haben sie vielfach bekundet. Jetzt haben sich Fördertöpfe speziell für Gewerbegebiete aufgetan. Der Bund stellt den Ländern bestimmte Summen zur Verfügung. Um einen Anteil daran will sich nun auch die Gemeinde Simmerath bewerben. „Dafür müssen wir eine Marktanalyse machen.”

Zwar sei der Bedarf schon mehrmals an die Gemeinde herangetragen worden, allerdings sei eine detaillierte Erfassung der Bedürfnisse und auch der Zahlungsbereitschaft für eine Förderung Pflicht, damit Gelder nicht in weniger lohnenswerte Projekte investiert werden. Bis Weihnachten will die Verwaltung die Analyse fertiggestellt haben, um den Förderantrag noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen. Aber auch wenn aus der Förderung nichts wird.

Der Bürgermeister ist sicher, dass 2011 Bewegung in die Sache kommt. „Wenn wir keine Fördermittel bekommen, dann müssen wir es mit eigenen Mitteln schaffen.” Vorbereitende Maßnahmen für eine schnelle Leitung startet die Gemeinde schon bald.

Im Herbst beginnt der Ausbau der Völlesbruchstraße, „und dann werden wir natürlich Leerrohre verlegen”, betont Hermanns. Welcher Internetanbieter im Gewerbegebiet Kabel verlegen wird, wird sich nach einer Ausschreibung zeigen. Die Telekom schätzt die Bau- und Planungszeit für ein solches Projekt auf etwa 12 Monate.

Programm für Ortschaften

Außerdem hat die Bundesregierung ein weiteres Programm für die DSL-Ausbau im strukturschwachen Raum gestartet. Auch um derartige Fördermittel will sich die Verwaltung bemühen, aber auch dafür ist laut Hermanns eine detaillierte Marktanalyse notwendig. Zuerst wird die Gemeinde die Gebiete erfassen, in denen die Verbindung ins World Wide Web noch besonders schlecht ist.

Dann wird gemeinsam mit der Politik überleget, wie eine Marktanalyse auch für Ortschaften auf den Weg gebracht werden könne. In der nächsten Sitzung des Struktur- und Hochbauausschusses wird dieses Thema auf der Tagesordnung stehen.
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