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Doppelkönigspaar regiert in Imgenbroich

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
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Lothar Steffens (3. v. r.) ist nun der neue König der Imgenbroicher Sankt-Hubertus-Schützenbruderschaft. Seine Frau Amanda errang die Insignien einer Ehrenkönigin, die am Sonntag unter ehemaligen Majestäten ermittelt wurde. Faire Konkurrenten waren die ersten Gratulanten des Doppelkönigspaares. Foto: Manfred Schmitz

Imgenbroich. Die Imgenbroicher Königswürde bleibt im Bruchzaun, nur landete sie am vergangenen Sonntag ein paar Häuser weiter. Denn Lothar Steffens übernimmt das Zepter von Vorjahreskönig Ralf Schmitz, der ebenfalls im Bruchzaun wohnt. Seit 20 Jahren ist der gebürtige Mützenicher Lothar Steffens ein Aktivposten der Imgenbroicher Sankt-Hubertus-Schützenbruderschaft. In dieser langen Periode bekleidete er bereits die Posten des Geschäftsführers und des Kommandanten.

Am Gewinn der begehrten und ehrenvollen Königskette war der 71-Jährige oft ganz nah dran, auf den Schultern tragen indes durfte er sie nie, hartnäckiger Konkurrenz sei Dank. Bis Lothar am vergangenen Sonntagabend der „goldene Schuss“ gelang und er sein Engagement in und für die Bruderschaft mit den höchsten Insignien einer Schützenmajestät krönte.

Mit dem 47. Schlag aus der Donnerbüchse holte Lothar Steffens den Torso des massiven, nun erstmals nicht von Ex-Kommandant Günter Rohleder gezimmerten Holzvogels aus dem Kugelkasten und ließ seinen bis zuletzt energisch agierenden Mitbewerbern Gisela und Franz Tings, Rudi Knein und Wolfgang Lexen allenfalls ein paar Erinnerungssplitter an ein überaus spannendes Ringen auf der Schießbahn „Rahm“ übrig. Leihweise Königssilber für ein Jahr ist jetzt der Lohn für sein Können und seine Ausdauer. Lothar Steffens wird die Farben seiner Bruderschaft auch beim nahen Schützen-Bezirksfest vertreten, stets bereit noch weitere Titel zu erkämpfen.

Steffens Ehefrau und jetzt ernannte Mit-Regentin Amanda hatte es dem neuen Würdenträger vorgemacht, „wie Königin geht“. Sie errang den Titel bereits im Jahr 2000.

Und auch diesmal zeigte Amanda Schützenadel-Ehrgeiz und erhob nicht vergebens Anspruch auf erneuten Titel-Vorsprung „bei Hofe Steffens“. Siegte sie doch mit dem 39. Treffer auf einen vergleichsweise filigranen Greif und trägt nun das Diadem einer Ehrenkönigin.

Die Auszeichnung „Ehrenkönig“ wurde im Zuge des anstehenden 50-jährigen Hubertus-Bestehens kreiert und ausgeschossen.

Gegen Widersacher durchgesetzt

Als Amanda sich gegen ein Dutzend angetretene Widersacher aus den Reihen gestandener Ex-Könige durchsetzte, triumphierte ein zu diesem Zeitpunkt über das Folgegeschehen noch ahnungsloser Ehemann Lothar: „Ich freue mich so sehr über den Erfolg meiner Frau.“

Unter klingendem Spiel des Trommlerkorps und der Musikvereinigung Montjoie/Imgenbroich wurden die festlich-familiären Vergleiche nachmittags eröffnet. Vorjahres-König Ralf Schmitz zog zuvor unter gebührendem Geleit von seiner Residenz zur Schießbahn. Hier eröffneten Bernd Neuß und Rudi Knein das Zeremoniell mit Parade und einem Gebet zum sportlich-geselligen Geschehen. Mit Dank wurden die Herrscher 2012 verabschiedet, ehe es an die Kämpfe um die aktuell ausgeschossenen Trophäen ging.

Hierbei wiederholte Marcel Winter seinen Vorjahres-Coup und griff wieder unangefochten nach der Plakette des Schülerprinzen. Peter Franzen ergatterte den Reichsapfel, als es dem Vogel in der Disziplin Jungschützen ans Kunst - Gefieder ging. Nico Moosmayer gab dem Miniadler schließlich den Finalschuss. Moosmayer und Franz Tings fungierten in der Königskategorie als kundige Schießmeister. Den Eröffnungsböller zu Ehren des Bundespräsidenten ließ die soeben gekürte Ehrenkönigin Amanda krachen.

Quasi zum Aufwärmen rückten danach routinierte Tellen dem Greif zu Leibe und erbeuteten Stück für Stück dessen Zierden: Robert Schreiber nahm dem Adler die Krone, Lothar Steffens das Zepter. Peter Lexen erntete den Reichapfel.

Noch lang blieb die Ömscher Schützenfamilie an diesem lauen Frühlingsabend, der endlich seinen Namen verdiente, beim Schießheim beisammen. Schließlich galt es, diesmal eine „Doppelmajestät“ zu umjubeln. Das war schon mal eine Einstimmung auf die Imgenbroicher Kirmes-Feierlichkeiten, die am 28. Juni eingeläutet werden.

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