Monschau - „Dîner en blanc”: Romantisches Dinner an der Rurbrücke

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„Dîner en blanc”: Romantisches Dinner an der Rurbrücke

Von: Egl
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Das Wetter hielt, die Stimmung
Das Wetter hielt, die Stimmung war prächtig: Zahlreiche Monschauer und Besucher genießen das erste „Dîner en blanc”, ein Picknick ganz in weiß, auf der Rurbrücke in der Altstadt. Foto: H. Egerland

Monschau. Die Idee stammte von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter. Angeregt durch Beispiele aus Paris und anderen französischen Städten wollte sie die Monschau Klassik um ein Event in der Altstadt bereichern: ein romantisches Picknick ganz in Weiß mitten auf der Rurbrücke vor malerischer Altstadtkulisse.

Und diese Idee wurde sehr gut angenommen: Knapp 150 Menschen hatten sich trotz unbeständiger Wetterverhältnisse versammelt, um bei einem gemeinsamen Dinner die besondere Atmosphäre der historischen Stadt zu genießen.

Bereits gegen 19 Uhr am Donnerstag konnte der Altstadtbesucher beobachten, wie von allen Seiten Menschen - ganz in Weiß gekleidet und mit Picknickkörben in den Händen - auf die Rurbrücke zustrebten, um sich ihren Platz zu suchen. Für den Verkehr gesperrt, war die Brücke zu einem Platz für ein großes Open-Air-Dinner verwandelt worden: große Rundtische mit weißen Tischdecken und Kerzen, davor Stühle mit weißen Hussen - ein Traum in Weiß sollte es werden, wenn denn das unbeständige Wetter keinen Strich durch die Rechnung machen würde.

Für diesen Fall hatte man vorgesorgt und hätte das ganze „Dîner en blanc” in die Markthalle Monschau verlegt. „Nein, nein”, so die Bürgermeisterin, „wenn irgend möglich, dann müssen wir es draußen machen!”

Auch hatte die Brücke durchaus eine doppelte Funktion, denn es galt nicht nur zwischen den beiden Veranstaltungen „Die Zauberflöte” und dem Auftritt des Weltstars Helen Schneider, die Zeit zu überbrücken, sondern es sollte auch eine Brücke zwischen den Besuchern der Festspiele auf der Burg und den Bewohnern der Altstadt geschlagen werden. „Außerdem”, so Ritter, „passt das einfach hierher!” Das fanden auch die Monschauer, die das lustige Beisammensein sichtlich genossen.

„Es herrscht hier einfach eine unglaublich tolle Atmosphäre”, schwärmte Helga Janke-Offermann: „Ich sitze hier mit Menschen zusammen, die ich sonst nicht kennen gelernt hätte. Das Ganze ist ein Wahnsinnsgag und einfach einmal etwas ganz anderes!” Drei Freundinnen aus Höfen saßen etwas abseits der weiß gedeckten Tische. Auf dem französischen Gourmetmarkt auf dem Marktplatz hatten sie sich mit Köstlichkeiten eingedeckt. Von dem Picknick hatten sie über die Zeitung erfahren, zeigten sich aber doch überrascht, dass die meisten Teilnehmer tatsächlich in Weiß erschienen waren: „Eine sehr schöne Sache!”

Ein Zehnertisch war ganz von Höfenern reserviert worden, um in dieser gesellig-romantischen Atmosphäre einen Geburtstag zu feiern. Auch ein Gast aus Brüssel nahm diese Gelegenheit wahr und zeigte sich begeistert. Jedes Jahr reise er zur Klassikveranstaltung auf der Burg, nun feiere er gemeinsam mit seinen Freunden seinen Geburtstag.

Zum romantischen Flair trug auch die musikalische Begleitung der Grenzgänger-Band „Syl´n´Dan” bei. „Wir waren davon sofort begeistert”, erzählt Sängerin Sylvia, „denn Weiß ist unsere Farbe: Daniel und ich haben beide ganz in Weiß geheiratet!” Und so trug sie an diesem Abend nicht nur zur Unterhaltung der Gäste ihr Hochzeitskleid. Durch einige wenige Regentropfen ließen sich die Monschauer von ihrem romantischen Dinner nicht abhalten. Manche zückten einfach ihren Regenschirm, andere zeigten sich davon völlig unbeeindruckt.

Der Blick auf die reich und liebevoll gedeckten Tische ließ das Wasser im Mund zusammenlaufen: feiner Wildaufschnitt, Lachsröllchen, Kanapees, Pasteten, Obstsalate, dazu - natürlich das obligatorische Baguette sowie Wein und Champagner.

Unter dem Tisch, weil vielleicht nicht ganz dem feinen Rahmen entsprechend, wurde aber auch das eine oder andere Bier gereicht.

Die Tische selbst wurden mit Blumensträußen veredelt, einige Picknicker hatten sogar stilvolle Kandelaber von zu Hause mitgebracht. Die Wirkung auf die Touristen blieb nicht aus. Ehepaar Rennert, für vier Tage in Monschau, war überrascht: „Toll. Aber wir wollen nur gucken!”

Zu schauen gab es einiges, denn einige Monschauer liefen in geradezu historischen Kostümen auf. 60 Teilnehmer hatten sich zu dem Event auf der Brücke angemeldet, insgesamt konnte man rund 150 Personen zählen.

Die Teilnehmer waren begeistert und wünschen sich eine Wiederholung der romantischen Veranstaltung. Sie stimmten mit Applaus zu, als Sängerin Syl ins Mikrofon rief: „Diese Veranstaltung ist ein Traum!”

Und auch die Bürgermeisterin ließ einen solchen Wunsch durchblicken, als sie einige Teilnehmer, die normale Kleidung trugen, freundlich ermahnte: „Nächstes Mal kommt ihr aber in Weiß!”
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