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Die Welt dreht sich unterm Pendel

Von: nap
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Philipp Koll, Hagen Schnuch (b
Philipp Koll, Hagen Schnuch (beide Jahrgangsstufe 13), Schulleiter Dr. Lothar Stresius, Prof. Peter Rasche (VEFF), Mechaniker-Meister Josef Grooten (RWTH Aachen), Dipl.-Ing. Sebastian Staiger (Fa. Myrenne, Roetgen), Physiklehrer Uli Arndt und einige Schülerinnen und Schüler des Monschauer St. Michael Gymnasiums sind fasziniert vom neuen Foto: Nadine Palm

Monschau. Dass sich unser Heimatplanet, die Erde, um sich selbst dreht, dürfte heutzutage wohl jedem Menschen bekannt sein. Dieses Phänomen der Erdrotation gilt seit 1851 als bewiesen, als der französische Wissenschaftler J.B.L Foucault mit Hilfe eines Federpendels seine aufgestellte These bestätigen konnte.

Und obwohl man sich an der Erdoberfläche mit einer rasanten Geschwindigkeit von 1667 km/h um die Erdachse bewegt, ist dies für unsere Wahrnehmung nicht zu spüren.

Am Monschauer St. Michael Gymnasium wurde nun ein 15 Meter langes Foucault-Pendel angebracht. Die Anfertigung des Pendels erforderte eine Menge Geduld und einen enormen Arbeitsaufwand.

„Die Eisenkugel hat einen Durchmesser von 120 Millimeter”, erklärt Physiklehrer Uli Arndt. Die Kugel und deren Aufhängung sei am Physikalischen Institut IIIA der RWTH Aachen des Universitätsprofessors Dr. Thomas Hebbeker von dem erfahrenen Mechanikermeister Josef Grooten mit viel Liebe zum Detail angefertigt worden, freut sich Arndt über die gelungene Kooperation zwischen der Aachener Vorzeige-Hochschule und dem St.-Michael-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler des Physikkurses der Doppeljahrgangsstufe 10/11 polierten und lackierten die neue Kugel, damit diese nicht rosten kann.

Schüler sind Experten

Neben der RWTH Aachen beteiligte sich auch die Gerüstbaufirma U. Brandenburg an dem großen Projekt, deren Mitarbeiter das neue Foucault-Pendel an der Decke des großen Treppenhauses der Schule ordnungsgemäß befestigten.

Dann wurde die Länge des Stahlseils so angepasst, dass die Kugel knapp über einem kreisförmig ausgesägtem Holzbrett schwingen kann. Hagen Schnuch und Philipp Koll, Schüler der Jahrgangsstufe 13, hatten im vergangenen Jahr ihre Facharbeit zum Thema „Foucault-Pendel” verfasst und kannten sich daher mit der Materie bestens aus.

Tatkräftig standen die beiden Abiturienten Uli Arndt zur Seite und gaben der neuen Konstruktion den letzten Schliff. Einige neugierige Schüler konnten verfolgen, wie das Pendel zunächst mit einem Faden ausgelenkt wurde, der am Äquator der Pendelkugel an einer Öse fixiert war.

Mit einer Flamme durchtrennt

Mit einer Feuerzeugflamme wurde der Faden durchtrennt und fasziniert schauten alle zu, wie sich der Pendelkörper mit etwa acht Sekunden Schwingungsdauer geräuschlos hin und her bewegte.

Nach einigen Minuten war klar zu erkennen, dass sich das Pendel nicht mehr über dem Brett bewegte: die Erde dreht also unter dem Pendel weg und somit war erneut bewiesen, dass sich die Erde um die eigene Achse dreht. Jetzt fehle nur noch die Startvorrichtung

Diese werde jedoch bereits von der Roetgener Firma Myrenne angefertigt deren Mitarbeiter und Abiturient des St. Michael Gymnasiums des Jahrgangs 1999, Dipl.-Ing. Sebastian Staiger, sich selbst ein Bild von dem neuen Pendel machte. Besonderer

Dank gilt auch dem Förderverein des Gymnasiums, dem VEFF, mit seinem Vorsitzenden Dr. Peter Rasche. „Der Förderverein hat die Unkosten der Installation gesponsort”, freute sich Uli Arndt.
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