Die Torchancen ungenutzt liegen gelassen

Von: Kurt Kaiser
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Einen Händedruck vom Kreisvorsitzenden Raphael Lamm, ein neuer Ball und ein paar Euros vom Sponsor des Kreispokals, der Sparkasse Aachen, konnten die Konzener Mädels auch nicht trösten, denn sie wussten, dass sie dem Kreispokalsieg näher waren als vorher erwartet. Foto: Kurt Kaiser
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Für den Rotter Trainer, Jürgen Lipka, bestand in der Halbzeit des kleinen Finale schon Redebedarf mit seinen Jungs. Es schien, als ob er Finger zu wenig hatte, um alle Fehler aufzuzählen.

Nordeifel. Der Endspieltag der Kreispokalrunden des Fußballkreises Aachen, der am Freitag auf der Anlage des FV Haaren an der Aachener Neukölner Straße über die Bühne ging, hätte für die beiden teilnehmenden Nordeifelteams, die Frauenmannschaft des TV Konzen und die Herrenmannschaft des SV Rott, noch besser verlaufen können.

Der SV Rott war als Favorit in das kleine Finale gegen den klassentieferen Bezirksligisten Arminia Eilendorf gegangen und erfüllte mit dem 2:1 seine Pflicht und qualifizierte sich als Dritter für die erste Runde auf Mittelrheinebene.

Die Frauenmannschaft des TV Konzen war als Außenseiter ins Kreispokalendspiel gegangen, aber die TV Mädels lieferten gegen den klassenhöheren Landesligisten BC Kohlscheid eine eindrucksvolle Leistung ab, kassierten aber eine viel zu deutliche 1:4-Niederlage, die nicht dem Spielverlauf entsprach. „Wir waren nicht schlechter, aber leider nicht zwingend genug. Wir haben über weite Strecken das Spiel gemacht, aber leider die Torchancen nicht rein gemacht“, brachte Konzens Trainer Stefan Reder die 90 Minuten auf den Punkt.

Für die schwarz-gelben Damen begann das Endspiel wunschgemäß. In der 7. Minute nahm Julia Hermanns einen Steilpass an und ließ der Torfrau des KBC keine Chance. Nach einer Viertelstunde hätte Annika Palm sogar erhöhen können, leider flog ihr Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp am Winkel des Kohlscheiders Gehäuse vorbei. Mit viel Glück und Hilfe der Konzener Torhüterin kamen die Kohlscheider kurz vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich. „Wir müssen so weiterspielen und dürfen keine Sekunde nachlassen“, gab Stefan Reder seinen Damen mit auf den Weg in die zweite Hälfte. Die verlief in der Anfangsphase genauso wie Halbzeit eins. Die Mädels aus der Nordeifel wehrten sich hervorragend gegen den klassenhöheren Gegner, gingen aber zu großzügig mit ihren Torchancen um. In der 75. Minute kamen die Kohlscheiderinnen nach einem Angriff über die linke Seite dann zur glücklichen Führung. Aus einer kontrollierten Defensive spielten sie in den letzten vier Minuten ihre Konter gut aus und machten durch Daniela Schult und Katrin Radermacher noch den 4:1-Endstand klar. „Die Niederlage ist viel zu deutlich ausgefallen, aber wir können trotzdem erhobenen Hauptes nach Hause fahren“, tröstete der Konzener Coach seine deprimierten Damen.

Zäher Beginn

Das kleine Finale der Herren begann sehr zäh und es dauerte schon eine Viertelstunde bis die beiden Endspielteilnehmer trotz strahlendem Sonnenschein auf Temperatur waren. Mit leicht veränderter taktischer Ausrichtung sah das Spiel der Rotter bis zum gegnerischen Strafraum nicht schlecht aus, jedoch fehlte dann aber der finale Pass, der vielfach zu schlampig gespielt wurde. Dementsprechend konnten die Rot-Weißen nur wenige nennenswerte Torchancen kreieren. In der 27. Minute leistete die Rotter Defensive sich dann einen gravierenden Fehler, den die Eilendorfer zur Führung nutzten. Nach einer Flanke konnte der Eilendorfer Angreifer Niklas Orth den Ball ungehindert ins Tor köpfen. Wenige Minuten später vereitelte der Rotter Torwart Jan Winkhold mit einer gekonnten Parade einen höheren Rückstand. Ein Distanzschuss von Nico Winkhold parierte der frühere Rotter Torwart Moritz Stehling. In der 44. Minute wurde Stefan Savic gefoult. Hasan Er verwandelte den fälligen Strafstoß zum Ausgleich.

In der Pause wurde der Rotter Coach bei seiner Fehleranalyse schon etwas deutlicher und machte seinem Team klar, dass eine Steigerung erforderlich ist, wenn man in den Lostopf möchte. Viele nennenswerte Torchancen gab es auch in Halbzeit zwei nicht. Die Arminia hatte direkt nach Wiederbeginn die beste Torgelegenheit, knallte den Ball aber übers Tor. In der 80. Minute wurde der in der Halbzeit eingewechselt Timo Lantin gefoult. Ganz cool verwandelte Hasan Er auch seinen zweiten Elfmeter zum 2:1 Endstand. „Wir haben phasenweise wieder unser Pokalgesicht gezeigt, aber ich muss die Mannschaft in Schutz nehmen, denn wir haben auch einiges ausprobiert, was noch nicht wunschgemäß geklappt hat“, zählte für Jürgen Lipka in erster Linie das Ergebnis, mit dem die Rot-Weißen sich für die Mittelrheinrunde qualifizieren konnten. „Jetzt sind wir mal gespannt wer für uns im Lostopf ist“, fieberten Trainer und Mannschaft nach dem Abpfiff der Auslosung entgegen, die am Montagabend um 18.15 Uhr in der Sendung Rheinsport beim Kölner Fernsehsender Center TV zu sehen ist.

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