Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Die Suche nach dem richtigen Beruf

Von: Nadine Palm
Letzte Aktualisierung:
praktikum-jana-bu
Jana Gasper aus Konzen macht ihr Praktikum in der Gemeinschaftsgrundschule Konzen Spaß. Ihr gefällt die Arbeit mit den Kindern und sie freut sich, dass die Lehrer sie nett aufgenommen haben und die Kleinen sie akzeptieren. Außerdem findet sie die Arbeit als Grundschullehrerin sehr abwechlungsreich. Foto: Nadine Palm

Nordeifel. Einen Einblick in die Berufswelt geben und eine Entscheidungshilfe sein. Dazu soll das berufsorientierende Praktikum der Jahrgangsstufe elt des St. Michael Gymnasiums Monschau dienen. In diesem Jahr suchen etwa 90 Praktikanten den passenden Beruf. Es gibt die verschiedensten Berufsfelder.

Darunter sind Berufe, die jeder kennt, allerdings auch einige, die kaum bekannt sind. Viele Schüler interessieren sich für einen sozialen Beruf.

So auch Jana Gasper aus Konzen. Sie macht ihr Praktikum in der Gemeinschaftsgrundschule Konzen. Für Jana stand sehr schnell fest, dass sie ihr Praktikum dort machen möchte. Sie ist gerne mit anderen Menschen, besonders mit Kindern, zusammen. In der Grundschule gefällt ihr die Arbeit und auch mit dem Lehrerkollegium versteht die Praktikantin sich super: „Alle Lehrer waren freundlich zu mir. Mir wurde sofort das "Du" angeboten.”

Was ihr besonders gut gefällt ist, dass sie aktiv in den Unterricht miteingebunden wird. Sie hilft den Kindern, wenn sie etwas nicht verstanden haben, kontrolliert die Hausaufgaben und sie freut sich immer, wenn sie den Kleinen ihr Wissen übermitteln kann. „Dieser Beruf ist wirklich sehr abwechslungsreich”, betont Jana, „man bekommt Einblicke in die verschiedenen Fächer und ist immer mit anderen Kindern zusammen.”

Natürlich könne es auch manchmal etwas anstrengend werden, aber der Spaß überwiege deutlich. Sie ist begeistert davon, dass die Kinder sie so gut akzeptieren. „Ich kann mir sehr gut vorstellen später einmal in diesem Beruf zu arbeiten, ganz festlegen will ich mich aber noch nicht.”

„Kontakte richtig nutzen”

Eines der außergewöhnlichsten Praktika macht mit Sicherheit Theresa Tambornino aus Höfen/Alzen. Die Schülerin ist zur Zeit in Berlin bei der Produktionsfirma „Teamworkx”. Jeden Morgen fährt sie eine Stunde mit der Tram, dem Zug und dem Bus von der Wohnung ihres Bruders in Berlin-Friedrichshain zum Set in einem alten Krankenhaus am Wannsee. „Das ist schon etwas anstrengend.”

Theresa interessiert sich sehr für Medien und da sie jemanden kennt, der dort beschäftigt ist, wurde die Schülerin auf diese Praktikumsstelle aufmerksam. „Man muss seine Kontakte eben richtig nutzen”, sagt sie und schmunzelt dabei. Ihre Kollegen sind offen und hilfsbereit. „Ich durfte sogar schon in die Regie reinschnuppern.” erzählt Theresa stolz.

Die Schülerin ist ein sogenannter „Setrunner”. Sie ist dafür zuständig, dass die Komparsen und Schauspieler rechtzeitig am Set sind. In der ersten Praktikumswoche war sie beim Dreh einer neuen Serie. Diese Woche wird sie beim Dreh der Telenovela „Anna und die Liebe” mit dabei sein. Ihr Traumjob ist es allerdings nicht. „Ich brauche ein bisschen mehr âactionÔ. Auf längere Zeit würde es mir ehrlich gesagt zu langweilig werden”, stellt Theresa fest.

„Entscheidung kam spontan”

In der Heimat geblieben ist Katrin Poplawski aus Konzen. Sie macht ihr Praktikum beim Physiotherapeuten Helmut Warmer in Kesternich. Für sie war nicht direkt klar, wo und vor allem in welchem Berufsfeld sie ihr Praktikum machen will. „Die Entscheidung mein Praktikum als Physiotherapeutin zu machen, kam eher spontan.” Da sie selbst zuvor bei einem Physiotherapeuten in Behandlung war, wollte sie erfahren, wie diese Menschen es schaffen, die Schmerzen ihrer Patienten zu lindern.

Auch Katrin fühlt sich wohl. „Ich wurde nicht einfach am Rande stehengelassen”, lobt die Schülerin des St. Michael Gymasiums Helmut Warmer und sein Team, „ alle sind für meine Fragen offen.” Die Erwartungen der Praktikantin sind mehr als nur erfüllt worden. Bereits in der ersten Praktikumswoche durfte sie bei der Behandlung einiger Patienten zuschauen. Da ist es auch nicht weiter schlimm, dass Katrin die Patienten nicht massieren darf, denn dazu fehlt ihr noch die nötige Ausbildung. Katrin ist sich sicher, dass sie schon jetzt viel gelernt hat. Ob Physiotherapeutin ihr zukünftiger Beruf sein wird, will sie sich noch offenhalten.

Mario Haas aus Witzerath und Jens Lutterbach aus Strauch absolvieren ihr Praktikum beim Architekten Jens Wunderlich in Simmerath. Beide haben sich schon länger für den Architektenberuf interessiert. Ihr Praktikum macht beiden Spaß: „Das Arbeitsklima ist richtig entspannt”, sagt Mario. „Und es ist klasse, dass wir schon unser eigenes Traumhaus entwerfen durften”, fügt Jens hinzu. Den Praktikanten gefällt es besonders zu sehen, wie ihre Häuser „ Form annehmen”.

„Die Projekte müssen so ausgearbeitet werden, dass sie es auch präsentieren können”, erklärt Jens Wunderlich. Eigentlich will Jens Sport studieren, doch wenn das nicht klappt, „wäre Architekt oder Bauzeichner auch super”.

Für Mario steht allerdings fest, dass dieser Beruf genau das Richtige für ihn ist: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, später einmal Architekt zu werden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert