Die Sonne aus Frankreich mitgebracht

Von: hes
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Einen sportlichen Tag erlebten die 27 Jugendlichen aus Monschaus Partnerstadt Bourg St. Andéol und ihre deutschen Gastgeber, als man von Monschau hoch nach Rohren wanderte und dort ausgiebig die Sommerbobbahn testete. Foto: Heiner Schepp

Rohren. „Am liebsten würden die Jugendlichen zwei oder drei Wochen hier bleiben”, freut sich Bernadette Rader, die Vorsitzende des Monschauer Partnerschaftsausschusses. Erst seit vergangenen Freitag weilen die 27 Mädchen und Jungen aus Monschaus Partnerstadt Bourg St. Andéol im Rahmen des Schüleraustauschs in der Eifel, doch es geht schon wieder zurück nach Südfrankreich.

„Wir hatten uns einen längeren Aufenthalt gewünscht, doch das ist momentan nicht machbar, weil in Frankreich derzeit Prüfungsphase ist und die Schüler nicht zu viel Unterricht versäumen sollen”, so Rader. Und da seien „fünf Tage besser als gar kein Austausch”, findet die Vorsitzende.

Somit beschränkte sich der Austausch für die jungen Franzosen auf ein verlängertes Wochenende, dass sie aber sichtlich genossen. Zwar hat die Eifel um diese Jahreszeit nicht die Frühlingswärme von Südfrankreich zu bieten, das sonnige Wetter aber begünstigte das Programm schon sehr. Dabei war der Bus aus Bourg am Freitag noch bei trübem und kaltem Wetter angekommen, bevor schon am Samstag, als es für die Gäste und ihre deutschen Gastgeber ins Phantasialand nach Brühl ging, die Sonne wieder lachte.

„Es kam zwar mal ein Schauer runter, aber da die Jugendlichen eh nass waren von der Wasserbahn machte das auch nichts mehr aus”, erzählt Eva Felser, seit kurzem ebenfalls in führender Position beim Partnerschaftsausschuss.

Nach einem Sonntag in ihren Familien erfuhren die Zwölf- bis 17-Jährigen von der Ardeche dann am Montag, wie es ihren deutschen Altersgenossen in der Schule ergeht. Am St. Michael-Gymnasium und an den beiden Realschulen nahmen sie vormittags und auch am Dienstag noch einmal am Unterricht teil, wobei für die Gäste natürlich der Französischunterricht besonders von Interesse war.

Schweißtreibend

Am Dienstagnachmittag war dann wieder gemeinsames Freizeitvergnügen angesagt - wenn auch schweißtreibend: Auf Schusters Rappen ging es von Monschau zur Sommerbobbahn nach Rohren, und die Begleiterinnen erzählten von so mancher Ruhepause, die man auf dem Weg hinauf nach Rohren habe einlegen müssen. Dafür ging es dann auf der Bobbahn mit um so mehr Schwung hinunter ins Tal.

Nach dem Schulbesuch am Dienstagmorgen stand der Nachmittag den deutschen und französischen Jugendlichen wieder zur freien Verfügung, ehe man sich später zum Abschiedsabend im Mützenicher Schützenhaus traf. Von französischer Seite wurde der Austausch in diesem Jahr komplett über das Ensemble Scolaire Marie Rivier abgewickelt.

Die Kommune von Bourg ist in Sachen Partnerschaftsaktivitäten derzeit, vorsichtig formuliert, eher zurückhaltend. „In unserer Partnerstadt herrscht derzeit politisch eine sehr angespannte Situation, und darunter leiden auch die Partnerschaftsaktivitäten seitens der Stadt Bourg”, erklärt Bernadette Rader. Um so mehr freue man sich, dass der Schulverbund Marie Rivier sich sehr um den Schüleraustausch bemühe und diesen damit am Leben halte.

Nach wie vor begeistert

Auf Monschauer Seite jedenfalls, so macht Rader deutlich, sind Engagement und Begeisterung für die mittlerweile fast 35 Jahre währende Partnerschaft ungebrochen, und das in der gesamten Nordeifel. So gab es beim Partnerschaftskomitee 59 Familien aus dem gesamten Bereich Monschau, Simmerath und Roetgen, die eine Gastschülerin oder einen Gastschüler aufnehmen wollten. „Aber leider sind nur 27 gekommen”, bedauert auch Eva Felser.

Der Begeisterung beim fünftägigen Austausch tat dies freilich keinen Abbruch. „Es ist wunderschön hier und wir werden gerne wiederkommen”, sprach Begleitlehrerin Ursula Jamet für sich und ihre drei Kolleginnen und freut sich auf ein Wiedersehen - hoffentlich im nächsten Jahr unter der Sonne Südfrankreichs.
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