Mützenich - Die Seele des Venns erspürt: Werke von Kurt Heinen

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Die Seele des Venns erspürt: Werke von Kurt Heinen

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
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Ein typisches Vennbild aus dem Blickwinkel von Kurt Heinen: Das Aquarell „Mützenich im Winter“.

Mützenich. „Bald gelb am Bach Narzissen blühen, die Buchen Leberblümchen schmücken. Es ist jetzt zum greifen nah, der Hauch von Frühling, der ist da.“ Diese Zeilen schreibt Kurt Heinen am Ende seines Gedichtes „Der Winter geht, der Frühling kommt“.

Erschienen ist es in einem liebevoll gestalteten kleinen Band mit dem Titel „Im Hohen Venn. Autor Kurt Heinen verbindet darin eigene Gedichte und Aquarelle als Liebeserklärung an die Eifel. Eingerahmt werden die insgesamt fünf Gedichte in zwölf eindrucksvolle Aquarelle, die das Hohe Venn zum Thema haben.

Das Büchlein entführt den Betrachter in typische Vennlandschaften. Auch wenn diese sich auf den ersten Blick nicht immer sogleich erschließen, ist es Heinen gelungen, die unverwechselbare Seele dieser Landschaft zu erspüren. Mit seinen individuellen Techniken erzeugt der Maler eine atmosphärische Dichte und berührt damit den Betrachter unmittelbar, der aber in den Arbeiten immer noch genug Raum für seine eigene Interpretation findet.

In Mützenich aufgewachsen

Kurt Heinen (66), lebt in Köln, aber fühlt sich der Eifel und insbesondere Mützenich und dem Hohen immer ganz nah, und so sind seine Bilder und Texte auch als ehrlicher Gruß an die Heimat zu sehen. Seinem ersten Buch biografischer Art (2010) lässt er nun Gedichte und Aquarelle folgen.

1947 in Aachen geboren, wuchs Kurt Heinen ab 1949 auf einem bäuerlichen Anwesen am Zäunchen in Mützenich auf. Sein beruflicher Weg führte ihn 1965 nach Köln, wo er in einem Anwaltsbüro arbeitete und später als Gutachter für Kunstschäden.

Es ist die Kindheit und Jugend in Mützenich, die das Leben von Kurt Heinen nachhaltig geprägt haben. Im Sommer ist er durchschnittlich alle 14 Tage in Mützenich und im Eupener Grenzgebiet unterwegs, um Eifelluft zu schnuppern. Besonders eng fühlt er sich dem Heimatverein verbunden, und nimmt stets regen Anteil am Dorfgeschehen in Mützenich.

Nicht dass Kurt Heinen, vordergründiger Nostalgie erliegend, sagt, dass früher alles besser gewesen sei, aber die Tatsache, dass die Landwirtschaft immer stärker in Mützenich zurückgedrängt wird, erfüllt ihn schon mit leichter Wehmut, andererseits erkennt er auch viel versprechende Entwicklungen in Mützenich. Durch den stärker werdenden Einfluss der Region Aachen und dem Zuzug von Neubürgern, habe sich der Ort verändert und sei offener geworden.

In seinem Band „Im Hohen Venn“ kann Kurt Heinen seine Verbundenheit zur Eifel nicht verleugnen. Man muss schon im Herzen ein Eifeler sein, um die Landschaft und ihren einzigartigen Charakter ohne aufdringliche Schönfärberei auf diese Weise zu erfassen.

Kurt Heinen: Im Hohen Venn, Gedichte und Aquarelle, 12,80 Euro, erschienen im Druck & Verlagshaus Mainz, Aachen.

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