Die Schützen wollen Reformen einleiten

Von: M. S.
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Blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück und wollen in ihrem Verein Reformen einleiten: die Vorstandsmitglieder der Lammersdorfer St.-Johannes-Schützenbruderschaft. Foto: Manfred Schmitz

Lammersdorf. Der Kassierer und ehemalige König der St.-Johannes-Schützenbruderschaft aus Lammersdorf, Udo Thomas, hatte gut lachen – die Einnahmen aus allen Veranstaltungen ließen das Herz des Schatzmeisters hüpfen. Auf der Hauptversammlung im Hotel „Lammersdorfer Hof“ gab es am Freitagabend aber auch einen Wermutstropfen.

Für die Schützen wird es nämlich immer schwieriger, neben Feiernden und Konsumierenden auch genügend Kräfte zu mobilisieren, die andere in Feierlaune bringen und freiwillig beim Auf- und Abbau helfen, für die Bewirtung sorgen und die Festlichkeiten organisieren. Diese Problematik ging bereits aus der mit aktuellen Themen besetzten Tagesordnung hervor.

Brudermeister Rolf Drescher hielt eine Rückschau auf die Höhepunkte des verflossenen Schützenjahres. Im Hinblick auf das Schützenfest, die Kirmes und das Oktoberfest merkte er positiv an, die Lammersdorfer Schützen befänden sich „in der glücklichen Lage, überhaupt ein Königspaar unter genügend Anwärtern auf die Vogeltrophäe aufbieten zu können“.

Bei idealem Wetter habe sich der neue, kompakte Schießstand bewährt. Der Festzug zu Ehren der Majestäten habe, konstatierte Drescher, in seiner Ausstrahlung darunter gelitten, „dass wir nur eine Musikkapelle verpflichten konnten, aber finanziell war einfach nicht mehr drin“.

„Winziges Häuflein“

Zum „leidigen Thema Geräteauf und –abbau“ stellte der Sprecher enttäuscht fest, es sei stets „das gleiche winzige Häuflein treuer Helfer zur Stelle“. Kassierer Thomas indes mochte über das finanzielle Ergebnis der Feierlichkeiten „überhaupt nicht meckern“. Gute Erlöse wurden für die Vereinskasse erzielt, obwohl infolge eines Trauerfalls das Kirmestreiben beeinträchtigt wurde.

Das Zeremoniell um den Kirmesknochen verlange, blickte Drescher voraus, „dringend erfrischender Reformen, nur eine aktive Bläser- oder Trommlerformation zur musikalischen Untermalung ist viel zu schwach“. Aus Schatzmeistersicht ideal und mit sattem Einnahmen-Überschuss verlief der Kirmesmontag.

Beim Oktoberfest, so Dreschers Manöverkritik, „ließ die Verpflegung zu wünschen übrig, das Dauerproblem mangelnder Hilfskräfte machte uns zu schaffen, die musikalische Unterhaltung war unstimmig, zumindest schmeckte uns das Wiesenbier“. Der positiven Resonanz in der Bevölkerung, räumte der Brudermeister ein, hätten diese Mängel freilich keinen Abbruch getan.

Die Beteiligung an öffentlichen Auftritten, fuhr er fort, lasse sehr zu wünschen übrig: „Wir präsentieren uns auswärts personell oft schwach, auf unserer Reise zum Bundesschützenfest hätte der Bus doppelt so viele Fahrgäste unserer Delegation aufnehmen können!“ An helfenden Händen aus eigenen Reihen zu Veranstaltungen herrsche stets eklatanter Mangel: „Fremdpersonal kostet jedoch viel Geld. Wir müssen neue programmatische Wege gehen!“

Gespräch mit Ortsvorsteher

Der Brudermeister berichtete von einem mehrstündigen Gespräch mit Lammerdorfs Ortsvorsteher Franz-Josef Hammelstein. Dieser habe den Schützen seine Unterstützung zugesagt und sich offen für deren gesellschaftliche Anliegen gezeigt. Hammelstein regte an, bereits zum nahenden Volkstrauertag (15. November) das offizielle Zeremoniell mit den Lammersdorfer Ortsvereinen modifiziert aufleben zu lassen.

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