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Die Sanierung erfolgt in zwei Schritten

Von: ho
Letzte Aktualisierung:
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Die erste Fremdwassersanierung wurde in Lammersdorf, wie hier im Kämpchen, bereits ab 2005 durchgeführt. Nun steht die zweite Phase im restlichen Ort bis 2018 an. Foto: Karl-Heinz Hoffmann
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Knapp 200 Bürger waren der Einladung der Gemeinde Simmerath in die Turnhalle der Kalltalschule in Lammersdorf zur Bürgerinformation bezüglich der anstehenden Fremdwassersanierung gefolgt, um sich auch durch die Erläuterungen von Georg Vosen auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Lammersdorf. Ohne Zweifel ist der Ort Lammersdorf nicht nur nahe am Venn, sondern auch nahe am Wasser gebaut. Seit rund zehn Jahren wird auch durch die Gemeinde Simmerath gegen das in die Kanalisation eindringende Grund- und Fremdwasser, gekämpft. Nun steht nach 2005 die zweite Fremdwassersanierung im restlichen Ort an, wozu am Mittwochabend in der Turnhalle der Kalltalschule eine Bürgerinformation stattfand.

Knapp 200 interessierte Bürger konnte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf der Veranstaltung begrüßen. In Erwartung der aufkommenden Fragen hatte er neben dem Beigeordneten Roger Nießen noch vier weitere Mitarbeiter aus dem Rathaus mitgebracht. Ferner standen zur Sachstandserläuterung auch noch Petra Heinrichs-Stalitzka und Georg Vosen vom Ingenieurbüro H. Berg & Partner GmbH aus Aachen zur Verfügung.

Hermanns hatte zu Beginn noch einmal die Notwendigkeit der Sanierungsmaßnahme betont und hierzu festgestellt: „Es ist ein Projekt, das am besten gemeinsam mit ihnen realisiert werden kann.“ Gleichzeitig hob er hervor, dass man nach diesem Abend eine nachträgliche Beratung für jeden im Rathaus anbiete. „Das Rathausteam steht ihnen diesbezüglich für alle klärenden Gespräche zur Verfügung“, sagte Hermanns.

Georg Vosen vom Ingenieurbüro H. Berg ging hiernach in lockerer, aber allgemeinverständlicher Weise ins Detail. Hierfür ließ er noch einmal die Chronologie der ersten Sanierungsphase Revue passieren und kam danach auf die jetzige Fremdwassersanierung im Detail zu sprechen.

Ende 2011 habe die Bezirksregierung auf ein zu hohes Fremdwasseraufkommen im Einzugsgebiet der Kläranlage Simmerath hingewiesen und die Gemeinde zum Handeln aufgefordert. Von 2012 bis 2014 wurden daher das öffentliche Kanalnetz und die privaten Anschlussleitungen untersucht. Im Rahmen des Projektes wurden im öffentlichen Schmutzwassersystem rund zehn Kilometer geprüft. Dabei wurden über 300 Einzelschäden festgestellt. Außerdem wurden 351 Grundstücke mit 1310 Leitungsabschnitten untersucht. Lediglich 42 Objekte waren schadensfrei beziehungsweise dicht. An 336 Objekten besteht demnach Sanierungsbedarf.

Im Rahmen einer Film- und Fotopräsentation zeigte er anschaulich vorgefundene Schäden und erinnerte daran, dass 2014 die Sanierungskonzepte an die Grundstückseigentümer gegangen seien. 55 Privateigentümer wurden zudem aufgefordert, eine Funktionsprüfung vornehmen zu lassen, da keine Teilnahme an dem freiwilligen Pilotprojekt erfolgte und somit in diesen Fällen auch keine Fördermittel für die Untersuchung gewährt wurden. Bei den übrigen 28 Fällen ist noch ein Verwaltungsverfahren anhängig.

Die Sanierung soll nun in zwei Bauabschnitten umgesetzt werden. Für die privaten Anschlussleitungen soll eine Förderung über das Programm „Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW“ erfolgen. Die Höhe eines möglichen Zuschusses richtet sich dabei im Einzelfall nach der Länge der zu sanierenden Leitung. Die nicht durch die Förderung gedeckten Kosten muss der jeweilige Eigentümer der Gemeinde erstatten.

Der erste Bauabschnitt 2016/2017 umfasst folgende Straßenzüge: Im Venn, Hofstraße Wieweg, Kirchstraße, Krämerstraße sowie die Bereiche im Mittelvenn und Lambertusstraße. Zum zweiten Bauabschnitt 2017/2018 gehören folgende Straßen: Auf dem Wollenscheid, Hoscheidter Straße, Auf dem Dresch, Auf der Ley, Bergstraße, Sonntagstraße, Kirchgasse sowie die Bereiche Schießgasse und Peter-Schall-Straße.

Die Sanierungsverfügungen an die Grundstückseigentümer des ersten Bauabschnittes werden nach den Osterferien versandt. Hierzu appellierte Bürgermeister Hermanns noch einmal an alle Beteiligten, sich an dem gemeinsamen Verfahren fristgerecht zu beteiligen, da das Förderprogramm am Ende des Jahres auslaufe. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolge dann durch die Gemeinde.

Im Rahmen der Fremdwassersanierung wird auch das öffentliche Kanalnetz, sofern dort Schäden festgestellt wurden, saniert. Hiervon sind u.a. folgende Straßen betroffen: Kirchstraße, Krämerstraße, Auf dem Wollerscheid, Hoscheidter Straße und Bergstraße.

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