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Die Ruhe vor dem Musik-Sturm

Von: Udo Kals
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Wo jetzt noch Flugzeuge stehen
Wo jetzt noch Flugzeuge stehen, wird am Samstag gerockt: In den nächsten Tagen wird zwischen den hangars die große Bühne aufgebaut, auf der unter anderem Bela B auftritt. Foto: Ralf Roeger

Würselen. Träge liegt der Flugplatz Merzbrück unter der heißen Juli-Sonne. Leichte Brisen treiben das Motorengewummer der nahen A 44 über das Gelände. Ab und an zerschneiden startende Motorflieger oder der landende ADAC-Rettungshubschrauber die sommerliche Ruhe.

Ansonsten hat der Alltag auch an diesem Dienstag den Flugplatz fest im Griff. Doch es ist die Ruhe vor demMusik- Sturm. Denn am Samstag, 17. Juli, werden mit Bela B y Los Helmstedt an der Spitze sechs Bands auf dem Gelände rocken.

Mit dafür verantwortlich ist Rick Opgenoorth, der in der Mittgashitze in einem der Hangars steht und sich die Szenerie anschaut. Zwischen den Flugzeughallen, wo jetzt noch nichts steht, wird am Samstag die Bühne ziemlich viel Raum einnehmen.

14 mal 12 Meter groß, 7,50 Meter hoch. Davor wird Platz für 7000 Menschen sein, die nur über den Haupteingang und vier Schleusen auf das Gelände gelangen.

„Das ist eine extrem anspruchsvolle Aufgabe”, sagt Opgenoorth zu dem Vorhaben, das Flughafengelände in wenigen Tagen in ein Festival-Terrain mit Bier-, Cocktail- und Esssständen sowie sanitären Anlagen zu verwandeln. Zwar rollte am Dienstag bereits der erste Truck an. Doch erst am Mittwoch wird mit dem Aufbau der Bühne begonnen.

So richtig los geht es wohl erst am Freitag, schließlich starten und landen weiterhin die Motor- und Segelflieger auf Merzbrück, für die das komplette Flugverbot erst im Laufe des Samstagvormittags greift. „Erst danach können wir den kompletten Zuschauerraum einrichten und einzäunen”, sagt Opgenoorth, dem langsam die Finger kribbeln: „Ich bin gespannt.”

Schließlich ist das Festival, das am Samstag um 15 Uhr beginnt und vom Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion, vom Jakobshof, von Parksidemusic und von Your Gig veranstaltet wird, eine Premiere für den Standort Merzbrück. Dabei wird viel Wert auf Sicherheit gelegt - ob beim Security-Personal, bei Sanitätern oder der Feuerwehr.

Doch Opgenoorth ist zuversichtlich, dass das Festival ein Erfolg wird - wegen der sonnigen Wetterprognosen, aber vor allem wegen des Programms. „Wir haben einen musikalisch anspruchsvollen Mix, der vom deutschsprachigen Funk-Pop bis zum Alternative Rock reicht.

Natürlich zieht der Ärzte-Schlagzeuger Bela B mit seiner eigenen Band die Massen. Doch es lohnt sich, früh zu kommen.” Nachdem die Tore um 15 Uhr geöffnet werden, macht die Alternative-Rockband Cosmiterra um 15.45 Uhr den Anfang. Es folgen die Rockformation Pencilcase (16.30 Uhr), die Funk-Popper Cosmoses (17.30 Uhr), die Basslegende Peter Sonntag mit Final Virus (18.15 Uhr) und die Funk-Kombo Big Gee (19.30 Uhr).

Zum Schluss entert um 21 Uhr Bela B die Bühne. Und was die Fans erwarten können, fasst Bela B prägnant zusammen: „Wir rocken Euch zu Brei.” Wenn das mal keine verlockende Aussicht ist.
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