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Die neue Waage lässt Monschaus Abfall schrumpfen

Von: P. St.
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Monschau. Das zum 1. Mai in der Stadt Monschau eingeführte so genannte Wiege- und Identsystem beim Restmüll hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Die gesammelte Hausmüllmenge ging um fast ein Drittel zurück.

Wurden im Jahr 2008 noch 1466 Tonnen Restmüll eingesammelt, so ging die Menge im vorigen Jahr auf 1006 Tonnen zurück. Rückgänge gab es auch bei anderen Abfallarten: Sperrmüll: 95 Tonnen (-18 Tonnen); Papier: 845 Tonnen (-43 t), Leichtstoffe: 481 Tonnen (-13 t); Glas: 300 Tonnen (-4 t).

Eine deutliche Steigerung gab es bei der Grünschnitt-Sammlung. Hier steig die Gesamtmenge um 348 Tonnen auf 1124 Tonnen im Jahr 2009. Das gesamte Abfallaufkommen sank von 2008 zu 2009 um 196 Tonnen auf 3851 Tonnen.

Markant aber ist der Rückgang beim Hausmüll, was jetzt auch Georg Kleinen von der AWA-Abfallberatung bei der Vorstellung der Bilanz 2009 im Monschauer Umweltausschuss zum Ausdruck brachte. Demnach ist pro Einwohner ein Rückgang um 35,9 Kilo auf 79,8 Kilo Restmüll zu verzeichnen.

Mit dieser Menge liegen die Monschauer mehr als deutlich unter dem Kreisdurchschnitt, der bei 133,6 Kilo liegt. Noch drastischer wird der Unterschied, wenn man beispielsweise die Stadt Eschweiler betrachtet, wo 2009 pro Einwohner über 180 Kilo Hausmüll anfallen.

Erfreulich wertete Georg Kleinen den Anstieg beim Grünabfall. Dieser ist pro Einwohner im Jahr 2009 um 28 Kilo auf jetzt 89 Kilo Einwohner gestiegen. Damit liegt Monschau mehr als das Doppelte über dem Kreisdurchschnitt (41 Kilo).

„Die Einführung des Wiegesystems war ein voller Erfolg”, wertete Waltraud Haake (CDU) die Abfallbilanz 2009. Mit dieser Umstellung habe der Rat eine „gute Entscheidung getroffen.

Distanzierter sah allerdings Gregor Mathar (SPD) die aktuelle Entwicklung. Jeder Bürger produziere statistisch gesehen eine bestimmte Menge an Restmüll. Sollte diese Menge in Monschau einmal unterschritten werden, „dann müssen wir uns schon Gedanken machen.”
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