Die neue Klassik: Heino rockt die Burg

Von: P. St.
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Als gebürtiger Eifeler dürfte Heino auf der Burg Monschau am 16. August ein Heimspiel haben. Bei der Klassik 2013 ebenfalls am Start sind Dirigent Juri Gilbo und Sopranistin Barbara Krieger. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. In den 70er Jahren war er der bekannteste Deutsche überhaupt, bekannter noch als der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt. Über 40 Jahre später erreicht seine Popularitätskurve einen weiteren Höhepunkt, seit er Anfang des Jahres das „verbotene Album“ auf den Markt brachte.

Die Rede ist von Heino, Volkssänger, jetzt auch Volksrocker, dessen Markenzeichen die blonden Haare, die dunkle Sonnenbrille und die markante Stimme sind.

Der 74-Jährige verbrachte am Donnertag eine Stunde seiner momentan knapp bemessenen Zeit in Monschaus Altstadt, um die Werbetrommel für die 14. Auflage der Monschau-Klassik (16. bis 25. August) auf der Burg und sein dortiges eigenes Konzert zu rühren. Er hatte die bekannte Haselnuss-Torte aus seinem Cafe in Bad Münstereifel mitgebracht, und auf dem kurzen Weg von der Monschau-Touristik bis zum Roten Haus ließen die Autogrammjäger nicht lange auf sich warten.

38 Rockkonzerte im Sommer

„Monschau ist immer eine Reise wert“, wusste Heino, aber er sei sich noch nicht ganz im Klaren darüber, wie er sein Bühnen-Programm am 16. August auf der Burg gestalten werde. Die Rock-Songs vom Nummer eins-Coveralbum „Mit freundlichen Grüßen“ werden natürlich mit Spannung erwartet, aber die Stimmungs-Kracher aus den 70er Jahren (Blau blüht der Enzian, Die schwarze Barbara) sind Pflichtprogramm. 38 Rockkonzerte gibt Heino in diesem Sommer, und wenn das Wetter mitspielt, verspricht er mit Blick auf Monschau, „kann es ein heißer Sommer“ werden.

Auf den heißen Sommer warte man nun seit inzwischen 14 Jahren auf dem Open-Air-Gelände der Burg Monschau, scherzte Programmgestalter Helmut Lanio. Das Eifeler Wetter ist und bleibt die unbekannte Größe bei den Festspielen, dafür aber braucht man beim Programm keine Bedenken zu haben, denn die Veranstaltung, die im Jahr 2000 aus der Taufe gehoben wurde, hat sich inzwischen breiter aufgestellt. Die insgesamt neun Veranstaltungen böten eine „sehr bunte Mischung und ein sehr lebendiges Programm“, versprach Lanio bei der Präsentation in der Monschau-Touristik (s. Box). Man wolle „jünger und lebendiger werden“, sagte Lanio weiter, auch im Hinblick auf die Entwicklung der anderen Musik-Festivals in der Region. Man sei dem Publikumsgeschmack ein Stück entgegengekommen, statt konsequent auf der Opern- und Operettenschiene zu verharren.

Zuvor hatten Dorit Schlieper von der Monschau Festival GmbH und Bürgermeisterin Margareta Ritter die „Freunde Monschaus“ und neue Sponsoren begrüßt. „Ohne starke Partner“, betonte die Bürgermeisterin, sei der enorme logistische Aufwand nicht zu stemmen.

Stellvertretender Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck lobte die Monschau-Klassik als ein Festival, das weit über die Grenzen der Städteregion hinaus strahle. Jahr für Jahr sähen die Klassik-Fans dem Programm mit Spannung entgegen. Mit Blick auf Heino spannte Hilsenbeck den Bogen zurück in die 70er Jahre als der Volkssänger auch einmal zu Gast in Dedenborn gewesen sei „und unter der Dorflinde ‚Hoch auf dem gelben Wagen‘ gesungen hat.“

Orchester aus St. Petersburg

Bei vier Veranstaltungen der Festspiele 2013 steht wie auch schon in den Vorjahren wieder die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg musikalisch im Blickpunkt. Deren Dirigent Juri Gilbo, zugleich auch musikalischer Leiter der Richard Wagner- und Operetten-Gala, zeigte sich angetan aufgrund der diesjährigen Star-Besetzung. In Vorfreude auf die „wundervolle Kulisse der Burg Monschau“ zeigte sich dunkelhaarige Sopranistin Barbara Krieger. Diese wiederum berichtete auch von einer ganz besonderen Beziehung zu Heino, der ihr mit seinem Riesenhit „Die schwarze Barbara“ die Kindheit „ruiniert“ habe. Da konnte Heino nur herzhaft lachen. So etwas ist er gewohnt.

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