Die Loipen in Lammersdorf sind bestens gespurt

Von: Carmen Krämer
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Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (links), Brigitte Jansen von der Gemeinde Simmerath und Sebastian Lindt, Geschäftsführer der Rurseetouristik (rechts) bedanken sich für das ehrenamtliche Engagement von Edgar Titz (Mitte vorne) und Ernst Gruhnen (Mitte hinten). Foto: Carmen Krämer

Lammersdorf. „Da wird man manchmal zum Artisten, bei den Schneemassen”, beschreibt Edgar Titz aus Lammersdorf seine Arbeit. „Ich nehm´ schon immer meinen Enkel mit, weil das allein viel zu gefährlich ist.” Denn das Gefährt, mit dem er und sein Kollege Ernst Gruhnen aus Simmerath unterwegs sind, fährt sich auch schon mal fest, obwohl es extra für den Winter gemacht ist.

Die beiden 76-Jährigen fahren im Winter auf einem der beiden Schlittenbobs der Gemeinde Simmerath und spuren damit die Loipen in Lammersdorf. In diesem Jahr haben die beiden besonders viel zu tun, denn Schneeverwehungen und Schneefall verlangen ständig ihren Einsatz. Kommt es auch manchem Eifelbewohner so vor, als wäre der diesjährige erst der zweite schneereiche Winter seit Jahren, kann das von den beiden Ehrenamtlern nicht bestätigt werden.

„In den 25 Jahren, in denen ich das schon mache, ist es nur ein Mal vorgekommen, dass ich gar keine Loipe gefahren habe”, erinnert sich Ernst Gruhnen.

Im Jahr 1985 wurde in Lammersdorf erstmals eine Loipe angelegt, um die sich seine Frau Luise und er seitdem im Auftrag der Skiabteilung der Hansa Simmerath kümmern. 1987 wurde die Loipe dann auf eine Länge von zehn Kilometern erweitert. „Damals wurden mit den betroffenen Landwirten Verträge abgeschlossen, die den Loipennutzern das Befahren der Felder erlauben”, erinnert sich Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der damals Sachbearbeiter war.

Seit Anfang der 1990er-Jahre hilft nun auch Edgar Titz dabei. Er und Ernst Gruhnen machen die teils sehr anstrengende und nicht ganz ungefährliche Arbeit ehrenamtlich, ebenso wie Günter Scheidt aus Eicherscheid, der den zweiten Schlittenbob zum Loipen-Spuren in Eicherscheid/Huppenbroich benutzt.

Beide Schlitten wurden von der Gemeinde Simmerath mit Unterstützung des ehemaligen Kreises Aachen vor zwei Jahren angeschafft. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir den Bob hier in Lammersdorf auf dem Hof von Heinz Schümmer abstellen können, denn von hier aus hat man einen guten Zugang zur Strecke”, sind sich der Bügermeister und die beiden Fahrer einig.

„Außerdem”, lobt auch Sebastian Lindt, Geschäftsführer der Rurseetouristik, „bedanken wir uns für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit von Edgar Titz und Ernst Gruhnen. Die beiden müssen sich die Wege zur Loipe selbst freischaufeln und fahren in der Kälte über die Strecke. Das wäre ohne die ehrenamtliche Arbeit nicht möglich.”

So können Einheimische und Touristen auch in diesem Jahr die mittlerweile acht Kilometer lange, doppelt gespurte Strecke am Parplatz Langschoß, hinter Junker und auch auf dem Parkplatz hinter den Höfen starten und im klassischen Stil befahren. Da die Strecke auch ein Stück durch den Wald führt und bei Tauwetter Schneebruch drohen kann, sollten Langläufer auf die Ansagen der Behörden achten und bei einer Warnung die Strecke durch den Wald meiden.
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