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Die Landfrauen setzen Eisbrecher gegen Petrus' Winterlaunen ein

Von: M. S.
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Klar Schiff zum Auslaufen! Noch präsentieren sich Vorsitzende Annika Huppertz (vorn, im Boot) als wilde Piratin, bald werden sie ins Habit erfrischend rockender Ordensfrauen schlüpfen. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Ein geflügeltes Wort macht die Runde: Landfrauenwetter. Es stellt sich dann ebenso pünktlich wie ungebeten garstig ein, wenn die Nordeifeler Landfrauen tüchtig Fastelovend fiere. Petrus schickt just zur Feier des Tages schon seit Jahren präzise und regelmäßig extreme Wetterkapriolen über Venn und Rursee: Orkan und Platzregen, Nebel und Blitzeis.

Diesmal eine neue launische Variante: Spätwinterliche Schneemassen, die über das Monschauer Land jagten. Freilich – die überwiegend weiblichen 140 Gäste, die sich Freitagabend, fantasievoll kostümiert, in der Eicherscheider Festhalle „Tenne“ versammelt hatten, focht die weiße Pracht nicht an. Sie erlebten ein Bühnen- und Saalprogramm, dessen Inhalte sich im Laufe der närrischen Sitzung als wahre Eisbrecher erwiesen.

Der stimmungsvolle Auftakt oblag einem 20-köpfigen Ensemble des Musikvereins „Eifelklänge“. Es präsentierte zum Auftakt der fünften Jahreszeit in Eicherscheid ein schwungvolles Minikonzert mit bekannten kölschen Tön. Renate Roeben, ehemalig Vorsitzende des Eicherscheider Landfrauen-Ortsvereins, moderierte in launigen Worten Gruppenauftritte und Solovorträge.

Dabei verteilte sie freigiebig Orden und Ehrendrinks, kommandierte zackig Raketenstarts. Eicherscheids Landfrauenvorsitzende Annika Huppertz hieß ihre jecke Zuhörerschaft im verschneiten Golddorf willkommen, darunter Ortsvorsteher Günter Scheidt auch in Vertretung des Bürgermeisters, etliche Ehrenmitglieder, den Vorstand der Bezirkslandfrauen und Abordnungen Nordeifeler Ortsverbände.

Vorsitzende Huppertz wie ihr Vorstandskollegium – Helga Maaßen, Margret Schmitz, Fine Löhrer, Marion Förster, Biggi Offermann und Margot Braun – waren ins Habit fideler „Nonnen us Eeschend“ geschlüpft. In wechselndem Sprechgesang mit „Vorbeterin“ Huppertz spulten die rockenden Ordensfrauen ihre lustige Litanei mit Lokalkolorit ab.

Schon die mit Liebe zum Detail arrangierte Bühnen- und Saaldekoration verriet den Eintretenden das Veranstaltungsmotto. Piraten vom Belgenbach statt aus der karibischen See kaperten den Raum! Derweil luden Foto-Dokumentationen ihre Betrachter zur illustren Rückschau auf ein bewegtes Landfrauenjahr 2015 ein.

Unerschöpflicher Talentschuppen

Seit Jahr und Tag ist Eicherscheid ein schier unerschöpflicher „Tanzbrunnen“ und Talentschuppen. Zahlreiche Ballettensembles entstanden und fanden stets kreative Nachfolgeformationen. Dies erwies sich einmal mehr zur jüngsten Präsentation.

Am maritimen Flair der Darbietungen orientierte sich auch die 18-köpfige Tanzgruppe „Royal Blues“. Mit schmissigem „Links zwo drei, vier“ eroberten die von Christel Hüpgens und Zoe Schmidt trainierten Minimatrosen die Bühnenbretter und die Herzen ihres Publikums im Sturm. Feurig-temperamentvoll legte das 14-köpfige Kesternicher Ensemble „Fireworks“ in Sachen Frohsinn nach.

Dritte im beschwingt-rhythmischen Bunde: die überregional etablierte Formation „Baccara“, ebenfalls ein Eescher Eigengewächs. Diese seit Jahren erfolgreiche, gemischte Tanzgruppe, neun Damen, sieben Herren, wird choreographisch von Katrin Förster, Sarina Breuer, Carina Renner, Peter Petzold und Christian Wischrath betreut.

Doch auch „klassische“ Beiträge der jungen Karnevalssession kamen, neben internationalem Repertoire, zu ihrem Recht und verdientem Applaus. So im Sketch „Oma und die moderne Technik“ (Sigrid Hammerschmidt, Kerstin Schmidt). Ein musisches Quintett bewies launig, dass es im Leben „schlimmer immer geht“ (Margret Schmitz, Kerstin und Gabi Schütt, Ingrid Huppertz).

Einen „Morgen bei Fritz und Frieda“ vermittelten beeindruckend Jenny Kell und Käthe Majewski ihrem Publikum, und Gabi Schütt servierte ihren Zaungästen aus der Bütt heraus ein Buffet der Extraklasse.

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