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Die Klappkarte in der Stadtbücherei hat ausgedient

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Bibliothekarin Trixi Reichardt muss den Leserausweis nur einscannen und sieht auf ihrem Bildschirm sofort, welche der 15 000 Medien ausgeliehen sind und wann diese zurück müssen. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Der „Libero“ räumt auf: Das gleichnamige EDV-Programm zur Verwaltung des Leserstamms und zur Abwicklung der Medienausleihe hat nun auch in der Stadtbücherei Monschau Einzug gehalten. Ein wenig wehmütig klingt es schon, wenn Diplom-Bibliothekarin Trixi Reichardt feststellt: „Die gute alte Klappkarte hat ausgedient!“

Gleichwohl erleichtert das Computerprogramm der Büchereileiterin und ihren Mitarbeitern die Arbeit ganz erheblich. Die Suche nach der Klappkarte einerseits und der Karte im Buch andererseits entfällt nun, stattdessen zeigt der Computer beim Scannen des Leserausweises sofort an, welche Medien von einem Leser geliehen sind und wann sie zurück müssen. „Das ist schon sehr komfortabel“, so Trixi Reichardt, die zugibt: „Wir üben noch“. Begleitet wird das Monschauer Büchereiteam beim Erlernen des neuen Systems von den Kollegen der städteregionalen Stadt- und Gemeindebüchereien, die schon länger mit dem Libero arbeiten. „Besonders Bernd Rölle von der regioIT gilt unser Dank“, so Reichardt, die keine offizielle Schulung bekommen hat.

„Erika Dummy“ hilft

Und so musste, ehe es letzte Woche ernst wurde mit der Umstellung und in den ersten Tagen, „Erika Dummy“ des öfteren herhalten, um eine fiktive Ausleihe zu tätigen, brav ihre Bücher zurückzubringen oder auch um mal zu überziehen. Das wird von der „elektronischen Kundenkarte“ zwei Tage lang geduldet – dann aber kostet es etwas. „Wir sehen hier beim Scannen des Leserausweises oder auch beim Klick auf ein Medium oder einen Stammkunden, was der Leser hat und was wann fällig ist“, sagt die diplomierte Bibliothekarin und beschreibt das Prozedere: „Der Leser kommt in die Bücherei und gibt mir sein Kärtchen. Dann kann er nach Herzenslust die Medien durchstöbern. Diese haben auf der letzten Seite statt der Karteikarte nun einen Strichcode. Diesen scanne ich ein, und schon ist das Buch ausgeliehen und für andere nicht mehr verfügbar“. Die Rückgabe funktioniert noch schneller. Mit einem Blick sieht Trixi Reichardt beim Scannen des Ausweises, ob der Leser auch alles brav zurückgebracht hat.

Komfortabel ist auch die Suche nach einem bestimmten Buch oder Medium. „Wenn eine Leserin oder ein Leser einen bestimmten Titelsucht, kann ich sofort sehen, ob wir dieses hier in Monschau besitzen und ob es gerade ausgeliehen ist und wie lange noch. Und wenn es hier bei uns nicht verfügbar ist, kann ich es auch in kürzester zeit bei den Verbund-Bibliotheken bestellen“, wirbt Trixi Reichardt für den Gang in die kleine, aber feine Stadtbibliothek im Gebäude der Monschauer Sparkasse an der Laufenstraße.

Für die Nutzung der Stadtbücherei wird eine Jahresgebühr für Erwachsene von 16 Euro erhoben. Kinder, Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Schüler, Azubis, Studenten mit amtlichem Ausweis bezahlen acht Euro. Für Familien gibt es die Familienkarte für 24 Euro. Neben dieser Jahresgebühr wird keine Gebühr pro Buch erhoben.

Öffnungszeiten sind montags von 14 bis 19 Uhr, dienstags von 11 bis 13 und 14 bis 19 Uhr, donnerstags von 14 bis 19 Uhr sowie freitags von 10.30 bis 13.30 Uhr.

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