Die Jugend-Stiftung wächst und wächst

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Als vor fünf Jahren der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) auf Diözesanebene die Stiftung „Jetzt! Für Morgen.” gegründet hat, hätte niemand auch nur im Traum daran gedacht, dass das Stiftungskapital bis heute versechsfacht würde.

Von 50.000 Euro auf 300.000 Euro. Das ist nicht so viel, wie es sich im ersten Augenblick anhört, denn eine Stiftung darf nur den Ertrag des Vermögens dem Stiftungszweck zuführen, nicht aber ihr Kapital angreifen. Die KsJ, die Katholische studierende Jugend, hat einen Sonderfonds beigetragen, es floss Geld aus einem Hausverkauf. Das Jugendheim am Salvatorberg in Aachen war veräußert worden.

Ehrenamt fördern

Trotz der nicht gerade hohen Zinserträge kann die Stiftung schon einiges für Projekte beitragen. „Beispielsweise haben wir vor zwei Jahren eine Segelfreizeit für ehrenamtliche Mitarbeiter des Mobil St. Donatus aus Brand unterstützt”, sagt die Vorsitzende der Stiftung und gleichzeitige Chefin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, Irene Porsch. „Und im vergangenen Jahr haben wir unter anderem den Jahresaufenthalt eines Kolumbianers in Deutschland mitfinanziert”, ergänzt Oliver Bühl, der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung. Neun Projekte förderte die Stiftung im vergangenen Jahr.

Unterstützung vom Bistum

Das Bistum Aachen unterstützt die Einrichtung, die unter anderem auch den Gottesdienstraum der „Kafarnaum-Hauskirche” für Jugendliche, im Hof, mit einem Mischpult und Lautsprechern in allen Ecken des Raumes ausgestattet hat. Bischof Heinrich Mussinghoff sorgte dafür, dass die Kollekte vom Tag der Ehejubiläen im Jahr 2008 der Stiftung zur Verfügung gestellt wurde.

Fast noch wichtiger ist, dass die Diözese auf die Gründung einer eigenen Stiftung mit gleichen Zielen verzichtet. „Dafür sind wir ja da”, unterstreicht BDKJ-Pressesprecherin Kerstin Bürling, die für „Jetzt! Für Morgen.” dieselbe Funktion übernommen hat.

Und so kann das Stiftungskapital ungehindert wachsen und der Ertrag dem Satzungszweck entsprechend verwendet werden. So soll die Arbeit - vorzugsweise im katholischen Bereich - von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 26 Jahre aktiv unterstützt werden. Dabei sollen sich die jungen Leute inhaltlich mit zukunftsweisenden Ansätzen der Jugendarbeit beschäftigen und sich dabei mit der Persönlichkeitsentwicklung, der Werteorientierung und Sinnfindung, der Selbstorganisation und dem ehrenamtlichen Engagement, der religiösen, gesellschaftspolitischen, ökologischen und geschlechtsspezifischen Ausrichtung widmen. Dafür standen der Stiftung 2008 7760 Euro zur Verfügung.

Klar, dass dieses Geld nicht allein aus Zinsen des bei der Pax-Bank mündelsicher angelegten Kapitals kommen kann. „Zahlreiche Spenden, auch in kleiner Höhe, laufen bei uns ein”, erklärt Irene Porsch. Die Stiftung beteiligt sich auch an Aktionstagen, wie dem jährlich stattfindenden Aachener Solidaritätslauf für Arbeitslose.

Auf Spenden sei die Stiftung auch in den nächsten Jahrzehnten angewiesen, „sonst können wir nicht das tun, was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben”, sagt Oliver Bühl.
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