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Die Jecken zeigen sich gnadenlos in Roetgen

Von: ho
Letzte Aktualisierung:
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Feuertaufe bestanden: Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss kapitulierte vor den Narren sowie Prinz Kurt II. und überreichte ihm im Festzelt auf dem Wervicq-Platz den Rathausschlüssel. Foto: K.-H. Hoffmann

Roetgen. Karnevalisten können gnadenlos sein. Nach gut 100 Tagen in Amt und Würden als neuer Bürgermeister von Roetgen wurde Jorma Klauss auch schon wieder entmachtet. Vorübergehend und symbolisch natürlich, wie es im Fastelovend die Tradition verlangt.

Bei seiner ersten Entmachtung im Rahmen der Schlüsselübergabe im Festzelt auf dem Wervicq-Platz zeigte sich Klauss aber souverän und überreichte Prinz Kurt II. (Pipper) großzügig den Roetgener Gemeindeschlüssel.

Wie überall in den Eifeler Karnevalshochburgen hatten sich auch die Männer am Tor zur Eifel den jecken Wievern mehr oder weniger kampflos ergeben und feierten am Roetgener Zelt ab 11.11 Uhr kräftig ab. Für die Aktiven der KG Roetgen war es an diesem Tag schon früher losgegangen. Ab 7.30 Uhr hatte man sich samt Narrenherrscher auf den Weg durch die Gemeinde gemacht.

Die uniformierte Karawane zeigte ab dem frühen Morgen in Kindergärten, der Grundschule und der Sparkasse Präsenz. Wie immer sehr schön war das im Bürgersaal präsentierte Programm, an dem vor allem die kleinen Narren aus der Grundschule ihre helle Freude hatten. Hier hatte das Kinderdreigestirn mit Julia und Laura Rohn sowie Loona Büse quasi ein Heimspiel und begeisterte die kostümierten Pänz.

Höhepunkt des Tages

Aber dann ging es auch schon zum Höhepunkt des Tages in das gut gefüllte Festzelt auf dem Wervicq-Platz, wo bereits Hexen, Bienen, Piraten, Froschköniginnen und sonstige kostümierte Jecken sehnsüchtig auf den Tross mit der Roetgener Tollität warteten. Unter ihnen auch Ex-Pastor und -Prinz Hans-Georg Schornstein. Der zeigte mit seinem speziell beschrifteten schwarzgelben Fußballshirt Heimatverbundenheit: „Ob Himmel oder Hölle – Alemannia lieber als FC Kölle“.

Präsident Rainer Hütten, wie immer bestens aufgelegt, kündigte beim Einzug ins Zelt die großen und kleinen Tollitäten sowie die KG in voller Stärke an, was natürlich allgemeine Begeisterung hervorrief.

Damit stand dann auch für Bürgermeister Jorma Klauss die Feuertaufe der Schlüsselübergabe an, wozu er bei Übergabe von Gemeindeschlüssel nebst Kapitulationsurkunde anmerkte: „Am Karnevalsdienstag bin ich genau 111 Tage im Amt.“ Das war sicher exakt abgepasst, so dass dem anschließenden Abfeiern im Zelt nichts mehr im Wege stand.

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