Dedenborn - Die Herzen an „Rasenmäher” verloren

Die Herzen an „Rasenmäher” verloren

Von: M. S.
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Schmusestunde unter dem Weihna
Schmusestunde unter dem Weihnachtsbaum. Da lassen sich die jüngsten aus der Dautzenberger Ziegensippe gerne verwöhnen. Foto: Manfred Schmitz

Dedenborn. Vor sechs Jahren wurde das Aachener Ehepaar Albert und Gabi Dautzenberg in Dedenborn heimisch und integrierte sich rasch in die Dorfgemeinschaft. Beide engagieren sich im Verkehrsverein, kümmern sich um den reibungslosen Betrieb der zum Allgemeinwohl gern genutzten Grillhütte, sorgen mit Errichtung und Pflege von Ruhebänken dafür, dass ihr schmucker Nordeifelwohnort noch schöner wird.

Zu dessen positivem Image trägt auch eine Einrichtung bei, die in der Bevölkerung längst zum Begriff wurde: der Ziegenhof Dautzenberg. „Mit drei possierlichen Westafrikanischen Zwergziegen fingen wir an”, erinnert sich Albert Dautzenberg, „wir wollten sie als natürliche Rasenmäher einsetzten, um auf den steilen Böschungen unseres Grundstücks den Bewuchs mit Buschwerk klein zu halten.” Daraus wurde eine große Tierliebe. „Die süßen Gesellen sind uns längst ans Herz gewachsen”, bekennt das Halterpaar. Dank des fleißigen Bocks „Moritz”, erworben beim Züchter Helmut „Penny” Förster in Eicherscheid, wuchs die Ziegenherde bis heute auf 19 Tiere. Stammvater Moritz ist immer noch höchst aktiv. Seine beiden Söhne Max und Hennes können dem Senior den Rang des Platzhirsches freilich nicht streitig machen, sie wurden vorsorglich kastriert.

Längst ist die quirlige Meute der Geißen und Zicklein zur Attraktion in der Nachbarschaft geworden, besonderes für die kleinen Dedenborner Kindergartenbesucher. Sie sind bei den Dautzenbergs, Hund Strolchi und der ewig meckernden Rasselbande im Hause Auf den Feldern 5 stets willkommen (andere tierfreundliche Gäste übrigens auch).

Die wuselnde Schar nahm jüngst binnen weniger Wochen um gleich elf Familienmitglieder zu; manche mussten von Gabi Dautzenberg als Flaschenkinder aufgezogen werden, weil ihre Mutter zu wenig Milch hatte. „Die fröhliche Sippe zieht die Menschen gleich gruppenweise an”, beobachteten die Besitzer der vornehmlich schwarz - weiß - braun - grau gezeichneten „Afrikaner”, „die Kleinen machen Eltern und Erzieherinnen verrückt, weil sie die Ziegen im Stall oder auf der Weide streicheln und mit ihnen spielen möchten.”

Lustige „Wibbelstetze”

Alle lustigen „Wibbelstetze” bekamen illustre und klangvolle Namen und tragen farblich gekennzeichnete Halsbänder mit Glöckchen, „sonst könnte man die malerisch gescheckten Geschwister beim besten Willen nicht erkennen”, erklärt Gabi Dautzenberg. So ist Zicke Berta die Mama der Zwillinge Romeo und Julia, Alma von Tine und Biene, Bärli von Josi, Schnuckei von Susi und Strolch, Ruth von Peter und Paul. Die „Flaschenkinder” hören auf die zurufe Niki und Piri. Derweil in den Haushalten der Nordeifel an Weihnachten und zu Silvester so manch schmackhafter Braten serviert wird, müssen die kecken und drolligen Dautzenberger Schützlinge nicht fürchten, in irgendeiner Bratröhre zu enden.
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