Monschau - Die Festspiele kommen zurück vor das Rote Haus

Die Festspiele kommen zurück vor das Rote Haus

Von: P. St.
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Die Monschauer Festspiele (unser Bild zeigt eine Szene aus den 50-er Jahren) kehren für eine Aufführung wieder vor das Rote Haus zurück. Foto: Erkens/Stadtarchiv

Monschau. Dass nach mehr als 40-jähriger Unterbrechung im Jahr 2000 die Festspiele wieder nach Monschau zurückkehrten, war schon eine kleine Sensation. Vor der 11. Auflage der Klassik auf der Burg in diesem Sommer (20. bis 29. August) gilt die Veranstaltung inzwischen als das kulturelle Highlight in der Region schlechthin.

Im Sommer 2010 wird nun in der Erfolgsstory der Festspiele ein neues Kapitel aufgeschlagen. Am Freitag, 25. Juni 2010, 19 Uhr, kehren die Festspiele zumindest für einen Tag wieder in den Kern der Altstadt zurück. Mit der Aufführung der Verdi-Oper „Rigoletto” vor dem Roten Haus schließt sich der Kreis der Festspiele, denn nach 46 Jahren wird die historische Fassade von Monschaus berühmtesten Bauwerk wieder als Bühnenkulisse dienen. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, und besonders viele Bürger der Altstadt fiebern dem Ereignis entgegen, wenn der Platz vor dem Roten Haus sich zum Opernsaal unter freiem Himmel verwandelt.

Etwa 600 Plätze, die überwiegend auf dem Pflaster der Laufenstraße in Form von Klappstühlen hergerichtet werden, stehen zur Verfügung. Der Vorverkauf (die Tickets kosten einheitlich 24,80 Euro einschließlich Vorverkaufsgebühr) startet am Montag, 31. Mai.

Den ersten Zugriff auf die Karten sollen die Bürger aus dem Stadtgebiet Monschau erhalten. In der Zeit von 17 bis 20 Uhr liegen 200 Karten in der Monschau-Touristik bereit, die in der Reihenfolge des Erscheinens der Interessenten abgegeben werde. Eine telefonische Vorab-Reservierung für die allesamt nummerierten Plätze ist nicht möglich.

Dass man in der Altstadt Monschau der Veranstaltung erwartungsfroh entgegensieht, wurde auch bei einem kürzlich stattgefundenen Gespräch des Fördervereins Klassik mit den Anliegern deutlich. Dabei stellte sich auch bereits die Frage, ob die Aufführung vor dem Roten Haus zu einer dauerhaften Einrichtung im Rahmen der Open Air Klassik werden könnte. Diese Frage wird man sicher erst in vier Wochen nach der Aufführung abschließend beantworten können.

Erst möglich wurde die Veranstaltung aber, weil der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 20. bis 27. Juni die regionalen Rheinlandtage veranstaltet, und zudem Landesdirektor Harry Voigtsberger, der Chef des Landschaftsverbandes, zugleich Schirmherr der Klassik 2010 ist. Da passte es wie bestellt, dass man sich in Monschau rund 50 Jahre später noch einmal an den Ursprung der Festspiele in der Nachkriegszeit erinnerte. Die Wiederauflage unterstützt der LVR mit 20000Euro

Wie schon bei den Aufführungen in den 50er Jahren, wird der Laufenbach überbaut, damit hier das Orchester der russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert, Platz nehmen kann.

Insgesamt rund 80 Mitwirkende werden bei der konzertanten Aufführungen dabei sein, wobei Solistin Eva Lind aus der Schweiz im Blickpunkt des Interesses stehen dürfte. Der gefeierte Opernstar aus der Schweiz wird in der Rolle der Gilda zu sehen und zu hören sein, was die Qualität der Produktion garantieren dürfte.

Im Anschluss an die Monschauer Aufführung geht Eva Lind in dieser Rolle auf Tournee, so dass der Auftritt am 25. Juni in Monschau für sie einer Premiere gleichkommt.
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