Die Energiewende lässt sich nicht verstecken

Von: P. St.
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Auf dem Rurseeschiff Aachen be
Auf dem Rurseeschiff Aachen begrüßte die Simmerather CDU ihren Kapitän, den Vorsitzenden der Landtagsfraktion, Franz-Josef Laumann (li). Auch die die Geschäftsführung der Eifelklinik war an Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. „Ihr habts aber schön hier”, brachte Franz-Josef Laumann sein spontanes Empfinden auf den Punkt. Der frühere Landes-Gesundheitsminister und jetzige Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktionsfraktion NRW hat sich als Ferienprogramm eine landesweite Sommertour vorgenommen.

Das erste Etappen-Ziel des Münsterländers war die Eifel. Nach Besuchen in Düren und Euskirchen ging es in die Gemeinde Simmerath, wo die Parteifreunde gleich ein komplettes Schiff der Rurseeflotte für das Dutzend Teilnehmer gemietet hatte.

Auf der „Aachen” ging es ab Schwammenauel bis Rurberg. An Bord gab bot sich bei sommerlichem Ambiente Gelegenheit, Themen der Simmerather Kommunalpolitik, die zuletzt Wellenbewegungen ausgelöst haben, zu analysieren. Das Krankenhaus Simmerath (s. Bericht 1. Lokalseite) war ebenso ein Thema wie das geplante Wasserspeicher-Kraftwerk am Rursee. Die NRW-CDU möchte auf einer Klausurtagung Mitte September Fragen der Energiewende abwägen. Für Laumann kommt es darauf an, für die Bevölkerung auch sichtbare Zeichen zu setzen, wie die Energiewende aussehen wird. „Wir können nicht alle Anlagen verstecken. Es wird Veränderungen des Landschaftsbildes geben”.

Erleichtert über Schulfrieden

Erleichtert zeigte sich der CDU-Fraktionsvorsitzend, dass in NRW nun der Schulfrieden hergestellt sei. Die Sekundarstufe I bedeute nicht zwingend, dass Real- und Hauptschulen zusammengeführt würden. Wichtig für Schüler und Eltern bei allen Schulformen sei, dass der Weg nach oben nicht verbaut werde.

Die Kritik an der mangelnden Finanzausstattung durch die Landesregierung ist für Flächengemeinden wie Simmerath ein Dauerbrenner. „Man muss schon reich sein, um Rot-Grün zu ertragen”, konnte Franz-Josef Laumann die Klagen von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nur zu gut verstehen. Steigende Sozialhilfekosten schnürten den Kommunen finanziell die Luft ab. Solche Aufgaben müssen gesamt-gesellschaftlich getragen werden”, forderte Hermanns.

Laumann forderte einen Zehn-Jahresplan, um den Kommunen aus der Schuldenfalle zu helfen. Es dürfe nicht sein, dass eigentlich gesunde Kommunen durch die Unzulänglichkeiten im Gemeindefinanzierungsgesetz in strukturelle Defizite gerieten.

Die Eifeler Parteifreunde hörten die Worte und hoffen, dass sie auch über die Sommertour hinaus Wirkung zeigen.
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