Die Damenmannschaft des TV Roetgen wollen oben mitmischen

Von: Kurt Kaiser
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Kristina Plum (Bildmitte) taucht zwar nicht unter der Rubrik Neuzugänge auf, aber dass die nach ihrer Operation genesene Spielmacherin wieder zur Verfügung steht, begrüßt man beim TV besonders. Foto: H. Schepp

Roetgen. Nach dem Aufstieg nach der Saison 2014/15 spielte die Damenmannschaft des TV Roetgen in der Oberligasaison 2015/16 eine hervorragende Rolle und beendete die Saison auf einem sehr guten 5. Tabellenplatz.

Dementsprechend anspruchsvoll wurden die Saisonziele vor der vergangenen Spielzeit definiert, denn durch die Umstrukturierung der Ligen reichte der 5. Tabellenplatz noch zum Aufstieg in die neu zu bildende NRW-Liga. Mit drei Siegen verlief der Saisonstart auch noch planmäßig, jedoch offenbarte die Mannschaft nach der Niederlage gegen Tabellenführer TSV Bonn ungeahnte Schwächen.

Der zu kleine Kader konnte die beruflich- oder verletzungsbedingten Ausfälle nicht kompensieren. Schmerzlich vermissten die TV-Damen ihre Spielmacherin Krissi Plum, die an der Schulter operiert wurde und die gesamte Saison ausfiel. Als die Hinrunde abgepfiffen wurde, standen auf der Habenseite bei den Rot-Gelben nur 11 Punkte. Was bei Halbzeit keiner für möglich gehalten hatte, dass es in der zweiten Saisonhälfte noch schlechter und es noch weniger Punkte geben würde, geschah dann aber.

Die aus den Vorjahren erfolgsverwöhnten TV-Ladies mussten sich in der Rückrunde mit nur einem Zähler begnügen, den gab es zum Auftakt in den zweiten Saisonabschnitt beim Tabellenletzten Westwacht Weiden, dann folgten neun Niederlagen, die beim TV Roetgen für ungewohnte Unruhe sorgten. Beim Saisonabpfiff standen die Roetgenerinnen mit nur 12 Punkten und der zweitschwächsten Angriffsreihe der Oberliga auf Tabellenplatz acht.

Trainer Marquardt tritt zurück

Trainer Bernd Marquardt, der Obermotivator, der als Garant für den Erfolg bei den Rot-Gelben stand und mit dem die TV Damen den souveränen Aufstieg in die Oberliga geschafft hatten, trat, noch bevor es zum Pokalendspiel nach Düren ging, zurück. In der Handballabteilung des TV Roetgen war man sich darüber im Klaren, dass es ganz schwer werden würde, adäquaten Ersatz für den scheidenden Coach zu besorgen.

Zu einem versöhnlichen Saisonausklang kam es trotzdem noch unter Interimscoach Dirk Heeren, mit dem die TV-Mädels am 14. Mai in der Dürener Halle den zweiten Kreispokalsieg in Folge gegen Schwarz-Rot Aachen feiern konnten.

Wenige Wochen später präsentierte der TV Roetgen mit Eric Ortmann auch einen neuen Trainer, der aber gar nicht so neu ist. Der Belgier trainierte von 2008 bis 2011 schon die 1. Herren und auch die 1. Damenmannschaft des TV Roetgen. Eric Ortmann coachte schon den Oberligisten BTB Aachen und den belgischen Erstligisten HC Eynatten.

Mit der Mannschaft aus dem kleinen Grenzort war er als Spieler mit dem Torwart Bernd Marquardt in der höchsten belgischen Liga unterwegs. Mit Sabine Schmal hat der neue TV-Coach eine Co-Trainerin zur Seite, die sich bestens in der Handballszene des Handballverbandes Mittelrhein auskennt.

Das ist auch wichtig, denn durch die Auf- und Abstiegsregelung gibt es in der Liga mit dem MTV Köln, dem SSV Nümbrecht, Schwarz-Rot Aachen, dem HSV Bocklemünd, Polizei SV Köln und den Zweitvertretungen des TV Strombach und TSV Bonn sieben neue Mannschaften.

Erstes Heimspiel am 7. Oktober

Von den altbekannten Gegnern zog der SC Pulheim schon vor dem Saisonstart seine Mannschaft aus personellen Gründen zurück, deshalb fällt das erste Heimspiel der Roetgenerinnen, das am 23. September auf dem Spielplan stand, aus. Erst am 7. Oktober geht die erste Heimpartie über die Bühne, dann stellt sich Polizei Köln in der Halle an der Rosentalstraße vor.

Aus personeller Sicht gibt es kaum Veränderungen im Kader der TV-Ladies. Aus beruflichen Gründen steht Inga Schüler nicht mehr zur Verfügung. Sie wird durch Franziska Luehn ersetzt, die bisher in Recklinghausen in der Landesliga spielte. Die Physiotherapeutin fand eine neue Arbeitsstelle in der Nordeifel und schloss sich dem TV Roetgen an. Kristina Plum taucht zwar nicht unter der Rubrik Neuzugänge auf, aber dass die nach ihrer Operation genesene Spielmacherin wieder zur Verfügung steht, begrüßt man beim TV ganz besonders.

Nach einem ersten Trainingsblock im Juni und einer Trainingspause im Juli bereitet die Mannschaft sich seit Anfang August mit intensiven Einheiten auf die Saison vor. Am vergangenen Sonntag standen die beiden letzten Testspiele auf dem Plan. Gegen den zukünftigen Ligakonkurrenten SSV Nümbrecht landeten die Roetgenerinnen einen 26:23-Sieg.

Anschließend kassierten sie gegen den neuen NRW-Ligisten TuS Königsdorf eine 18:27-Niederlage. Sabine Schmal ist davon überzeugt, dass die Mannschaft gut vorbereitet in die Saison geht. Bei der Definition des Saisonziels legt sie sich ganz klar fest: „Wir wollen uns gegenüber der vergangenen Saison deutlich verbessern und im oberen Drittel mitspielen.“

Zur ungewohnten Anwurfzeit, am Sonntag um 17 Uhr, starten die Roetgenerinnen bei der Zweitvertretung des TV Strombach in die Oberligasaison 2017/18. Die Mannschaft aus dem Gummersbacher Stadtteil schaffte den Aufstieg noch so gerade als Tabellensiebter der Verbandsliga.

In der vergangenen Saison kassierten die Roetgenerinnen gegen die Erste von Strombach zwei Niederlagen, bei der Zweiten des neuen NRW-Ligisten wollen die Rot-Gelben sich am Sonntag revanchieren, auch wenn ihnen der Zeitpunkt weniger passt. „Wir wollen gut in die Saison starten und in Strombach gewinnen“, fordert die mitspielende Co-Trainerin.

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