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„Die Chance für eine Umgehung jetzt nutzen”

Von: P. St.
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Endlich konkrete Pläne für den Bau Umgehungsstraße wünscht sich Kesternichs Ortsvorsteher Ulrich Offermann, „damit wir wissen, worüber wir reden.” Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Seit über 15 Jahren spricht man in Kesternich mehr oder weniger konkret über den Bau einer Umgehungsstraße. Diese Situation ist für alle Seiten unbefriedigend, weshalb der Kesternicher Ortsvorsteher Ulrich Offermann jetzt auf eine baldige Entscheidung drängt.

Die Position des 63-Jährigen zum Projekt Umgehungsstraße ist unverändert: „Ich bin für eine Umgehungsstraße”, stellt er im Gespräch mit der Lokalredaktion klar, „aber nicht bedingungslos.” Der Ortsvorsteher hat nämlich, wie auch viele seine Mitbürger, noch Klärungsbedarf, was den genauen Verlauf der Trasse betrifft. Offermann: „Wir brauchen endlich einen konkreten Plan, damit wir wissen, worüber wir reden.”

Die jetzige Diskussionslage im Ort zum Thema Umgehungsstraße ist für Ulrich Offermann wenig zielführend. Einmal sind da die Befürworter der Umgehung, die von 8000 Fahrzeugen pro Tag sprechen, die den Ort belasten, dann ist da das Lager der Gegner, die in einer Umgehung nur Nachteile für die Bevölkerung sehen und zudem das Verkehrsaufkommen deutlich niedriger ansetzen.

Unterschriftenlisten sind für den Ortsvorsteher aber nicht das Maß aller Dinge. Es könne nicht sein, redet Ulrich Offermann den Gegnern ins Gewissen, dass „alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um von vornherein schon eine Planung zu verhindern.” Erst eine Planung biete eine seriöse Diskussionsgrundlage.

Die Notwendigkeit einer Umgehung steht für den Ortsvorsteher auch deshalb außer Zweifel, weil das Verkehrsaufkommen im Ort steigen werde. Aus eine negativen demographischen Entwicklung dürfe man keine Rückschlüsse auf sinkendes Verkehrsaufkommen ziehen. Die steigende Attraktivität der Region als Magnet für den Tourismus werde mit Sicherheit erhöhten Straßenverkehr zur Folge haben.

Es sei jetzt an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen, appelliert er an die Bürger, statt persönlicher Interessen den Nutzen einer Umgehung für die Gesamtbevölkerung im Blick zu behalten: „Warum sollten wir uns sträuben, wenn sich eine solche Chance für Kesternich bietet?” Offermann fordert das Ende der Kirchturmspolitik, erinnert an die Bedeutung einer Umgehungsstraße auch über Kesternich hinaus und erwartet eine „auf die Zukunft ausgerichtete Entscheidung.”

Er wünscht sich einen offenen Dialog mit den Bürgern und Tempo bei der Planung, selbst wenn der Landesbetrieb Straßenbau eine konkrete Planung wieder einmal um einige Monate nach hinten verschoben habe.
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