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Die CDU im Südkreis schickt wieder Axel Wirtz ins Rennen

Von: Silvia Kurth
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Wieder für eine Landtagswahl nominiert: Axel Wirtz (Mitte), der Kreisvorsitzende der CDU, hatte nach dem überzeugenden Wahlergebnis allen Grund zum Strahlen. Der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (rechts) als Wahlleiter und der Spitzenkandidat für das Amt des Städteregionsrates, Kreisdirektor Helmut Etschenberg, freuten sich mit ihm. Foto: Silvia Kurth

Eschweiler. Mehr kann sich ein Abgeordneter für seine erneute Nominierung kaum wünschen als es der Stolberger Axel Wirtz am Freitagabend in der Vertreterversammlung des CDU-Kreisverbandes Kreis Aachen erlebte:

Mit 110 von 114 abgegebenen Stimmen - bei einer Enthaltung - wählten ihn die Delegierten aus den Stadt- und Gemeindeverbänden Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath zum Kandidaten für die Landtagswahl 2010 im „Südkreis”, der offiziell Landtagswahlkreis 4 Kreis Aachen II heißt.

Es war eine Demonstration der Geschlossenheit für den Kreisvorsitzenden, der seit 1999 im Düsseldorfer Landtag ist. Nicht nur aus den eigenen Reihen, sondern auch aus der Aachener CDU in Person des dortigen Kreisvorsitzenden Armin Laschet.

Der Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration hatte auf dem Weg von Düsseldorf nach Duisburg eigens einen kleinen Umweg über Eschweiler gemacht, um die Kreis-Aachener auf den Wahlmarathon 2009/2010 einzustimmen. Die Europawahl im Juni, die Kommunalwahlen im August und die Bundestagswahl im September markieren 2009. „Das Superwahljahr ist nicht erledigt, wenn die drei Wahlen vorbei sind”, schwor Laschet die Partei darauf ein, dass sie einen langen Atem brauchen wird, bis - voraussichtlich im Mai 2010 - der Landtag gewählt wird.

Dass die CDU im Kreis Aachen frühzeitig ihre Kandidaten in Stellung bringt (im Nordkreis wurde am Samstag Reimund Billmann aus Herzogenrath nominiert), mag auch an einer Neuerung im Wahlsystem liegen. Zum ersten Mal haben die Bürger bei einer Landtagswahl wie bei der Bundestagswahl zwei Stimmen: eine für den Direktkandidaten, die zweite für eine Partei. Deshalb gilt: „Es wird bei der Wahl viel mehr darauf ankommen, als Persönlichkeit zu wirken”, gab Laschet den Kreiskollegen mit in den Wahlkampf.

Armin Laschet, von den Oppositionsparteien wegen seines Kinderbildungsgesetzes (Kibiz) viel gescholten, konnte bei seiner Stippvisite auch ein wenig Balsam tanken, als Kreisdirektor Helmut Etschenberg, CDU-Spitzenkandidat für das Amt des Städteregionsrates, dazu „ein klares Wort” sprach: „Kibiz ist ein hervorragendes Gesetz zur frühkindlichen Förderung.”

„Wir müssen Antworten geben auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre”, verteidigte auch Axel Wirtz das Kinderbildungsgesetz, durch das die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige auf 86.000 verfünffacht worden sei. „Es ist geradezu pharisäerhaft, wenn die roten Bürgermeister über Kibiz wettern.” Diese gesellschaftspolitische Aufgabe könne aber nicht nur Sache des Landes sein, sondern müsse auch von den Kommunen mitgetragen werden.

„Ungerechtigkeit”

Im Galopp flog Wirtz in seiner Bilanz durch die Landespolitik und ihren Nutzen für seinen Wahlkreis, zum Beispiel den Ausbau der Euregiobahn von Weisweiler nach Langerwehe nennend oder die Rettung des Simmerather Krankenhauses: „Wir haben die Malteser zum Jagen getragen. Es wäre den anderen nicht gelungen.”

Nach wie vor bleibt für ihn viel zu tun, Stichwort Kanalgebühren, bei denen es zwischen den gebeutelten Eifelkommunen und dem Rest des Kreises „unvorstellbare Unterschiede” gibt: „Wir müssen uns um diese Ungerechtigkeit kümmern.”

Und dafür gaben ihm die Parteifreunde das von Helmut Etschenberg gewünschte „Signal der Geschlossenheit” mit auf den Weg.
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