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Die Bühne verwandelt sich in ein Schloss

Von: ho
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Regisseurin Lioba Wienands-Görke (links) stellte nach der Premierenaufführung von König Drosselbart alle Akteure nochmals dem begeisterten Publikum vor. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Wenn beim Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur (Heimatverein) in Ausführung durch den Arbeitskreis Kindertheater die Aufführung des sogenannten Weihnachtsmärchens ansteht, sind in der Regel freie Plätze im Pfarrheim rar.

Dies war nun auch wieder der Fall, als dort am Samstag eine altersmäßig bunt gemischte und gut aufgelegte Laienspielgruppe die Premiere von König Drosselbart (nach Bernhard Wimker) in sehr unterhaltsamer Weise präsentierte.

Ein „Empfehlenswert“ darf man den kleinen und großen Darstellern attestieren, die erstmals unter der Leitung von Lioba Wienands-Görke standen und eine kurzweilige und pfiffige Inszenierung der Geschichte des Königs Drosselbart (Johannes Lethonen) und der zickigen Prinzessin Mimosa boten.

Mit viel Aufwand hatte man die Bühne in ein königliches Schloss verwandelt, wo die resolute Königin Rosa (Ute Bartz-Jacobs) und der etwas schuselige König Basilius (Gerd Skropke) residierten. Das blaublütige Ehepaar versuchte bekanntlich verzweifelt, das liebreizende Töchterlein an den Mann zu bringen, wozu als Bewerber Ritter, Prinzen, Könige und ein Sultan angereist waren.

Aber Prinzessin Mimosa zeigte allen Bewerbern verachtend die kalte Schulter, was Königseltern und vor allem Zeremonienmeister Tanz, dessen französisches „Gesäusele“ immer wieder für Lacher sorgte und der von Holger Günzl glänzend gespielt wurde, zur Verzweiflung brachte.

Ihm stand in nichts der stocktrockene Hofnotarius Justus Fiskus nach, der allein mit seinem ewigen Genehmigen und Abstempeln für Akzente sorgte. Gespielt wird er bei den Aufführungen von Renate Birkholz und Beate Wilden gespielt.

Jedenfalls ist Mutter Königin über das Verhalten ihrer Tochter schließlich so verärgert, dass sie demjenigen deren Hand verspricht, der am nächsten Morgen als erster ans Schlosstor klopft. Dies ist dann bekanntlich der als Bettler verkleidete König Drosselbart, der Fräulein Mimosa (gespielt von Elena Jacobs und Sophia Xarhakos) als Braut mit in die Tiefen der Bettlerdaseins nimmt.

„Der Widerspenstigen bzw. Hochnäsigen Zähmung“ hätte diese Geschichte auch heißen können, bei der auch die kleinen Akteure wunderbar eingebunden sind und durch pfiffige Dialoge glänzen. Hier seien nur als Beispiel der freche Küchenjunge (Ann-Catrin Jacobs) und der kesse Bettler Bruder (Roman Schädler und Leonie Engelter) genannt.

Hinter den Kulissen agieren bei den Aufführungen als Souffleusen Astrid Baltus, Beate Wilden und Renate Birkholz, die aufgrund fehlender Aussetzer bei der Premiere allerdings wenig Arbeit hatten. Neben den bisher genannten Akteuren spielten als Bewerber Erik Offermann, Batty Müller, Josh Alders und Johannes Bartz. In der Gruppe der Bettler trumpften Lena Mathias, Nadine Feuchter, Nele Dondorf, Natalie Feuchter, Feline Savelsberg, Lea Radermacher, Lara Hilt und Julia Wilden auf.

Wer bei den Premierenaufführungen nicht dabei sein konnte, hat am nächsten Wochenende noch die Möglichkeit sich den kindlich, hoheitlichen Schwank anzusehen. Sowohl am 1. Dezember und 2. Dezember stehen jeweils um 10.30 Uhr und 15 Uhr Aufführungen an.

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