Radarfallen Blitzen Freisteller

Dichtheitsprüfung: Die Kommunen wollen abwarten

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Nordeifel. Der Kanal-TÜV, die von der NRW-Landesregierung ins Rollen gebrachte Dichtheitsprüfung privater Abwassserkanäle, hat auch seinerzeit in der Nordeifel für Unruhe gesorgt. Doch vorauseilender Gehorsam ist nicht angebracht, erst recht seitdem der Landtag einen Beschluss gefasst hat, wonach nur in Wasserschutzgebieten private Abwasserleitungen in vor 1965 gebauten Häusern bis 2015 zu untersuchen sind (Neugebäude bis 2020). Außerhalb von Wasserschutzzonen sollen die Kommunen festlegen, ob und in welchen Fällen eine Prüfbescheinung erforderlich ist.

Mit Gelassenheit sieht Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau, diese neue Sachlage und will zunächst einmal abwarten wie die noch aussteghenden Rechtsverordnung zum Thema Dichtheitsprüfung ausfällt. Wasserschutzzonen gibt es nicht im Stadtgebiet Monschau, wohl befindet sich die Stadt zum 100 Prozent im Trinkwassereinzugsgsgebiet. Der Monschauer Stadtrat hatte 2011 eine Prioritätenliste bis zum Jahr 2023 beschlossen und darin festgelegt, wann in den einzelnen Stadtteilen die Dichtheitsprüfung erfolgen soll. Bisher ist die Stadt noch in die Umsetzung gegangen.

Je nach Inhalt der Rechtsverordnung werde man diesen Passus wieder aus dem damaligen Beschluss herausnehmen, so Margareta Ritter. Bis dahin sei der Bürger auf sicheren Seite. „Es gibt keinen Grund zur Eile.“

Auch die Gemeinde Simmerath, die größtenteils im Trinkwassereinzugsgebiet liegt, sieht keinen akuten Handlungsbedarf, bevor nicht die Rechtsvordnung vorliegt. Daraus würden sich dann die weiteren Schritte ergeben, sagt Michael Bongard vom Bauamt. Keine Befürchtungen brauchten auch die Anwohner von Teilen der Waldsiedlung des Wohngebietes Kämpchen in Lammersdorf zu haben, die im Randbereich der Wasserschutzzone der Dreilägerbachtalsperre liegen. In den genannten Bereichen sei bereits zwischen 2004 und 2007 durch die Gemeinde ein umfangreiches Fremdwasser-Sanierungsprogramm vorgenommen worden.

In der Gemeinde Roetgen befinden sich keine Gebäude im Wasserschutzgebiet. Eine eigene Satzung für Roetgen sieht Bauamtsleiter Dirk Meyer aufgrund bisheriger Erfahrungen politisch für kaum durchsetzbar. Die Gemeinde werde ihre Kanäle planmäßig weiter prüfen, damit bekomme man aber die Fremdwasserproblematik nicht in den Griff. Ärgerlich sei die Situation jetzt aber für jene Bürger, die sich bislang freiwillig, aber kostenpflichtig an die Kanaluntersuchung der Gemeinde angehängt hätten.

Leserkommentare

Leserkommentare (6)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert