Nordeifel - Deutsch-polnische Partnerschaft nach 15 Jahren noch lebendig

Deutsch-polnische Partnerschaft nach 15 Jahren noch lebendig

Von: M. S.
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Nordeifel. So manche auf gegenseitige Besuche offizieller Delegationen beschränkte Partnerschaft von Städten oder Kreisen schläft nach anfänglicher Hochstimmung sang- und klanglos wieder ein, weil es den Bürgern hüben wie drüben auf Dauer schlicht unmöglich ist, völkerverbindende Freundschaften und gut nachbarliche Beziehungen über all zu weite Entfernungen und lange Zeit von Mensch zu Mensch mit pulsierendem Leben zu füllen und zu erhalten.

Ganz anders das 1996 auf Initiative des damaligen Kreises Aachen in Partnerschaft mit dem TV Roetgen geknüpfte Freundschaftsband zur polnischen Kommune Jelenia Gora im schlesischen Riesengebirge (früher Hirschberg). Es wird bald einen verstärkenden Strang erhalten. Denn vom 29. September bis 3. Oktober wird es in der Städteregion Aachen zur schon 15.Begegnung junger Polen und gleichaltriger, 14- bis 17-Jähriger aus dem kaiserstädtischen Raum kommen. Ein interessantes Programm soll das Treffen umrahmen.

Die inklusive fünf Lehrkräften 26-köpfige Schülergruppe aus dem Dreiländereck Polen, Tschechien und Sachsen besucht das Hirschberger „Gymnasium Nr. 5” (früher Grundschule Nr. 12). Sie wird vom stellvertretenden Städteregionalrat Hans-Josef Hilsenbeck im ehemaligen Aachener Kreishaus empfangen. Die faszinierende Sportwelt „Continium” im niederländischen Kerkrade und die nicht minder reizvolle Schneewelt im benachbarten Landgraaf wollen entdeckt sein und sind magische Anziehungspunkte für die Jugendlichen. Diese sind zudem mit Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zum Meinungsaustausch verabredet. Ein paar heitere Schwimmstunden im Kreuzauer Bad (eine solche Einrichtung fehlt in der Heimatregion der jungen Polen) und ein Hochsprungmeeting in Roetgen runden die Fülle reizvoller Aktivitäten ab. Der sportliche Wettkampf wird - als krönende Abschlussfete des Jubiläums-Eifelaufenthalts - Samstag vom Roetgener Ehepaar Eckhard und Elke Lipke sowie Anita Sories vom TV Höfen organisiert, sonntags (Tag der Einheit) geht„s ostwärts zurück in die Heimat.

Karl-Heinz Plum, Leichtathletikwart des TV Roetgen, möchte als kundiger Fremdenführer den osteuropäischen Gästen „ein paar schöne Ecken unserer Eifelheimat und der Euregio nahebringen”. Das „Gymnasium Nr. 3” gilt als landesweite Basisschule für polnische Leichtathleten und vorbildliche Kaderschmiede. Dreimal wöchentlich trainieren die Absolventen während des regulären Unterrichtes in den olympischen Disziplinen hart, abends werden ihnen zusätzliche Übungseinheiten angeboten. Kein Wunder, dass sich in den Reihen der erwarteten Gymnasiasten der derzeitige polnische Jugendmeister über 110 und 300 Meter Hürden, Tomasz Kotodziynski, und der Hallenchampion über 60 Meter, Damian Wojciechow, befinden.

Dank an kompetente Paten

Die Partnerschaft der Städteregion mit Jelinia Gora, sagt Karl-Heinz Plum, sei ohne engagierte und kompetente Paten nicht zukunftsfähig. Und so erkennt er auf polnischer Seite die tatkräftige Unterstützung der guten gemeinsamen Sache durch die Befürworter Marek Przeorski, den ehemaligen polnischen Außenminister Wladyslaw Bartoszewski und Landrat Jacek Wlockyga an.

„Ohne die langjährig harmonische Zusammenarbeit mit unseren Partnern bei der Städteregion, allen voran Regionalrat Helmut Etschenberg und Pressereferent Hans-Josef Heinen, wäre es uns heute unmöglich, unser 15-jähriges Partnerschaftsjubiläum zu begehen”, ist Plum sicher.
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