Woffelsbach - Der Trommler gibt den Takt der Schläge vor

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Der Trommler gibt den Takt der Schläge vor

Von: ho
Letzte Aktualisierung:
Die Drachenbootrennen im Rahme
Die Drachenbootrennen im Rahmen des Rurseefestes zogen wieder zahlreiche Zuschauer an: An zwei Wettkampftagen jagten 21 Mannschaften ihre Drachen durch die Woffelsbacher Bucht. Foto: Hoffmann

Woffelsbach. „Was ist schon so ein läppischer Ruderachter, gegen ein Drachenboot!” Diese Aussage eines Zuschauers beim Rennen der Drachenboote in der Woffelsbacher Bucht, gibt im Ansatz die Faszination wieder, die diese Veranstaltung im Rahmen des Rurseefestes ausübt.

Wenn nach dem Startkommando „Attention - Go!” 16 bis 20 Bootsinsassen ihre Paddel in die Rurseefluten stechen und das Boot mit dem Drachenkopf aufgrund der Synchronität dieser Bewegungen immer mehr an Fahrt aufnimmt, ist man auch als Zuschauer schnell in den Bann des Rennens gezogen. Abgerundet wird dieses fantastische Bild von dem Mann (Frau) mit der Trommel im Boot, dessen Taktschläge den Ruderrhythmus vorgeben und somit den am Bug befindlichen Drachenkopf scheinbar immer schneller durch die Fluten springen lassen.

Unterstützung der DLRG

Nun schon zum siebten Mal fand das Drachenbootrennen in der Woffelsbacher Bucht statt, und das Team um Werner Schröder und Gerhard Schmitz glänzte wieder mit einer perfekten Organisation. Rund um den Drachenfelsen in der Woffelsbacher Bucht war eine kleine Zeltstatt aufgebaut, wo die zahlreichen Zuschauer Essen, Trinken und Rennen genießen konnten.

Mit Unterstützung der DLRG war bereits am Freitagabend die 200 Meter lange Rennstrecke mit Bojen „abgesteckt” worden und nachdem die starken Regenfälle abgezogen waren, hatten die ersten Trainingsläufe stattgefunden. Laut Wettkampfregeln war eine der Voraussetzungen für die Teilnahme, dass man in Bekleidung 200 Meter schwimmen kann. Darüber hinaus war für den Fall des Kenterns immer die DLRG in unmittelbarer Nähe.

Reine Damenmannschaften

Mit 14 teilnehmenden Mannschaften herrschte am Samstag starker Andrang. Die Teams der Drachenboote wurden bunt gemischt von Firmen, Vereinen, Gruppen und Familien gestellt, wobei sich am Samstag auch zwei reine Damenmannschaften im Kampf um den Wanderpokal der Regatta beteiligten.

Die Wassersportamazonen hatten dabei schließlich mit einer Rennzeit von 2:25 Minuten vor den Hochseilprinzessinnen mit 2.30 Minuten die (Drachen-) Nase vorn. Sieger der Samstagsregatta wurden hauchdünn die Wassersportfreunde Aachen, welche sich in der fabelhaften Zeit von 1.03 Minuten den Sieg sicherten.

Den zweiten Platz teilten sich zeitgleich (1.04) die Teams der Drachenflüsterer und Hochseilgärtner. Die unterschiedliche Stärke der Drachenboot-Wettkämpfer spiegelte sich deutlich in den Zeiten wieder. Während der Rennvierte (Paddel Chaos Düren) die Strecke noch in 1.05 schaffte, wurde bei der Messung mit Lichtschranke ab dem fünften Platz (Quality Dragons) die Rennzeit ab 2:22 gemessen.

Bezüglich der Anstrengungen für die Wassersportler wusste Werner Schröder im Vorfeld zu berichten, dass es für viele auf den letzten dreißig Metern „dunkel” würde. Die Samstagsregatta konnte erfreulicherweise vor dem einsetzenden Regen abgeschlossen werden.

Bei der Regatta am Sonntag herrschte bei sogenanntem Kaiserwetter großer Zuschauerandrang. Sieben Teams aus Monschau, Roetgen, Kesternich, Wollersheim und Woffelsbach waren am Start und lieferten sich bereits in den drei Vorläufen packende Rennen. Auch hier fiel die Entscheidung über den Sieg knapp aus. Die Drachenjäger aus Wollersheim hatten sich in 1.02 vor dem Team der Bruchpiloten (1.03) durch die Fluten der Woffelsbacher Bucht gekämpft. Den dritten Platz sicherte sich das Kesternicher Boot (Club ?) vor dem weiß gekleideten Monschauer Firmenteam (3.22) und den Lebensrettern der DLRG (3.32).

Die Rennzeiten spielten bei all dem aber letztlich eine untergeordnete Rolle. Für alle Teilnehmer, die den Drachen in der Woffelsbacher Bucht jagten, stand der Spaß an der Sache an erster Stelle.
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